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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


    Ausgabe 20 vom 22. Mai 2007


    Prima Psychologen, gute Germanisten

    Sehr gut schneiden die Germanisten und Psychologen der Uni Würzburg in der neuen Ausgabe des Rankings vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ab. Beide Fächer bekommen damit ihre hervorragende Position in der deutschen Forschungslandschaft bestätigt, die ihnen bereits in früheren Rankings zugewiesen wurde.

    Das CHE hat über 250 Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe genommen. Die Gütersloher Experten bewerten jedes Jahr rund ein Drittel der Fächer neu. Diesmal waren Anglistik/Amerikanistik, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Geschichte, Maschinenbau, Psychologie und Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen an der Reihe. Neu mit aufgenommen wurde die Romanistik.

    Die Würzburger Germanisten finden sich mit den beiden Kriterien „Promotionen pro Professor“ (ein Hinweis auf die Intensität, mit der Nachwuchswissenschaftler ausgebildet werden) und „Bibliotheksausstattung“ in der Spitzengruppe der untersuchten Hochschulen. Bei den restlichen drei Merkmalen „Studiensituation insgesamt“, „Betreuung“ und „Forschungsreputation“ belegen sie Plätze im Mittelfeld.

    Auf Platz eins im bundesweiten Vergleich liegen die Würzburger Psychologen bei den eingeworbenen Drittmitteln. Jeder von ihnen hat im Erhebungszeitraum durchschnittlich 81.500 Euro für seine Forschungen an die Universität geholt. Spitze sind die Psychologen auch bei den Punkten „wissenschaftliche Veröffentlichungen“ und „Studiensituation insgesamt“. Bei letzterem haben sie im Vergleich zum vorangegangenen CHE-Ranking den Aufstieg vom Mittelfeld in die Spitzengruppe geschafft. In der Mitte bewegen sie sich bei den drei restlichen Bewertungskriterien „Betreuung“, „Berufsbezug“ und „Forschungsreputation“.

    Bei den diesmal gerankten Fächern ist die Uni Würzburg außerdem noch mit Anglistik/Amerikanistik, Erziehungswissenschaft, Geschichte und Romanistik vertreten. Die Würzburger Experten für das Englische finden sich drei Mal im Mittelfeld (Betreuung, Bibliotheksausstattung, Forschungsreputation). Die Erziehungswissenschaftler und Historiker liegen in Sachen Bibliotheksausstattung in der Spitzengruppe.

    Alle diese Fächer können sich auf verschiedenen Gebieten noch steigern – unter anderem auch in der Bereitschaft, bei den diversen Hochschulrankings mitzumachen. So scheinen zum Beispiel in ganz Deutschland die Historiker keine allzu große Liebe zu Rankings zu hegen, denn bei ihnen finden sich im CHE-Ranking viele graue Punkte – „nicht gerankt“ heißt das, weil keine Daten zur Verfügung gestellt wurden.

    Im CHE-Ranking hat die Uni Würzburg in den vergangenen Jahren auch in anderen Fachbereichen, die diesmal nicht neu gerankt wurden, immer wieder sehr gut abgeschnitten. Plätze in den Spitzengruppen belegen dabei – im Bereich Lehre – Biologie, Geographie, Informatik, Jura, Medizin und Zahnmedizin. Im Bereich Forschung ganz vorne mit dabei sind Biologie, Chemie, Mathematik, Medizin und Physik.

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    Wie aus Besatzern Freunde wurden

    Überall auf der Welt, wo US-amerikanisches Militär stationiert ist, finden sich Schulen für die Kinder der Militärangehörigen. Auch in Würzburg gibt es bereits seit 1946 solche Einrichtungen, an denen neben amerikanischen Lehrern einheimische Lehrkräfte den Schülern Kenntnisse der Landessprache und –kultur vermitteln. Mit der Geschichte dieser Schulen beschäftigt sich Simone Gutwerk in ihrer Doktorarbeit. Zum Quellenstudium reiste die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik der Universität Würzburg nach Kansas.

    Wenn im Herbst 2008 die US-amerikanischen Truppen Würzburg verlassen, endet auch ein Kapitel lokaler Schulgeschichte mit einer mehr als 50-jährigen Tradition. 1946 hatte das Militär die erste Grundschule für die Kinder der hier stationierten Soldaten eröffnet. Untergebracht war sie damals im Gebäude der heutigen Goethe-Schule. Wegen der stetig steigenden Schülerzahlen war ein Umzug bald notwendig. 1951 nahmen auf dem Gelände der Leighton Barracks drei Schulen (Elementary, Middle und High School) den Betrieb auf. Bis vor einigen Jahren wurden hier zeitweise bis zu 2000 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Mit dem Aus für den hiesigen Truppenstandort endet auch für Würzburg eine Besonderheit, die allen Schulen weltweit gemeinsam ist:  Innerhalb eines so genannten „Host Nation Programs“ organisieren sie Kontakte zwischen amerikanischen und einheimischen Kindern und Jugendlichen.

    „Es ist ein sehr ungewöhnliches Schulsystem, das im Jahr 1946 für US-amerikanische Schüler in Deutschland gegründet wurde“, erzählt Simone Gutwerk. Die Grundschulpädagogin erforscht zurzeit im Rahmen ihrer Doktorarbeit die Geschichte dieses Schulsystems. Sein Ursprung liegt kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als US-amerikanische Schulen für Kinder von Militärangehörigen in Deutschland und Japan gegründet wurden. Heute breitet es sich auf dem gesamten Globus aus – eben überall dort, wo Truppen stationiert sind. Seine Verwaltung liegt beim Verteidigungsministerium, was auch den Namen des Schulsystems erklärt: Department of Defense Dependent Schools (DoDDS).

    Vor allem zwei Besonderheiten zeichnen das System aus: „Es ist zum einen ein lokal offenes und äußerst flexibles Schulsystem; zum anderen beinhaltet es in seinem Lehrplan ein für Amerika recht ungewöhnliches Schulfach: das Host Nation Program“, erklärt Simone Gutwerk. Ziel des Programms sei es, „amerikanischen Schülern die jeweilige Umgebungskultur - Host Nation -  nahe zu bringen“. Dies gelte sowohl für die amerikanischen Klassenlehrkräfte, die ihre Unterrichtsinhalte auf kulturelle Gegebenheiten abstimmen, wie auch für die muttersprachlichen Fachlehrkräfte, die den Kindern in einem eigenen Schulfach die Kultur und Sprache der Host Nation vermitteln. Im Falle der hiesigen Schulen sind dies also deutsche Lehrkräfte, die an allen 35 in Deutschland noch bestehenden Grundschulen unterrichten.

    „Überraschend ist, dass das „Host Nation Program“ bereits in der Gründungsphase eingerichtet wurde. Kultur und Sprache wurden also bereits in jener Zeit von deutschen Lehrkräften unterrichtet, als die Host Nation kurz zuvor noch ein Kriegsgegner, “the mortal enemy“, gewesen war“, sagt Simone Gutwerk. Die Intention der amerikanischen Bildungsadministration war damit klar: „Since we are uninvited ‚guests’ in this land let us first explore the possibilities of creating good will, understanding and co-operation with its people, of commanding their respect for us and for our democratic ideals”, heißt es dazu in den Akten der Militärregierung am 1. Januar 1946.

    Auch wenn die europäische Schuladministration in Deutschland lokalisiert ist, musste die Doktorandin zum Quellenstudium weit reisen. Aktenbestände zur Geschichte des Schulsystems existieren nur noch in den USA, daher unternahm Gutwerk eine Studienreise nach Wichita, Kansas, um dort das American Overseas Schools Historical Archive aufzusuchen. Den nicht ganz billigen Studienaufenthalt unterstützte die Jubiläumsstiftung der Universität Würzburg.

    15 Pfund kopiertes Archivmaterial sind Ergebnis der Recherche. Zu Tage kamen offizielle Dokumente und Berichte der damaligen Militärregierung, die auch das Schulwesen betreute. Zudem fand Gutwerk Unterrichtsmaterialien, Tagebücher, Fotos und Stoffverteilungspläne, die die Konzeption des Sprach- und Kulturprogramms der ersten amerikanischen Schulen in Deutschland offen legen.

    „Die Daten geben, soweit ausgewertet, Hinweis darauf, dass neben einem grundlegenden Sprachunterricht intensive Kontakte zur deutschen Umgebungskultur initiiert wurden“, berichtet Simone Gutwerk. Dies gelte zum einen auf unterrichtlicher Ebene, indem bereits in den Anfangsjahren Schulpartnerschaften mit deutschen Klassen gegründet und gemeinsame Ausflüge oder Sportveranstaltungen geplant wurden. Sie fanden aber auch auf schuladministrativer Ebene statt, indem die Koordinatoren des Programms im Pentagon Beratung und Unterstützung von deutscher Seite suchten, zum Beispiel beim Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt.

    Bis alle Daten ausgewertet sind, wird es noch ein wenig dauern. Ende 2010 will Simone Gutwerk ihre Doktorarbeit beendet haben. Dann kann jeder Interessierte die Geschichte eines ungewöhnlichen Schulprogramms nachlesen.

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    Ehrung für Oliver Smithies

    Mit der Rudolf-Virchow-Vortragsreihe zeichnet die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg hochkarätige Wissenschaftler aus. Am Dienstag, 29. Mai, wird Oliver Smithies aus Chapel Hill (USA) geehrt: Er hält beim Biozentrums-Kolloquium einen öffentlichen Vortrag und nimmt dort die Virchow-Medaille in Empfang. Smithies referiert ab 17.15 Uhr im Hörsaal A 101 zum Thema „Mouse Solutions to Human Problems“.

    Oliver SmithiesSmithies ist ein Pionier auf dem Gebiet der homologen Rekombination. Mit dieser Methodik ist es möglich, Gene in einzelnen Zellen oder auch im Gesamtorganismus gezielt zu verändern. Sie wird unter anderem zur Herstellung transgener Mäuse genutzt. Weitaus weniger bekannt ist Oliver Smithies dagegen dafür, dass er zu Beginn der 1950er-Jahre die Methode der Stärke-Gel-Elektrophorese entwickelt hat. Sein Hauptarbeitsgebiet ist gegenwärtig die Etablierung von Mausmodellen für multifaktoriell bedingte Krankheiten, etwa für Diabetes und Bluthochdruck. Daneben entwickelt er Methoden weiter, die zukünftig den Einsatz von Stammzellen im Rahmen therapeutischer Anwendungen ermöglichen oder verbessern sollen.

    Oliver Smithies wurde 1925 in Halifax (England) geboren. Er studierte in Oxford zunächst Medizin und promovierte dort 1951 in Biochemie. Als Postdoktorand wechselte er an die Universität nach Wisconsin, anschließend war er von 1953 bis 1960 am Connaught-Laboratorium der Universität von Toronto tätig. Zwischen 1960 und 1987 war Smithies Professor für Genetik an der Universität von Wisconsin, 1988 wechselte er an die Universität von North Carolina nach Chapel Hill, wo er bis heute aktiv im Labor tätig ist.

    Für seine herausragenden Arbeiten hat Smithies zahlreiche Ehrungen und Preise erhalten, darunter den Albert Lasker Basic Medical Research Award (2001, zusammen mit Martin Evans und Mario Capecchi), den Gairdner Foundation International Award (1990 und 1993), den Massry Prize (2002), den Wolf Prize in Medicine (2003, zusammen mit Ralph L. Brinster und Mario Capecchi) und den March of Dimes Prize (2005, zusammen mit Mario Capecchi). Smithies war mehrere Jahre Präsident der amerikanischen Gesellschaft für Genetik und Mitglied des National Advisory Medical Sciences Council des NIH.

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    Kurzzeitbetreuung in der Zwergenstube

    Ab sofort ist das Spielzimmer Zwergenstube im Mensagebäude am Hubland geöffnet. Es steht vor allem Studierenden mit Kindern als Aufenthaltsraum, als Treffpunkt und zum Kennenlernen zur Verfügung. Insbesondere soll die Zwergenstube für die wechselseitige Kinderbetreuung zwischen studentischen Eltern genutzt werden.

    Ein Blick in die ZwergenstubeDarüber hinaus gibt es in dem Spielzimmer eine stundenweise Kurzzeitbetreuung für Kinder von Studierenden sowie Beschäftigten der Universität und des Klinikums. Dieses Angebot gilt, wenn die Regelbetreuung ausfällt oder zusätzlicher Betreuungsbedarf vorhanden ist, zum Beispiel weil die Eltern in die Vorlesung, zur Sprechstunde, in die Bibliothek oder ins Labor müssen.

    Lucia und Till testen mit ihrer Mama Ilka Mindt das Eröffnungsangebot der Zwergenstube. (Foto Georg Kaiser)

    Oder wenn der Kindergarten Ferien hat, die Tagesmutter krank ist, wenn Sitzungen außerhalb der Krippenöffnungszeiten anberaumt werden oder sonstige dringende Termine anstehen und dann niemand für das Kind da ist.

    Für solche Fälle bietet die Zwergenstube eine stundenweise Kurzzeitbetreuung für Kleinkinder bis zu einem Alter von sechs Jahren an. Unter der fachlichen Leitung einer ausgebildeten Erzieherin und mit Unterstützung von bis zu zwei Hilfskräften, Eltern oder Praktikantinnen können bis zu zwölf Kinder einen Spielplatz finden.

    Dieses Angebot versteht sich als Ergänzung zu einer regulären Betreuung in einer Krippe oder einem Kindergarten und kann nur stundenweise genutzt werden. Die maximale Betreuungszeit pro Kind beträgt in der Regel drei Stunden pro Tag und zehn Stunden in der Woche. Die Kosten belaufen sich auf 2,50 Euro pro Stunde für Studierende und 4,00 Euro pro Stunde für Beschäftigte. Die Vorlage des Studierendenausweises oder des Beschäftigungsnachweises ist erforderlich. Eine Voranmeldung für die Kurzzeitbetreuung ist unter der Telefonnummer 888-5822 oder per E-mail unter zwergenstube@uni-wuerzburg.de möglich.

    Zum internationalen Tag der Familie fand in der vergangenen Woche eine kleine Einweihungsfeier in der Zwergenstube im Beisein von Kanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen, Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und Sozialreferent Robert Scheller statt. Mit dabei waren auch Xenia Mohr und Irini Solakidou; sie vertraten das Möbelhaus Ikea, das die komplette Innenausstattung der Zwergenstube gesponsert hat.

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    Würzburger Studenten auf den ersten drei Plätzen

    Nationaler Wettbewerb für Chinesisch als Fremdsprache

    Beim nationalen Ausscheidungswettbewerb „Chinese Bridge“ in Freiburg haben Anfang Mai Studenten der Universität Würzburg die ersten drei Plätze belegt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Bildungsministerium der VR China.

    René Bernard, Sinologiestudent im 6. Fachsemester, hat gemeinsam mit einem Studenten der Universität Freiburg den ersten Platz errungen und wird als deutscher Vertreter zur internationalen Endausscheidung nach Peking reisen. Markus Distler und Dennis Chiu, Studenten der Wirtschaftswissenschaften und Absolventen des Studienelements „Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler“, haben den zweiten und dritten Platz belegt und Sachpreise erhalten.

    Nachdem im vergangenen Jahr bereits Klaus Küspert, Würzburger Student des Studiengangs „Modern China“, die Endausscheidung in Peking gewann, bestätigt dieser neuerliche Erfolg das überdurchschnittliche Engagement der Würzburger Studenten und die Qualität der Sprachausbildung im Chinesischen an der Universität Würzburg.

    Die Neugestaltung und Intensivierung der Sprachschulung im Rahmen des B.A. Studiengangs „Modern China“ sowie das bewährte Konzept des Sprachkurses „Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler“ ermöglichen die qualitativ hochwertige Erfüllung des Leistungsprofils. Beide Ausbildungsgänge sowie der integrierte Auslandsaufenthalt am European Centre for Chinese Studies (ECCS) an der Peking-Universität fördern das hervorragende Abschneiden der Studierenden bei nationalen und internationalen Sprachwettbewerben.

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    Personalia

    Prof. Dr. Helga de Wall, Institut für Geologie, wurde mit Wirkung vom 01.04.2007 an die Universität Erlangen-Nürnberg versetzt.

    Prof. Dr. Reinhard Neder, Institut für Mineralogie und Kristallstrukturlehre, wurde mit Wirkung vom 01.04.2007 an die Universität Erlangen-Nürnberg versetzt.

    Freistellungen für Forschung im Wintersemester 2007/08 wurden bewilligt:

    Prof. Dr. Monika A. Vernooij, Lehrstuhl für Sonderpädagogik I – Lernbehindertenpädagogik

    Prof. Dr. Margareta Götz, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik

    Prof. Dr. Christof Kerwer, Institut für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht

    Prof. Dr. Frank Zieschang, Institut für Strafrecht und Kriminologie

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