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    Hilfe! Wo liegt mein Wohnheim?

    17.07.2012

    Elisa Montini ist Italienerin, Erasmusstudentin in Würzburg und Praktikantin in der Pressestelle der Universität. Was liegt da näher, als sie damit zu beauftragen, Gaststudierende zu porträtieren? Für ihr erstes Interview hat sich Elisa in vertraute Gefilde begeben.

    Luisa Tonon und Giulia Ghirlanda, Erasmusstudentinnen aus Italien. (Foto: Elisa Montini)

    Luisa Tonon (l.) und Giulia Ghirlanda, Erasmusstudentinnen aus Italien. (Foto: Elisa Montini)

    Luisa Tonon und Giulia Ghirlanda stammen, wie Elisa, aus Italien. Im vergangenen Herbst sind sie als Erasmusstudentinnen nach Würzburg gekommen. Wie es ihnen hier gefällt und was sie erlebt haben, haben sie Elisa im Interview erzählt. Hier Elisas Bericht:

    Sie studieren beide in Verona: Luisa Tonon (22), die in Venedig zu Hause ist. Und Giulia Ghirlanda (23), die aus der Nähe von Verona stammt. Obwohl sie an der gleichen Universität eingeschrieben sind, waren sie früher nicht miteinander befreundet. Erst in Würzburg, wo sie an der Uni als Erasmusstudentinnen eingeschrieben sind, sind sie zu „echt guten Freundinnen“ geworden.

    Würzburg – eine tolle Stadt

    Wie ihnen Würzburg gefällt? Giulia sagt: „Hier in Würzburg gefällt mir das Leben sehr, man hat immer etwas zu tun, es gibt viel mehr Abwechslung als in meiner Heimat“. Beide finden: Würzburg ist eine tolle Stadt.

    Luisa und Giulia sind im vergangenen Herbst mit dem Erasmus-Programm nach Würzburg gekommen. Für Giulia war von Anfang an klar, dass sie nach Deutschland gehen würde: „Ich habe Deutsch im Gymnasium und in der Uni gelernt, hatte aber immer noch Schwierigkeiten mit der Sprache. Deshalb habe ich schon am Anfang meines Studiums zu meiner Mutter gesagt, dass ich Erasmusstudentin werden will.“

    Für Luisa war Deutschland nicht die erste Wahl: „Ich habe mich erst für England beworben“, sagt sie. Inzwischen sei sie jedoch froh darüber, dass sie keinen Platz in Cardiff und Leicester bekommen habe: „Ich will von Würzburg nicht mehr weg.“

    Erasmusstudierende – eine enge Gemeinschaft

    Giulia und Luisa fühlen sie sich in Würzburg wohl. Sie haben neue Freunde kennen gelernt und verbringen viel Zeit mit ihnen. Die meisten von ihnen sind ebenfalls Erasmusstudenten. „Das hat sich einfach so ergeben. Wir haben uns in den Deutsch-Kursen am Sprachenzentrum kennen gelernt und jetzt sind wir gute Freunde“, sagen sie. Weil alle aus unterschiedlichen Ländern stammen, gibt es bei jedem Treffen viel zu erzählen und zu vergleichen: Wie sieht es in deiner Heimat aus? Wie läuft dort das Studium? Wie geht es nach der Uni weiter?

    Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft, sind Erasmusstudierende eine enge Gemeinschaft: „Wir sind eine große Familie mit den gleichen Zielen: lernen und Prüfungen bestehen. Aber auf jeden Fall auch Party machen“, sagen Luisa und Giulia.

    Was hat sie überrascht, als sie nach Würzburg kamen? Was hatten sie so nicht erwartet? „An der Universität ist alles gut organisiert“, sagt Luisa. Damit hatte sie nicht gerechnet. Und: „Im Sprachenzentrum siezen die Professoren uns immer.“ „Für mich war die niedrige Anzahl der Teilnehmer in den Sprachkursen überraschend“, sagt Giulia. In Verona seien es immer mehr als 25 gewesen, so dass sie selten die Möglichkeit hatte, etwas zu sagen oder zu fragen. „Mit wenigen Leuten läuft alles besser“, findet sie.

    Ruhestörung – fliegende Bleistifte im Sprachkurs

    „Mein lustiges Erlebnis?“ Luisa denkt ein bisschen nach und fängt dann an zu lachen: „Ich war einmal mit einer meinen Freundinnen im Unterricht, und irgendjemanden hat mir einen Bleistift in den Kopf geworfen. Vielleicht haben wir zu laut gequatscht.“

    „Warum wohnt ihr im Wohnheim?“, frage ich. „Warum nicht?“, antwortet Giulia. Das Wohnheim sei für sie die günstigste Möglichkeit, in einer neuen und fremden Stadt unterzukommen. Wenn sie zuhause sei, fühle sie sich gut. Und fügt irritiert an: „Habe ich zuhause gesagt?“ Tatsächlich: In ihrem Zimmer im Haus Berlin fühlt sie sich mittlerweile wie zuhause. „Allein zu wohnen ist toll. Für mich ist es das erste Mal, dass ich ein Zimmer für mich alleine habe“, sagt sie. Allerdings fehle ihr manchmal jemanden, mit dem sie sprechen könne. Luisa lacht und sagt: „Ich wohne auch in einem Wohnheim, aber ich bin nicht allein. In Gebrunn gibt es nur 3er-WGs.“ Luisa hat sich vor allem deshalb für das Wohnheim entschieden, weil es dort vergleichsweise billig ist.

    Inzwischen haben sich die beiden gut in Würzburg eingelebt. Und solche Dinge wie am Anfang passieren ihnen schon lange nicht mehr: „Kurz nach meiner Ankunft konnte ich die Straße meines Wohnheims nicht finden. Netterweise hat mich ein Auto von einer Fahrschule dorthin begleitet. Immer wenn ich daran denke, muss ich noch heute lachen“, sagt Giulia. Aber diese Erfahrung habe ihr geholfen. „Jetzt fühle ich mich unabhängiger“, sagt sie.

     

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