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    Denkschrift des Rates Deutscher Sternwarten

    26.09.2017 | FORSCHUNG
    Titelseite der Denkschrift

    Titelseite der Denkschrift (Abbildung: Rat Deutscher Sternwarten)

    Neue Observatorien sollen den Blick der Astronomen auf Planeten, Sterne und Galaxien schärfen und die Entwicklung des Universums seit seinem Beginn vor 13,8 Milliarden Jahren bis heute verständlich machen.

    Der Rat Deutscher Sternwarten hat seine Denkschrift 2017 veröffentlicht. Neben einer Bestandsaufnahme der Astronomie in Deutschland zeigen die Denkschrift und die damit verbundenen Strategiepapiere, welche neuen Observatorien in den nächsten Jahren geplant werden und von welchen wissenschaftlichen Visionen ihr Bau angetrieben wird. Unter den neuen Observatorien sind auch zwei, an deren Errichtung und Planung der Lehrstuhl für Astronomie der Universität Würzburg beteiligt ist.

    Schwarze Löcher und dunkle Materie im Visier

    Bereits im Aufbau befindet sich das Cherenkov Telescope Array (CTA). Es besitzt eine südliche Station in Chile in der Atacama-Wüste der Europäischen Südsternwarte auf dem Paranal und eine nördliche Station auf der Kanareninsel La Palma. Mit CTA soll Gammastrahlung beobachtet werden, die von den Supernova-Überresten, Schwarzen Löchern und der rätselhafte Dunkelmaterie ausgeht. In seinen Bau fließen die Erfahrungen des Lehrstuhls aus den MAGIC- und FACT-Projekten ein.

    Noch in der Planungsphase ist das Square Kilometre Array (SKA) mit Stationen in Australien und Südafrika. Über den deutschen Beitrag wird gegenwärtig noch verhandelt. Dabei spielt das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn eine Führungsrolle. Die Interessen der Universitäten vertritt Karl Mannheim, Inhaber des Würzburger Lehrstuhls für Astronomie, als Sprecher der SKA-Arbeitsgruppe des German Low Frequency Konsortiums.

    Extrem großer Datenstrom

    SKA ist das weltgrößte Radioteleskop, das aus einer Vielzahl von Einzelantennen und einem zentralen Supercomputer besteht. Die astronomischen Bilder entstehen durch die Interferenz der Signale im Computer. Der dabei entstehende Datenstrom ist so groß, dass er nur mit Methoden der Künstlichen Intelligenz bewältigt werden kann.

    SKA verfügt über eine extrem hohe Empfindlichkeit für Radiostrahlung und eine sehr gute räumliche Auflösung. Damit kann das Aussehen der schwächsten und entferntesten astronomischen Objekte detailliert untersucht werden. Erst durch die Verbindung der CTA- und SKA-Beobachtungen können die physikalischen Prozesse in den untersuchten astronomischen Objekten bestimmt werden.

    Zur Denkschrift 2017 und den 20 ihr zugrundeliegenden Strategiepapieren:

    http://www.denkschrift2017.de

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