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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg

    Brücken für den inklusiven Sachunterricht

    28.07.2015 | UNI & SCHULE
    Gruppenfoto der Studierenden, die im Rahmen der Lernwerkstatt das Brückenprojekt vorbereitet und mit einer inklusiven Schulklasse durchgeführt haben. (Foto: Liesa Gärtner)

    Gruppenfoto der Studierenden, die im Rahmen der Lernwerkstatt das Brückenprojekt vorbereitet und mit einer inklusiven Schulklasse durchgeführt haben. (Foto: Liesa Gärtner)

    Mit dem vielschichtigen Thema „Brücken“ befassten sich Schüler mit und ohne Förderbedarf bei einem Projekt am Wittelsbacherplatz. Studierende hatten die Vormittage geplant und selbstständig durchgeführt. Dabei konnten sie praxisnah Inklusion erleben.

    Das Schlagwort „Inklusion“ steht für das Ziel, Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam zu unterrichten. Diesen Aspekt des Bildungssystems können Lehramtsstudierende der Universität Würzburg praxisnah erleben – dank der regelmäßig stattfindenden Seminare und Projekte der Lernwerkstatt am Institut für Sonderpädagogik.

    Im Sommersemester 2015 bereiteten Studierende der Lehrämter Förderschule, Grundschule und Mittelschule mit Masterstudierenden der Sonderpädagogik das Sachunterrichtsthema „Brücken“ an neun Lehr-Lern-Stationen vor. Diese wurden dann an zwei Donnerstagen von den Schülern einer inklusiven Tandemklasse der zweiten Jahrgangsstufe der Heuchelhof-Grundschule durchlaufen.

    Brücken – mehr als Technik

    An den Stationen konnten die Kinder Brücken frei oder mit vorgefertigten Materialien bauen. Verschiedenen Brückentypen wie Bogenbrücken, Balkenbrücken oder Hängebrücken waren eigene Stationen gewidmet. Das Angebot drehte sich aber nicht nur um den technischen Aspekt. Im Bereich Deutsch ging es um Wortbrücken, zudem wurden Brücken auch als Verbindungen zwischen Menschen thematisiert.

    Einige Studierende begleiteten einzelne Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Sinne einer offenen, nichtteilnehmenden Beobachtung. So konnten sie einerseits die didaktische Wirksamkeit und Tragfähigkeit der Lernangebote beurteilen. Andererseits ließ sich feststellen, inwieweit es an den Stationen zu einer gemeinsamen Arbeit kommt.

    Das Projekt kam bei allen Beteiligten sehr gut an, so Walter Goschler, Dozent und Leiter der Lernwerkstatt: „Für die Schüler wurde ein wertvolles Angebot geschaffen, die Lehrkräfte konnten die Kinder beobachten, ohne selber in der Mitte des Geschehens zu stehen, und die Studierenden bekamen eine direkte Rückmeldung zur Qualität ihrer Lernangebote.“

    Meinungen von Beteiligten

    „Das Projekt stellt eine attraktive Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler dar, Interessantes zu entdecken und Zusammenhänge zu erkennen. Durch die Offenheit der Lernsituation werden die Zusammenarbeit der teilnehmenden Kinder, deren Kreativität und Problemlösekompetenz gefördert. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf ihrem individuellen Leistungsniveau ihren Teil zur Lösung der Aufgaben beitragen können.“ Philipp Kuchinke, Lehramt für Sonderpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, 6. Semester

    „Für den Sachunterricht in Grund- und Förderschulen, aber auch bei inklusivem Sachunterricht bietet die Lernwerkstatt eine hervorragende Möglichkeit, an Ideen und geeignetes Material zu gelangen. An den beiden Projektvormittagen, an denen Grundschüler, darunter auch Inklusionsschüler, unsere Stationen durchliefen, konnte man sehen, wie die didaktisch durchdachten und mit Hilfe von geeignetem Material der Lernwerkstatt ausgestatteten Stationen Zugänge für wirkliche alle Schüler boten.“ Tobias Robien, Lehramt Mittelschule, 5. Semester

    „Das Seminar erbrachte viele neue Einblicke, welche durch den Projektcharakter direkt und praxisnah ausprobiert werden konnten. Zu sehen, wie die im Seminar überlegten Stationen beim Zusammentreffen mit den Schülern tatsächlich die Wirkungen erzielten, welche im vornhinein geplant waren, war besser als jeder Leistungsnachweis.“ Lucas Kötter, Lehramt für Sonderpädagogik, Pädagogik bei Verhaltensstörungen, 8. Semester

    „Das Projekt war, denke ich, sowohl für die Kinder als auch für uns als Studenten eine große Bereicherung. Es war schön, die Schüler dabei zu erleben, wie sie mit Spaß und Ideenreichtum auf neue Erkenntnisse kamen. Meiner Meinung nach ist das eigene Ausprobieren und Experimentieren ein wichtiger und guter Bestandteil des Lernprozesses, was uns durch die Projekttage auch nochmal vor Augen geführt wurde.“ Wiebke Johannsmann, Lehramt Grundschule; 2. Semester

    Kontakt

    Walter Goschler, Lernwerkstatt des Instituts für Sonderpädagogik,
    T (0931) 31-89118, walter.goschler@uni-wuerzburg.de

    Zur Homepage der Lernwerkstatt

    http://www.lernwerkstatt.sonderpaedagogik.uni-wuerzburg.de/

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