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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Ein Abend voller Exzellenz

    14.11.2017

    Sieben Auszeichnungen und Forschungspreise hat der Universitätsbund Würzburg bei seinem ersten Jahreskonzert mit dem Akademischen Orchester in der Neubaukirche verliehen.

    Das Team vom Campus-Garten erhielt den Nachhaltigkeitspreis. Hinten in der Mitte Fürst Ferdinand zu Castell-Castell, der den Preis überreichte. (Foto: Daniel Peter)

    Das Team vom Campus-Garten erhielt den Nachhaltigkeitspreis. Hinten in der Mitte Fürst Ferdinand zu Castell-Castell, der den Preis überreichte. (Foto: Daniel Peter)

    Es war ein Abend voller musikalischer und wissenschaftlicher Exzellenz: Am 8. November 2017 vergab der Universitätsbund erstmals bei einem öffentlichen Konzert sieben Auszeichnungen und Forschungspreise an herausragende Wissenschaftler. Das Gesamtvolumen der Preise beträgt über 100.000 Euro.

    Musik auf höchstem Niveau

    Mit musikalisch herausragenden Leistungen glänzte das Akademische Orchester der Universität Würzburg unter der Leitung von Markus Popp. Mit der Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ von Ludwig van Beethoven beeindruckten die jungen Musiker in Dynamik und Präzision.

    Musik an der Orgel gab es von Martin Sturm, der später den Musikpreis erhielt. Mit Werken von Johann Sebastian Bach, einer eigenen Komposition sowie einer Improvisation zog er die Zuhörer in seinen Bann. Zum Abschluss der Veranstaltung spielte er im Verbund mit dem Orchester eine Komposition von Josef Gabriel Rheinberger.

    Hervorragende Arbeit der Universität gewürdigt

    Verliehen wurden an diesem Abend der Nachhaltigkeitspreis, der Röntgenpreis, der Forschungsförderpreis der Mainfränkischen Wirtschaft, der Forschungsförderpreis 2017 und der Sonderforschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp. Dazu kamen der Chemiepreis und der Musikpreis aus der Keck-Köppe-Stiftung.

    „Die Universität bearbeitet den Rohstoff, der der wichtigste in unserem Land ist: Wissen“, sagte David Brandstätter, Vorsitzender des Universitätsbundes, zu Beginn der Veranstaltung und unterstrich damit die Bedeutung von Forschung und Lehre. Es sei wichtig, Exzellenz sichtbar zu machen. „Mit dem heutigen Abend machen wir deutlich, was für hervorragende Arbeit an der Julius-Maximilians-Universität geleistet wird.“

    Rund 4,5 Millionen Euro für die Wissenschaft

    Seit fast 100 Jahren ist der Universitätsbund der zentrale Förderverein der Universität. Er unterstützt Wissenschaft und Forschung dort, wo es für Projekte keine öffentlichen Gelder gibt. Dafür bedankte sich Universitätspräsident Alfred Forchel: „Die Universität Würzburg ist stolz, über einen so toll-schlagfertigen Freundeskreis zu verfügen.“ Dieser habe in den vergangenen 20 Jahren rund 4,5 Millionen Euro ausgeschüttet.

    Ferner hilft der Universitätsbund in Form seiner Wintervortragsreihe „Hörsaal on Tour“ mit, die exzellenten Leistungen der Universität nach außen zu tragen: In 23 Städten und Gemeinden in der Region präsentieren Dozenten in den kommenden Monaten aktuelle Themen aus allen Fakultäten.

    Nachhaltigkeitspreis für den Campus-Garten

    Unter dem Motto „Verantwortung für Übermorgen“ wurde erstmals ein Nachhaltigkeitspreis vergeben. Gewidmet ist der Preis dem langjährigen Vorsitzenden des Unibundes, Albrecht Fürst zu Castell-Castell. Zur Premiere bekam das Urban-Gardening-Projekt der Studierendenvertretung die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht.

    Seit 2015 haben Studierende des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit während des Studiums eine Urban-Gardening-Fläche aufgebaut. Auf 600 Quadratmetern haben sie am Campus Nord Gemüsebeete, Steingärten und Teiche angelegt. „Der Campus-Garten hat eine Vorbildfunktion für weitere Projekte dieser Art über Würzburg hinaus“, sagte Präsident Forchel in seiner Laudatio.

    Röntgenpreis geht in die klassische Philologie

    Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ist für herausragende Nachwuchswissenschaftler vorgesehen Sie ging in diesem Jahr an Privatdozent Dr. Jochen Schultheiß vom Institut für klassische Philologie. In seiner Habilitationsschrift hat er die philosophischen Hintergründe lateinischer Erzählgedichte des ersten Jahrhunderts nach Christus aufgearbeitet.

    Psychologen wollen ADHS-Diagnostik weiter verbessern

    Der Forschungsförderpreis der Mainfränkischen Wirtschaft ist mit 35.000 Euro dotiert. Er ging an Professor Wolfgang Lenhard, der am Institut für Psychologie die ADHS-Forschung voranbringen will. Ziel sei es, die diagnostische Unsicherheit deutlich zu verringern, sagte Lenhard. „Wir arbeiten an neuen Methoden, um Kinder mit und ohne ADHS besser zu unterscheiden.“

    Forschungsförderpreis für Virologie/Immunbiologie

    Den Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp, dotiert mit 25.000 Euro, erhielt Professor Jürgen Schneider-Schaulies vom Institut für Virologie und Immunbiologie. Er geht in seinen Forschungen der Frage nach, inwiefern Antidepressiva Auswirkungen auf das Immunsystem haben könnten.

    Musikpreis der Keck-Köppe-Stiftung

    „Er ist eine komplexe musikalische Ausnahmeerscheinung in Interpretation, Komposition und Improvisation“, sagte Laudator Professor Christoph Bossert von der Würzburger Hochschule für Musik über den Preisträger Martin Sturm. Mit seinem eindrucksvollen Spiel an der Orgel hatte dieser zuvor den Nachweis erbracht, dass die 5.000 Euro Preisgeld an einen äußerst talentierten jungen Musiker gehen.

    Chemiepreis der Keck-Köppe-Stiftung

    Der ebenfalls mit 5.000 Euro dotierte Chemiepreis der Keck-Köppe-Stiftung wurde an Privatdozent Dr. Andreas Steffen vom Institut für Anorganische Chemie überreicht. Mit seiner Forschung zur Photophysik von Übergangsmetallkomplexen trage Steffen zur Grundlagenforschung und zu den Materialwissenschaften bei, wie Professor Holger Braunschweig in seiner Laudatio erklärte.

    Sonderforschungsförderpreis der Vogel Stiftung

    Das Fördergeld von 30.000 Euro kommt einem Team des Würzburger Universitätsklinikums zu Gute. Es möchte die überregionale Versorgung von Patienten mit Schlaganfall neu strukturieren. Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

    Von Judith Küfner

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