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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg


    Ausgabe 22 vom 5. Juni 2007


    Ein milder Mann fürs Grobe

    Neue Sonderausstellung im Martin-von-Wagner-Museum

    Der römische Kaiser Titus war nicht lange an der Macht: Er regierte nur von 79 nach Christi Geburt bis zu seinem Tod im Jahr 81. In dieser kurzen Zeit hatte er es mit einer dichten Folge von Katastrophen zu tun: Dem verheerenden Ausbruch des Vesuv, der die Städte Pompeji und Herculaneum unter Lava und Schlamm begrub, folgten in Rom zuerst eine Feuersbrunst, dann eine Seuche.

    Bildnis des Kaisers TitusVor seinem Amtsantritt stand Titus seinem Vater, dem Kaiser Vespasian, treu ergeben zur Seite. In einer geschickten Rollenaufteilung war er der „Mann fürs Grobe“: Mit menschenverachtender Härte schlug er unter anderem im Jahr 70 den Aufstand in Judäa nieder. Dennoch pries man ihn später wegen seiner Milde (Clementia) und nannte ihn „eine Freude für die Menschheit“. In seiner Titus-Biographie schrieb Sueton im zweiten Jahrhundert: „Als sich Titus einmal bei Tisch erinnerte, dass er während des ganzen Tages niemandem einen Wunsch erfüllt habe, sprach er das denkwürdige, zu Recht gepriesene Wort »Freunde, ich habe einen Tag verloren!«“

    Mit Titus befasst sich eine neue Sonderausstellung, die von 9. Juni bis 17. September im Martin-von-Wagner-Museum der Uni Würzburg zu sehen ist. Sie wird gefördert von den „amicae artis“ und der Wilhelm H. Ruchti-Stiftung (aus dem Margarete Gundlach-Fonds). Die Schau ist Teil einer gemeinsamen Initiative des Museums und des Mainfranken-Theaters Würzburg: Sie wurde anlässlich der Aufführung von Mozarts letzter Oper „La clemenza di Tito“ im Theater realisiert. Die städtische Bühne spielt dieses Werk erstmals am 30. Juni als Beitrag zum Würzburger Mozartfest 2007 und behält es dann für 2007/08 auf dem Spielplan.

    Lesung, Matinée und Vorträge

    Zum Beginn der Ausstellung liest Irma Wehgartner am Samstag, 9. Juni, um 17.00 Uhr in der Antikenabteilung des Museums Texte antiker Autoren zum Thema „Kaiser Titus, der Untergang Pompejis und die Zerstörung Jerusalems“. Am Sonntag, 24. Juni, findet dann um 11.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz sowie in den Ausstellungsräumen eine Matinée statt.

    Über Mozarts Oper „La clemenza di Tito“ wird zudem eine Vortragsreihe angeboten. Die folgenden zwei Referate laufen jeweils um 11.00 Uhr im oberen Foyer des Mainfranken-Theaters:

    • Sonntag, 1. Juli: Der Komponist Manfred Trojahn (Düsseldorf) im Gespräch mit Prof. Hans-Joachim Wagner (Köln) über seine Neukomposition der Rezitative zu Mozarts ›La clemenza di Tito‹
    • Sonntag, 8. Juli: Prof. Ulrich Sinn, Würzburg: Regentschaft im Zeichen von Katastrophen: Person und Wirken des Titus im Licht der archäologischen Zeugnisse

    Diese Vorträge finden ab Herbst dann jeweils um 20.00 Uhr in den Kammerspielen des Theaters statt:

    • Dienstag, 6. November: Prof. Ulrich Konrad, Würzburg: „ridotta á vera opera“. Mozarts ›La clemenza di Tito‹ zwischen Konvention und Erneuerung
    • Dienstag, 20. November: Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Beste, Rom: Das Colosseum – Baugeschichte und Geschehen im größten Amphitheater der antiken Welt
    • Dienstag, 11. November: Dr. Natascha Sojc, Würzburg: Wo residierten die Kaiser? Zur Baugeschichte des Palatin unter Titus
    • Dienstag, 8. Januar: Dr. Helga Lühning, Bonn: ›La clemenza di Tito‹ vor Mozart: Titus-Vertonungen im 18. Jahrhundert.
    • Dienstag, 29. Januar: Prof. Laurenz Lütteken, Zürich: Mozarts ›La clemenza di Tito‹ im Spannungsfeld zwischen Herrscherlob und Aufklärung
    • Dienstag, 12. Februar: Prof. Peter Baumgart, Würzburg: Mozarts ›La clemenza di Tito‹ und die politische Situation um 1790
    • Dienstag, 19. Februar: Prof. Karlheinz Dietz, Würzburg: Wie milde war Titus? – Der Blick des Historikers auf das Wirken des Titus
    • Dienstag, 11. März: Prof. Alois Winterling, Freiburg i.Br.: Der römische Kaiser als Freund und Patron

    „’Freunde, ich habe einen Tag verloren!’ Rom zur Zeit des Kaisers Titus“ – Sonderausstellung in der Antikenabteilung des Martin-von-Wagner-Museums der Universität Würzburg im Südflügel der Residenz.

    Besondere Öffnungszeiten während des Mozartfestes vom 8. Juni bis 8. Juli: Dienstag bis Sonntag 9.30 – 19.30 Uhr, Montag 14.00 – 19.30 Uhr. Nach dem Mozartfest wird die Ausstellung noch bis 17. September gezeigt. Dann gelten diese Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 9.30 – 17.00 Uhr, Sonntag 9:30 – 13.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

    Kontakt: T (0931) 31-2866 oder 31-2282, Kasse (0931) 31-2288, Fax (0931) 31-2507, museum.ant@mail.uni-wuerzburg.de

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    Damit gebrochene Knochen schneller heilen

    Halbe Million Euro für Würzburger Osteoporose-Forscher

    Die Behandlung von Knochenbrüchen bei Patienten mit Osteoporose soll in Zukunft besser werden. Dieses Ziel hat sich eine neue überregionale Forschergruppe gesetzt, deren Einrichtung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun bewilligt hat. Aus der Uni Würzburg ist die Arbeitsgruppe von Professor Franz Jakob daran beteiligt.

    Die Forschergruppe ist auf sechs Jahre angelegt, wobei sie sich nach drei Jahren einer Zwischenbegutachtung zu unterziehen hat. Die Würzburger haben für das Vorhaben Stellen für zwei Wissenschaftler und eine Technische Assistenz genehmigt bekommen. Insgesamt fördert die DFG das Würzburger Team in den kommenden drei Jahren mit rund einer halben Million Euro.

    Die Heilung von Knochenbrüchen ist bei Patienten mit einer Osteoporose gestört und verzögert. Falls die Brüche operiert werden müssen, können die notwendigen Implantate häufig nur schwierig in dem brüchigen Knochengewebe befestigt werden: „Darum haben die derart versorgten Frakturen nicht die nötige Anfangsstabilität, um eine schnelle Mobilisierung und Rehabilitation zu gewährleisten“, erklärt Professor Jakob.

    Patienten mit Osteoporose sind aufgrund ihrer Krankheit ohnehin schon in ihrer Mobilität eingeschränkt und können sich auch nicht mehr vollständig selbst versorgen. Wenn dann ein Knochenbruch dazukommt, der die Betroffenen noch unbeweglicher macht, verschärft sich ihre Lage deutlich. Nicht selten kommen weitere Komplikationen hinzu, die sich aus der Notwendigkeit der Krankenhauseinweisung und der folgenden Bettlägerigkeit entwickeln.

    Das Ziel der DFG-Forschergruppe ist es darum, die molekularen und zellulären Mechanismen der gestörten Knochenheilung zu erfassen. Mit diesem zusätzlichen Wissen sollen dann neue therapeutische Möglichkeiten und Strategien entwickelt werden, mit denen sich die Heilung beschleunigen und die Stabilisierung des Knochens operativ verbessern lässt.

    Gruppenfoto der an der Forschergruppe beteiligten Wissenschaftler

    Das Konsortium der neuen Forschergruppe bei der Begutachtung durch die DFG. Die beteiligten Würzburger Wissenschaftler Forscher sind Dr. Regina Ebert (dritte von links), Dr. Lothar Seefried (vierter von links) und Prof. Dr. Franz Jakob (fünfter von links). Foto: privat

    Das Konsortium setzt sich zusammen aus vier Arbeitsgruppen aus den Universitäten Ulm, Hamburg, München und Würzburg. Ihre Fähigkeiten ergänzen sich in idealer Weise: Die Gruppe des Sprechers, Professor Lutz Claes, vom Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik in Ulm befasst sich seit Jahren mit der Biomechanik bei der Heilung von Knochenbrüchen und bringt von daher die Kompetenz für die Entwicklung neuer operativer Verfahren mit. Die Hamburger Forscher um Professor Michael Amling von der Unfallchirurgischen Klinik sind Spezialisten für die Genetik der Osteoporose am Maus-Modell. Sie können wichtige Beiträge zu den zellbiologischen Mechanismen liefern, die bei der Osteoporose gestört sind.

    Das Münchener Team setzt sich zusammen aus Wissenschaftlern der Chirurgischen Klinik der Universität unter der Leitung von Professor Wolf Mutschler und aus Forschern vom Institut für molekulare Tierzucht und Biotechnologie unter der Leitung von Professor Eckhard Wolf. In diesem Institut wurden Methoden zur Klonierung von Großtieren erarbeitet. Darum gibt es dort die Möglichkeit, Modelle für osteoporotische Brüche zu entwickeln und operative Verfahren zu testen. Dazu Professor Jakob: „Wenn neue chirurgische Methoden gefunden werden müssen, ist aus technischen Gründen die Erprobung an großen Tieren wie zum Beispiel Schweinen unverzichtbar, bevor man die Verfahren am Menschen anwendet. Die Klonierung der Tiere ermöglicht kontrollierte Verhältnisse, und die gleichmäßige Zusammensetzung der Tierversuchsgruppen hilft sicherlich dabei, die Anzahl von Tierversuchen auf diesem Gebiet zu begrenzen.“

    Die Würzburger Arbeitsgruppe aus dem Orthopädischen Zentrum für Muskuloskelettale Forschung beschäftigt sich mit den Defekten, die bei Menschen mit Osteoporose an den so genannten mesenchymalen Stammzellen auftreten. „Diese Stammzellen sind die Quelle der Regenerations- und Heilungskapazität des Knochens, so dass man aus ihrer Charakterisierung im Vergleich zu gesunden Stammzellen eine Identifikation der Defizite erwarten kann, die bei der Osteoporose vorliegen“, erklärt der Professor. Die Würzburger arbeiten eng mit den Hamburgern zusammen, um deren an Mäusen gewonnene Ergebnisse mit den Verhältnissen bei menschlichen Stammzellen zu vergleichen. So wollen die Forscher möglichst wichtige zellbiologische Veränderungen herausgreifen und sie auf ihre therapeutische Verwertbarkeit hin untersuchen.

    Das Orthopädische Zentrum für Muskuloskelettale Forschung arbeitet in der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus des Bezirks Unterfranken. Leiter der Klinik ist Professor Jochen Eulert, der zugleich den Lehrstuhl für Orthopädie der Universität innehat. Leiter des Zentrums ist Professor Jakob. Seine Arbeitsgruppe wird großzügig unterstützt vom Bezirk, der die Räume zur Verfügung stellt und für die Grundausstattung der Forscher aufkommt.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Franz Jakob, Zentrum für Muskuloskelettale Forschung, T (0931) 803-1581, f-jakob.klh@mail.uni-wuerzburg.de

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    Europa und der Mittelstand

    Juristische Fakultät veranstaltet ihre 13. Europarechtstage

    Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Über 90 Prozent aller europäischen Unternehmen zählen zu diesem Sektor, der insgesamt etwa zwei Drittel aller Arbeitsplätze stellt. „Dennoch vernachlässigt die europäische Rechtspolitik allzu oft die berechtigten Wünsche und Forderungen des Mittelstandes“, sagt Jura-Professor Christoph Teichmann von der Uni Würzburg: Zahlreiche Normen des Arbeits- und Wirtschaftsrechts seien spezifisch auf Großunternehmen zugeschnitten oder zumindest von diesen leichter zu verkraften als von den kleineren Unternehmen.

    Die Würzburger Juristische Fakultät widmet sich daher mit ihren diesjährigen Europarechtstagen dem Thema „Europa und der Mittelstand“. Renommierte Referenten aus Wissenschaft und Praxis werden am Freitag und Samstag, 15. und 16. Juni, in der Neubaukirche über das europäische Arbeits-, Bilanz-, Gesellschafts- und Kartellrecht aus Sicht der kleinen und mittleren Unternehmen vortragen. Für Fragen und Diskussionsbeiträge der traditionell zahlreichen studentischen Zuhörer soll dabei ausreichend Zeit bleiben.

    Über das europäische Kartellrecht referiert Professor Rainer Bechtold, Rechtsanwalt in Stuttgart und Honorarprofessor der Juristischen Fakultät Würzburg. Professor Peter Hommelhoff, Rektor der Universität Heidelberg, stellt aktuelle Entwicklungen im europäischen Bilanzrecht vor. Aus der Perspektive betroffener Unternehmen spricht Rechtsanwalt Jan Dannenbring vom Zentralverband des Deutschen Handwerkes (Berlin), der sich in seinem Vortrag mit den europäischen Herausforderungen an das Arbeitsrecht befasst.

    Der Frage, ob und inwieweit der Mittelstand im europäischen Arbeitsrecht eines besonderen Schutzes bedarf, geht dann Privatdozent Achim Seifert von der Universität Frankfurt nach. Die vom Mittelstand seit langem geforderte Rechtsform einer „Europa-GmbH“ wird Notar Oliver Vossius aus München behandeln, der hierzu kürzlich einen viel beachteten Gesetzesvorschlag unterbreitet hat. Auch Rechtsanwalt Miroslaw Cejmer aus Krakau (Polen) widmet sich diesem Thema und erläutert, inwieweit sich gerade Unternehmen aus den Beitrittsstaaten Vorteile von einer „Europa-GmbH“ versprechen.

    Die Teilnahme an den Europarechtstagen ist kostenlos und steht Wissenschaftlern und Studierenden aller Fakultäten ebenso offen wie Rechtsberatern und Unternehmensjuristen. Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um eine Anmeldung. Anmeldeformular und weitere Tagungsinformationen finden sich auf der Website der Juristischen Fakultät:

    https://www.jura.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/teichmann/europarechtstage/europarechtstage_2007/

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    Bienenforscher im Fernsehen

    Die Bienenforscher vom Biozentrum der Uni Würzburg haben an einer Fernsehsendung mitgewirkt, die nach bereits drei Ausstrahlungen nun noch einmal am Freitag, 8. Juni, um 14.00 Uhr auf 3sat läuft: „System Biene – Faszinierende Erkenntnisse über ein fleißiges Volk“. Doch auch um beängstigende Erkenntnisse geht es in der Sendung: Im Frühjahr wurde gemeldet, dass etwa 70 Prozent der Bienen in den USA spurlos verschwunden sind. Die Ursache dafür ist bislang unbekannt. Die erwachsenen Bienen hatten den Stock mitsamt der Brut und dem Honig verlassen; tote Schwärme wurden in der näheren Umgebung nicht gefunden. Die TV-Sendung richtet den Blick aber auch auf neue soziobiologische Erkenntnisse aus dem Würzburger Biozentrum, zum Beispiel wie sich ein Bienenvolk selbst organisiert oder welche kognitiven Fähigkeiten die Tiere haben. Einer der Gäste in der Sendung ist der Würzburger Bienenforscher Jürgen Tautz. Der Kontakt zu dem Fernsehteam hatte für die Bienenstation der Universität übrigens einen angenehmen Nebeneffekt: „Das ZDF kauft für seine Kantine jetzt Honig von uns“, freut sich Professor Tautz. Mehr Informationen zur Sendung unter http://www.3sat.de/delta/index.html

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    Per Internet durch die Unibibliothek

    Virtueller Rundgang hilft bei der Orientierung

    Ausschnitt eines Screenshots von der Homepage der UnibibliothekLiteratur und Information auf vier Stockwerken, Regalmeter an Regalmeter, PCs, Kopierer, Scanner, Drucker – und überhaupt: Wo ist hier das Klo? Für Studienanfänger oder Gelegenheitsnutzer der Universitätsbibliothek (UB) ist es oft gar nicht so einfach, sich in der Bücherburg am Hubland zurechtzufinden. Mit VirtuBib, dem virtuellen Rundgang auf der Homepage der UB, können sich Interessierte jetzt aber schon vor ihrem ersten Besuch über die Einrichtungen und Serviceangebote der Bibliothek informieren und sich in den Lesesälen orientieren.

    Anhand von Etagenplänen, die über eine Aufzugssymbolik einzeln anwählbar sind, kann man sich durch die Stockwerke der UB klicken und an besonderen Blickpunkten über 360-Grad-Panoramen einen Eindruck von den Räumlichkeiten erhalten. Ein weiterer Klick auf die kleinen Info-Banner in den Panoramen liefert Nutzungshinweise zu einzelnen Beständen, Bestell- und Ausleihmöglichkeiten und Tipps zur Benutzung technischer Hilfsmittel, vom Kopierer bis zum WLAN-Zugang für das eigene Laptop. Wer es systematischer mag, findet im linken Navigationsframe alle Informationen noch einmal sachlich geordnet in Textform; per Link kommt man von der Textinformation wieder zurück zum relevanten Ort im virtuellen Rundgang, wo man das beschriebene Angebot in der UB finden kann.

    Als elektronischer Wegweiser kann VirtuBib gewiss nicht ausführliche Einführungsveranstaltungen ersetzen, die die UB für viele Bereiche ihres Leistungsspektrums zusätzlich anbietet. Ebenso wenig lässt sich die schlafwandlerische Sicherheit, mit der sich erfahrene Bibliotheksprofis zwischen den Regalen bewegen, über den Bildschirm erwerben. Der virtuelle Bibliotheksrundgang hilft aber Neueinsteigern und Neugierigen, sich einen ersten Überblick über die Bibliothek und ihren Service zu verschaffen, ohne Hemmschwellen überwinden zu müssen, bequem von zu Hause aus.

    Das kleine Programm, das aus studentischen Projektpraktika am Lehrstuhl für Informatik II bei Professor Jürgen Albert erwachsen ist, hilft auch, Auskunftsgespräche an der Info-Theke der UB anschaulicher zu gestalten. Dort erhalten täglich Bibliotheksbenutzer in großer Zahl individuelle Hilfe zu ihren persönlichen Informationswünschen.

    Zum virtuellen Rundgang:
    www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/verschiedenes/virtubib/rundgang/

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    Verdienste um den Behindertensport

    Peter Kapustin wird 65 Jahre alt

    Seit inzwischen 27 Jahren leitet Professor Peter Kapustin das Institut für Sportwissenschaft der Uni Würzburg. Am Sonntag, 10. Juni, feiert er nun seinen 65. Geburtstag.

    Peter Kapustin wurde 1942 in Insterburg in Ostpreußen geboren. Nach der Schulzeit in Erding in München studierte er ab 1961 Sport, Chemie und Biologie für das Lehramt an Gymnasien. Es folgte das Referendariat an zwei Augsburger Gymnasien. Danach war er vier Jahre lang als Dozent an der Bayerischen Sportakademie tätig, dann als Ausbildungleiter am Sportzentrum der Uni Augsburg. 1973 wechselte er als Abteilungsleiter an den Lehrstuhl Sportpädagogik der Technischen Uni München. In dieser Funktion blieb er bis zu seinem Wechsel an die Uni Würzburg 1980. Hier übernahm er dann den Lehrstuhl für Sportwissenschaft und die Leitung des Sportzentrums.

    Ein Schwerpunkt, mit dem er in den vergangenen Jahren immer wieder auf das Würzburger Sportinstitut aufmerksam machte, war das Thema „Sport für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen“. Unter anderem engagierte sich Kapustin bei der Entwicklung von Sport-Lehrplänen für Sonderschulen oder in Sachen Bewegungserziehung in Werkstätten für Behinderte.

    Am Herzen liegt ihm auch die Integration durch Sport: Seit 1984 organisierte das Institut unter seiner Leitung insgesamt 24 Mal das Spiel- und Sportfest „Mein Olympia“ mit jeweils über 4.000 Teilnehmern. Auf dieser Veranstaltung können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung gemeinsam sportlich betätigen. 1987 gründete er den Familiensportclub der Lebenshilfe Würzburg, 1991 hob er den Verein „Special Olympics Deutschland“ aus der Taufe, dessen Präsident er bis 2005 war und dem er heute als Ehrenpräsident angehört.

    Kapustin, der als junger Mann Leichtathletik trieb, wirkte früher in vielen Bereichen des Breitensports als Übungsleiter. Stets war er auch in Vereinen und Verbänden aktiv – unter anderem ab 1988 als Vizepräsident des Bayerischen Landessportverbandes, von 1992 bis 2004 dann als dessen Präsident. Der Professor, der in Taufkirchen in Südbayern lebt, war zudem von 1994 bis 2004 Vizepräsident des Deutschen Sportbundes und von 1996 bis 2006 Mitglied der Kommission „Sport for All“ des Internationalen Olympischen Komitees. Er hat zahlreiche Ehrungen erhalten, unter anderem die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste, das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und die Welt-Sport-Trophy „Sport für Alle“ des Europäischen Betriebssportverbandes.

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    Spurensuche in Schweinfurt

    Mit der Geschichte der Katholiken und der katholischen Kirche in der bis 1803 evangelischen freien Reichsstadt Schweinfurt befasst sich ein neues Buch. Es ist in der Reihe der Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schweinfurt erschienen und enthält 14 Beiträge. Diese beruhen auf öffentlichen Vorträgen, die bei Gedenkveranstaltungen im Herbst 2006 gehalten wurden. Sie erhellen ein großes Feld Schweinfurter Kultur- und Sozialgeschichte vom 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Etliche Beiträge gehen auf Historiker der Universität Würzburg zurück, auf die Professoren Wolfgang Weiß und Wolfgang Altgeld. Von ihren Mitarbeitern stammen die Untersuchungen zur „Deutschkatholischen Gemeinde“ Mitte des 19. Jahrhunderts (Christoph Weißmann), zum Kulturkampf in Schweinfurt (Maria Bader), zur Biographie des populären Pfarrers Anton Niedermayer (Katrin Schwarz) sowie zur Abfolge aller Pfarrer und Kapläne seit 1806 (Florian Herzog). Professor Weiß hat zudem die ersten Jahrzehnte des kirchlichen Lebens untersucht.

    Erich Schneider/Uwe Müller (Hg.): „Spurensuche. 1806-2006. 200 Jahre Pfarrei Heilig Geist. 200 Jahre Katholiken in Schweinfurt.“ Reimund Maier Verlag, Schweinfurt 2007, 334 Seiten, 124 farbige Fotos, 17,80 Euro, ISBN 978-3-926300-57-7.

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    Stabsübergabe im BioMed/ZmK-Zentrum

    Im Würzburger Innovations- und Gründerzentrum BioMed/ZmK hat am 1. Mai Dr. Gerald Böhm die Leitung des Bereichs Life Sciences und Informationstechnologien übernommen. Er folgt in dieser Position Dr. Peter Vorstheim nach, der in der pharmazeutischen Industrie eine Aufgabe im Management übernommen hat.

    Gerald Böhm hat Biologie in Regensburg studiert und im Bereich der Physikalischen Biochemie und Bioinformatik promoviert. Anschließend war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Regensburg sowie am Institut für Biotechnologie der Universität Halle (Saale). In den vergangenen sieben Jahren war er dann Vorstand bzw. Vorstandsvorsitzender eines Biotechnologie-Unternehmens.

    Die Erfahrungen aus dieser Zeit will er nun in die Betreuung und Beratung junger sowie potenzieller neuer Unternehmen am Standort Würzburg einbringen. Kontakt: T (0931) 270-6294, Fax (0931) 299-8894, Mobil (0177) 685-0009, gerald.boehm@igz.wuerzburg.de

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    Shell-Preis für Wissenschaftlerinnen

    Mit dem Shell She Study Award zeichnet das Unternehmen Shell Wissenschaftlerinnen für herausragende Arbeiten rund um die Themen Mineralöl, Erdgas, Chemie und erneuerbare Energien aus. Bis 15. Oktober können sich Studentinnen, Hochschulabsolventinnen und Doktorandinnen mit ihren Diplom-, Master- oder Studienarbeiten sowie mit Dissertationen aus technischen, naturwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen bewerben. Die Arbeit sollte nicht älter als zwei Jahre sein und muss noch vor dem 31. Juli fertig werden. Für die besten Arbeiten gibt es Prämien: 1. Preis 5.000 Euro, 2. Preis 2.500 Euro, 3. Preis 1.000 Euro, 4. bis 6. Platz je500 Euro. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen sind im Internet hier zu finden: www.shell-she-study-award.de

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    Personalia

    Dr. Thomas Trefzger wurde mit Wirkung vom 01.06.2007 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Universitätsprofessor für Didaktik der Physik an der Universität Würzburg ernannt.

    Prof. Dr. Christian Klingenberg, Institut für Mathematik, wurde eine Freistellung für Forschung im Wintersemester 2007/08 bewilligt.

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