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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg

    Ein Tag gegen klassische Rollenklischees

    28.04.2015 | CAMPUS
    Huch, mein Avatar steht am Abgrund! Am Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion konnten die Schülerinnen einen Ausflug in die virtuelle Realität unternehmen.

    Huch, mein Avatar steht am Abgrund! Am Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion konnten die Schülerinnen einen Ausflug in die virtuelle Realität unternehmen.

    Am Girls' Day laden Unternehmen und Institutionen in ganz Deutschland Schülerinnen ein, um sie für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Rund 60 Schülerinnen waren dafür an die Uni gekommen und wurden dort sogar von einem Staatssekretär begleitet.

    Einen Ausflug in die Virtuelle Realität unternehmen, Geheimschriften und deren Entschlüsselung kennen lernen, ein Radio bauen: Das waren die Themen von drei der insgesamt acht Workshops, die das Institut für Informatik der Universität Würzburg für den diesjährigen Girls‘ Day vorbereitet hatte. 45 Mädchen hatten sich angemeldet – manche von ihnen waren dafür extra um 6.00 Uhr aufgestanden, um die weite Reise von Rieneck nach Würzburg anzutreten.

    Staatssekretär Bernd Sibler zu Besuch

    In ganz Deutschland laden Unternehmen und Organisationen am Girls‘ Day Schülerinnen ab Klasse 5 ein, um Berufe in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften zu erkunden. Ziel ist es „Mädchen und junge Frauen zu motivieren, sich intensiv mit ihrer Berufswahl auseinander zu setzen“, wie Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, sagte. Sibler hatte dem Institut für Informatik an diesem Tag einen Besuch abgestattet und sich über die dortigen Aktivitäten informiert.

    Natürlich sollen die Teilnehmerinnen sich nicht nur intensiv Gedanken über ihren zukünftigen Beruf machen. Im Idealfall sollen sie Geschmack an Berufen finden, die dem gängigen Rollenklischee nach typische Männerberufe sind. Wozu eben auch Berufe aus den sogenannten MINT-Fächern zählen – also Fächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zwar steigt die Zahl der MINT-Studentinnen in Bayern seit ein paar Jahren; ihr Anteil ist allerdings immer noch äußerst gering.

    Werbung für die MINT-Fächer

    „Erst knapp ein Drittel aller MINT-Studierenden sind Frauen - das ist noch zu wenig. Daher freue ich mich sehr, dass unsere Hochschulen in ganz Bayern auch heuer zum Girls' Day wieder abwechslungsreiche Angebote machen, und die Schülerinnen diesen Tag so aktiv und engagiert für ihre Berufsorientierung nutzen“, so Bernd Sibler bei der Begrüßung der Mädchen im Institut für Informatik.

    „MINT-Fächer haben leider immer noch den Ruf, nicht gerade einfache Fächer zu sein“, sagte Universitätspräsident Alfred Forchel. Wer sich für ein entsprechendes Studium entscheide, habe jedoch gute Chancen, seinen Berufsweg selbst gestalten zu können. Schließlich stünden den Absolventinnen nach ihrem Studium in der Regel viele Branchen offen.

    Experimente in der Physik und im M!ND-Center

    Neben dem Institut für Informatik beteiligten sich zwei weitere Einrichtungen der Universität Würzburg am diesjährigen Girls‘ Day. In der Fakultät für Physik konnten die Teilnehmerinnen in Experimenten Naturphänomene entdecken und die zu Grunde liegenden Gesetze kennen lernen. Bei einer Campusführung bekamen sie einen Eindruck von der Uni. Darüber hinaus erhielten sie Antworten auf Fragen wie etwa: Wie werde ich Physikerin? Stimmt es, dass man in der Schule nicht so erfolgreich sein und trotzdem einen Nobelpreis gewinnen kann? Und was machen eigentlich Physikerinnen im Beruf?

    Das Didaktikzentrum M!ND der Universität Würzburg und die Initiative junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) hatten den Mädchen einen gemeinsamen Workshop zum Thema „Energie“ angeboten. Unter der Betreuung von Lehramtsstudierenden konnten die Besucherinnen des Girls‘ Days in den Laboren des M!ND-Centers Experimente zum Themengebiet „Energie“ durchführen. Sie bauten selbst eine Solarzelle, testeten mit einer Infrarotkamera die Wärmeleiteigenschaften verschiedener Dämmmaterialien und untersuchten, was eine Energiesparlampe von einer Glühlampe unterscheidet. Im Experimentarium der IJF durften sich die Schülerinnen dann handwerklich betätigen und ein Modell eines Elektromotors bauen.

    Insgesamt standen an der Universität Würzburg beim Girls‘ Day 2015 rund 60 Plätze zur Verfügung.

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