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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Einblicke in die Kultur der USA

    15.09.2015

    Warum erinnert der College-Sport manche Menschen an Sklaverei? Zu dieser Frage hat die Würzburger Amerikanistik-Studentin Sophie Renninger neue Einblicke gewonnen – dank eines Stipendiums der Fulbright-Stiftung.

    Amerikanistik-Studentin Sophie Renninger vor dem Hauptgebäude der Uni Würzburg. (Foto: Robert Emmerich)

    Amerikanistik-Studentin Sophie Renninger konnte mit einem Stipendium an der Fulbright-Summer-School in Berlin teilnehmen. (Foto: Robert Emmerich)

    Sich vier Wochen lang intensiv mit Themen rund um die Kultur der USA befassen: Das hat Sophie Renninger (23) im August 2015 getan. Sie gehörte zu den elf deutschen Studierenden, die für die „Fulbright American Studies Summer School“ in Berlin ausgewählt worden waren. Ihr Fazit: „Das war so gut, dass ich es am liebsten gleich nochmal machen würde!“ Aber das geht nicht, denn an der Summer School der Fulbright-Stiftung darf man nur ein einziges Mal teilnehmen.

    Die Amerikanistik-Studentin von der Uni Würzburg hat bei der Summer School ein abwechslungsreiches Lehrprogramm mit verschiedenen Dozenten absolviert. Es ging darin um unterschiedlichste Themen der amerikanischen Kultur; ergänzt wurde es von einem passenden Rahmenprogramm. Dazu gehörten unter anderem ein Besuch der amerikanischen Botschaft oder Gespräche mit Journalisten.

    Ausbeutung im College-Sport

    Ein Höhepunkt der Summer School war für Sophie ein Seminar über den College- und Uni-Sport. In den USA können sportlich begabte junge Leute Stipendien fürs Studium bekommen, wenn sie in den College-Sportteams mitmachen. „Der College-Sport ist beim Publikum oft viel beliebter als der Profi-Ligabetrieb“, hat Sophie erfahren, „und es steckt ein Millionengeschäft dahinter, an dem die Trainer und andere Personen sehr viel verdienen. Die Studenten aber bekommen nichts dafür.“

    Kein Wunder also, wenn Kritiker in diesem System Ausbeutung und eine moderne Art von Sklaverei sehen: Die Studenten geben kostenlos vollen Trainings- und Spieleinsatz als Gegenleistung für eine Bildung, die sie oft gar nicht bekommen: „Meistens sind sie so stark in den Sportbetrieb eingespannt, dass ihnen fürs Studium kaum Zeit bleibt“, wie die Würzburger Studentin gelernt hat.

    Wechsel von Frankfurt nach Würzburg

    Sophie Renninger kommt aus der Gemeinde Eßfeld im Landkreis Würzburg. Sie hat zuerst drei Semester Amerikanistik an der Universität Frankfurt studiert. Dann ist sie nach Würzburg gewechselt – hauptsächlich darum, weil die Amerikanistik hier kleiner und persönlicher ist. „In Frankfurt saßen zum Beispiel von Seminar zu Seminar immer wieder verschiedene Kommilitonen.“

    In Würzburg fühlt sie sich besser aufgehoben: Die Studierenden kennen sich untereinander, und auch zu den Dozenten stimme der Kontakt: „Als ich einmal Material über feministische Literatur gesucht habe, hat sich die Professorin in der Sprechstunde viel Zeit genommen und mir sehr gut weitergeholfen“. Die Amerikanistik-Professorin Catrin Gersdorf war es auch, die Sophie empfohlen hat, sich für die Fulbright-Summer-School zu bewerben.

    Berufsperspektiven und Masterstudium

    Nach dem Bachelor-Abschluss will Sophie eine Studienpause von etwa einem Jahr einlegen: Sie möchte dann verschiedene Praktika machen und mögliche Berufsfelder antesten. „Ich kann mir eine Tätigkeit in Museen oder in den Medien vorstellen. Es sind aber noch andere Sparten möglich, weil wir eine sehr vielseitige Ausbildung bekommen.“

    Im Bachelor-Studium der Anglistik / Amerikanistik stehen Themen aus der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft im Mittelpunkt. Der Bereich „Kultur“ ist sehr vielfältig; er beinhaltet unter anderem Seminare über Politik und Geschichte, Theater und Kino. Zum Studium gehören auch Lehrveranstaltungen zur Sprachpraxis mit Sprech- und Schreibtrainings.

    Nach der Studienpause soll es für Sophie auf jeden Fall mit einem Masterstudium in Amerikanistik weitergehen. Dafür will sie an der Uni Würzburg bleiben: „Hier gibt es eine gute Basis an Dozenten und eine große Bandbreite an Themen rund um Amerika.“

    Zwei Weblinks

    Zur Homepage der Würzburger Amerikanistik 

    Bericht über den Würzburger Fulbright-Stipendiaten Kilian Ntomchukwu

    Fakten zum Fulbright-Programm

    Das deutsch-amerikanische Fulbright-Programm verwirklicht eine Idee des US-Senators James William Fulbright (1905-1995): Es will das gegenseitige Verständnis zwischen den beiden Ländern durch akademischen und kulturellen Austausch fördern. Die Förderung von Studierenden spielt dabei eine zentrale Rolle; die Kommission unterstützt sie durch die Vergabe verschiedener Stipendien.

    Zur Homepage der Fulbright-Kommission

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