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    Eine Million für die Krebsforschung

    31.01.2017 | CAMPUS
    Scheckübergabe: Über eine Million Euro gehen an die Krebsforschung des Uniklinikums Würzburg. (Foto: Silvia Gralla)

    Scheckübergabe: Über eine Million Euro gehen an die Krebsforschung des Uniklinikums Würzburg. (Foto: Silvia Gralla)

    In nur neun Monaten hat der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ sein Ziel erreicht: eine Million Euro für die Krebsforschung sammeln. Bei einem Charity-Day wurde der Riesenscheck in der s.Oliver-Arena überreicht.

    „Ich bin überglücklich, dass es tatsächlich gelungen ist, mit der Hilfe von Zehntausenden Spenderinnen und Spendern unser im Frühjahr 2016 ausgeschriebenes Ziel von mindestens einer Million Euro für eine der derzeit hoffnungsvollsten Tumortherapie-Ideen zu erreichen“, freut sich Gabriele Nelkenstock, die Gründerin des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“.

    Genau 1.003.115 Euro waren es am Ende, die Nelkenstock per Riesenscheck am Sonntag, 29. Januar 2017, an Dr. Thomas Bumm von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II und Professor Georg Ertl, den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW), überreichen konnte.

    Einzigartige Immuntherapie in Entwicklung

    Wofür das Geld verwendet wird: Eine von Dr. Bumm und Professor Hermann Einsele geleitete Forschungsgruppe arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, eine am UKW entwickelte, weltweit einzigartige Immuntherapie gegen Krebs für den ersten Einsatz im Menschen vorzubereiten. „Dieses Geld ist für uns nicht nur eine extrem wichtige Finanzierungshilfe, sondern gleichermaßen auch ein Vertrauensbeweis der Bevölkerung, der uns anspornt und verpflichtet“, kommentiert Dr. Bumm.

    An der Crowdfunding-Aktion hatte sich auch die Universität mit einer „Uni-Challenge“ beteiligt. Mit Erfolg: Beschäftigte, Studierende und Alumni sowie ihre Verwandten, Bekannten und Freunde spendeten die beeindruckende Summe von 30.392 Euro.

    Gemeinsame Aktion für den Forschungsstandort

    Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Schirmherrin der Crowdfunding-Aktion „Dein Immunsystem wird Deine Waffe gegen Krebs“, lobte deren Breitenwirkung: „Aus vielen kleinen Investoren wurde ein großes Investment. Jeder konnte sich nach seinen Möglichkeiten beteiligen, war Teil einer großen demokratischen Aktion für den Forschungsstandort Würzburg und für die Betroffenen.“

    Auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt zeigte sich in seinem Grußwort stolz auf das bürgerschaftliche Engagement in Würzburg und der Region.

    Viel Lob für das Organisationsteam

    Wie alle anderen Redner des Nachmittags nutzte auch das Würzburger Stadtoberhaupt die Scheckübergabe zu einer Danksagung an das Organisationsteam, im Speziellen an Gabriele Nelkenstock für ihren vorbildlichen Einsatz.

    Professor Georg Ertl bringt es auf den Punkt: „Dafür, dass ein solch ambitioniertes Vorhaben in Gang kommt, Fahrt aufnimmt, über eine lange Strecke in Bewegung bleibt und am Ende sein Ziel auch wirklich erreicht, braucht es einen starken und zuverlässigen Antrieb. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in Würzburg mit Gabriele Nelkenstock und ihrem Verein über einen solchen Hochleistungsmotor verfügen.“

    Spannendes Match für den guten Zweck

    Der Spendenscheck wurde dem UKW bei einem Charity-Day in der Würzburger s.Oliver-Arena überreicht. Der Wohltätigkeitstag war ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ und seinen Botschaftern, den Handballern der DJK Rimpar Wölfe.

    Den Hauptprogrammpunkt des Nachmittags bildete ein Benefiz-Freundschaftsspiel der Wölfe gegen den ukrainischen Meister und Champions-League-Teilnehmer HC Motor Zaporozhye. Die beiden Mannschaften boten den 1.267 Zuschauern einen spannenden Kampf auf Augenhöhe, der am Ende 28:26 für die Gäste endete.

    Für musikalische Unterstützung sorgte die Würzburger Alternative-Rockband Q.Age. Der Charity-Day brachte einen Reinerlös von 39.930 Euro. Roland Sauer, Geschäftsführer der Wölfe, überreichte ihn als zweiten Scheck an Gabriele Nelkenstock für den weiteren Kampf gegen Krebs.

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