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    CCTB: Summer School holt kluge Köpfe nach Würzburg

    10.10.2017 | CAMPUS

    Die Teilnehmer der CCTB-Summer-School 2017 und ihre Betreuer. (Foto: CCTB)

    Bildgebende Verfahren standen im Mittelpunkt einer internationalen Summer School am Center for Computational and Theoretical Biology (CCTB). Das Thema ist aktuell: Der Nobelpreis in Chemie geht 2017 an Pioniere aus diesem Bereich.

    „Bildverarbeitung und Modellierung komplexer Biologischer Dynamik“: So lautete das Thema einer Summer School, zu der das Center for Computational and Theoretical Biology (CCTB) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) vom 18. bis 22. September eingeladen hatte. Organisiert hatte das Treffen Philip Kollmannsberger, Juniorprofessor für Computergestützte Bildanalyse an der Fakultät für Biologie.

    „Das Thema ist in der Biologie hochaktuell, da die bildgebenden Verfahren derzeit vielen Neu- und Weiterentwicklungen unterliegen“, sagt Kollmannsberger. Dies zeige unter anderem die Tatsache, dass sowohl der Nobelpreis für Chemie im Jahr 2014 als auch der im Jahr 2017 für die Entwicklung von Methoden der hochauflösenden Mikroskopie vergeben wurden.

    Aber auch die Möglichkeit, biologische Systeme über einen längeren Zeitraum zu filmen oder dreidimensionale Bilder komplexer Strukturen aufzunehmen, biete Potential für neue Erkenntnisse, so der Juniorprofessor weiter. Seinen Worten nach ist der Einsatz mathematischer Modellierung und rechnergestützter Techniken essenziell, um relevante Informationen aus diesen Verfahren zu extrahieren – beispielsweise wenn es darum geht, Strukturen wie etwa Krebszellen in einem Gewebe zu erkennen und zu vermessen, die Bewegung von Zellen, beispielsweise in Entwicklungsprozessen, festzuhalten, oder Veränderungen in Geweben aufzuzeigen.

    Teilnehmer aus 18 Ländern

    Um Einblicke in diese Methoden zu erlangen, besuchten 23 Studierende aus allen Teilen der Welt das Würzburger CCTB auf dem Campus Hubland Nord. Die Teilnehmer aus insgesamt 18 Ländern wurden dabei durch einen Zuschuss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt, sodass sie nur die Anreise selbst finanzieren mussten.

    Seit Einrichtung des CCTB im Frühjahr 2016 war es bereits die vierte Sommerschule, die zu einem Thema der theoretischen Biologie veranstaltet wurde. Die Organisatoren konnten daher auf ein etabliertes und inzwischen sehr bewährtes Konzept zurückgreifen, welches drei Ziele verfolgt: Die Einführung in das Thema unter maximaler Einbeziehung der studentischen Teilnehmer; die Vernetzung der internationalen Studenten untereinander sowie die Vernetzung der Studierenden mit renommierten Wissenschaftlern auf dem Gebiet.

    Um diese Ziele zu erreichen, setzt das CCTB auf ein sehr abwechslungsreiches Programm. So wurden in der Summer School im September 2017 an den Vormittagen forschungsorientierte und didaktische Vorlesungen gehalten, während die Studierenden an den Nachmittagen selbst kleinere Projekte bearbeiteten. Unterstützt wurden die Organisatoren dabei von auf dem Gebiet erfahrenen Wissenschaftlern, wie Ulrich Schwarz (Heidelberg), Thilo Figge (Jena), Jens Elgeti (Jülich), Sabine Fischer und Franziska Matthäus (beide Frankfurt).

    Symposium zum Abschluss

    Ein wissenschaftliches Symposium stand am Ende der Summer School. Würzburger Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten präsentierten Forschungsthemen mit Bezug zur Bildverarbeitung. Auch hier zeigte sich, dass dieses Thema eine Rolle in vielen Bereichen spielt. Von der Strukturbestimmung einzelner Moleküle (Bettina Böttcher) über biomedizinische Themen (Katrin Heinze, Bernadette Hahn und Susanne Fenz) bis zu Veränderungen der Erdoberfläche (Martin Wegmann) erstreckten sich die Themen zu Herausforderungen der Bildverarbeitung.

    Höhepunkt der Sommerschule war allerdings, wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungen, die abschließende Vortragsrunde der jungen Teilnehmer. „Nachdem die Studierenden sich eine Woche intensiv mit dem gemeinsamen Thema auseinandergesetzt hatten, entwickelten sich während und nach den kurzen Vorträgen zum eigenen Forschungsthema intensive Diskussionen“, sagt Philip Kollmannsberger.

    Guten Ruf der Uni ausbauen

    Über die „deutliche Begeisterung der angehenden Wissenschaftler“ habe er sich sehr gefreut, so Juniorprofessor Kollmannsberger. Denn letztendlich solle die gelungene Durchführung der Summer School den guten internationalen Ruf der Universität weiter ausbauen, und auch den neu etablierten Zweig der theoretischen Biologie aus Würzburg international bekannt machen. „Denn durch den technologischen Fortschritt in den Biowissenschaften nimmt auch die Bedeutung rechnergestützter Methoden zu“, sagt Kollmannsberger. Und hier bedürfe es „kluger Köpfe mit Interesse an theoretischer Biologie, die ihren Weg an die Würzburger Universität finden. Egal ob als Doktorand, Postdoc oder Professor.“

    Kontakt

    Prof. Dr. Philip Kollmannsberger, T.: +49 931 31-82375, philip.kollmannsberger@uni-wuerzburg.de

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