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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Helfen und sich helfen lassen

    02.10.2017

    Zum Start ins neue Semester bietet die Universität Würzburg ihren Studieneinsteigern spezielle Vorkurse in zahlreichen Fächern an. Den Auftakt machte das MINT-Vorkursprogramm mit zahlreichen Teilnehmern im Programmierkurs.

    Studierende im Hörsaal

    Für Unineulinge bietet das umfangreiche MINT-Vorkursprogramm der Uni Würzburg einen sanften Einstieg in das Studium. (Foto: Annette Popp)

    Um den Einstieg in das Studium zu erleichtern, startet vor Beginn der eigentlichen Vorlesungszeit das Institut für Informatik im Rahmen des MINT-Vorkursprogramms mit einem siebentägigen Programmierkurs. Hier lernen die Studienanfänger die Grundzüge der Programmiersprache Java kennen, entwickeln eigene Lösungen für Problemstellungen und setzen diese in eigenen Programmen um.

    Zusammen mit dem Organisator und Leiter des Informatik-Vorkurses, Dr. Ludwig Ostermayer, begrüßt Studiendekan Professor Andreas Nüchter am ersten Vorkurstag die Teilnehmer und rät den Neulingen: „Für Studieneinsteiger mit Schwerpunkten in der Informatik ist der Programmiervorkurs äußerst empfehlenswert. Besuchen Sie auch einen weiteren MINT-Vorkurs ab 4. Oktober im Bereich Mathematik oder Physik, so werden Sie noch besser in unseren Semesterbetrieb einsteigen.“

    Sich gemeinsam auf das anspruchsvolle Studium vorbereiten

    Der Programmiervorkurs richtet sich speziell an Studienbeginner der Bachelor-Studiengänge Informatik, Luft- und Raumfahrtinformatik, Mensch-Computer-Systeme, Wirtschaftsinformatik und Games Engineering sowie an Lehramtsstudierende für das Gymnasium. Darüber hinaus ist der Kurs offen für weitere Studieneinsteiger, die keine Programmiervorkenntnisse haben, beispielsweise für Studierende aus der Biologie oder Chemie – denn immer mehr Berufsfelder fordern inzwischen fundierte Programmierkenntnisse von Hochschulabsolventen.

    Die Teilnahme am Vorkurs Informatik ist freiwillig. Über 130 Teilnehmer haben sich allein für den ersten Block im September angemeldet, über 200 erwartet man für den zweiten Block im Oktober. Die Anmeldezahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine Herausforderung, die das Vorkursteam unter der Leitung von Dr. Ludwig Ostermayer gerne annimmt: „Mit unseren Vorkursen wollen wir eine Brücke zwischen Schule und Universität schlagen und für einen sanften Einstieg in den Bereich Informatik sorgen. Die Erstis können gemeinsam mit uns ihr Grundlagenwissen auffrischen, neue Arbeitstechniken erlernen und sich rechtzeitig auf ein höchst anspruchsvolles Studium vorbereiten.“

    Der Informatik-Vorkurs gehört zum gemeinsamen MINT-Vorkursprogramm der Fächer Informatik, Mathematik und Physik, das vor dem Wintersemester aus zwei Blöcken besteht, in denen jeweils die siebentägigen Vorkurse in Informatik, Mathematik und Physik angeboten werden. Neu in diesem Semester kommt ein eigener Vorkurs für das Lehramt an Grund-, Mittel- und Realschule mit Unterrichtsfach Mathematik hinzu. In das Programm eingebunden sind „Schnubber“-Aktionen der Fachschaften zum Kennenlernen und mit Informationen aus erster Hand. Den Abschluss des MINT-Vorkursprogramms bildet der MINT-Tag am 13. Oktober mit Ersti-Frühstück, Informationen von Studienfachberatern und Fachschaften sowie Campusrallye und Grillfest.

    Sich für Mitstudierende engagieren

    Die verschiedenen MINT-Vorkurse werden vom Kompass Tutoren- und Mentorenprogramm der Uni Würzburg gefördert: Geschulte Tutoren bringen sich mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen für die jüngeren Mitstudierenden ein. Allein im Informatik-Vorkurs engagieren sich zwölf Tutoren, um die Unineulinge auf ihren baldigen Studienalltag vorzubereiten.

    Zuerst einmal gibt es viel Praktisches zu erläutern: Wie arbeitet man im virtuellen Kursraum WueCampus, wie funktioniert SB@Home oder was bietet die Universitätsbibliothek? Dann geht es direkt in die Kleingruppenarbeit: Viel Lernstoff rund ums Programmieren müssen die Tutoren mit ihren Teilnehmern in nur sieben Tagen anpacken. Das Vorkursteam bietet dabei unterschiedliche Methoden der Wissensvermittlung: Kurzaufgaben und Präsenzübungen, Workshops und Unterricht in Gruppen, Live-Demonstrationen und Mini-Projekte. Und immer wieder üben, üben, üben. Programmieren ist anstrengend, dies wird den Kursteilnehmern schnell klar, am Abend sind manche Kursbesucher regelrecht geschafft: „Programmieren ist das Schwierigste, was ich je gelernt habe.“

    Auch nach Ende eines jeden Kurstages stehen die Kompass-Tutoren für Fragen zur Verfügung. Die Teilnehmer bringen sehr unterschiedliche Vorkenntnisse mit, und in nur sieben Tagen sollen sie fit sein für Tag 1 an der Uni. Unter dem Motto „Helfen und sich helfen lassen“ ermutigen die Tutoren ihre Neulinge immer wieder zu enger Zusammenarbeit: „Fragt jetzt und diskutiert gemeinsam! Und zwar so viel wie möglich!“

    Mitstreiter und Freunde für das Studium finden

    Demian Landbeck, Student im Master Informatik und Bachelor Games Engineering, ist bereits seit drei Jahren Tutor im Kompass-Team – und dies mit voller Überzeugung: „Meine Arbeit macht mir wirklich wahnsinnig Spaß. Ich gebe gerne alle meine Erfahrungen weiter. Für unsere Erstis sind wir Tutoren einfach da“, so Demian. Von seiner Rolle als studentischer Dozent profitiert Demian auch persönlich: Das tägliche Auftreten vor dem Plenum habe seine Vortragskompetenz enorm gestärkt. Auch das selbständige Vorbereiten der verschiedenen Kurseinheiten bringe ihm viel Projekterfahrung: Immer wieder gelte es, sich in neue Lehrkonzepte und aktuelle Tools einzuarbeiten und das Kursangebot von Jahr zu Jahr zu verbessern. Die Kursevaluationen belegen, dass sich diese Mühe lohnt: Die Kursteilnehmer bescheinigen durchgehend Bestnoten.

    Neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten möchte das Vorkursteam aber noch mehr erreichen: Vertrauen schaffen und jedem die Chance auf einen erfolgreichen Studienverlauf geben. „Wir sind überzeugt davon, dass der erste Kontakt eines Studienanfängers zu seinen Mitstudierenden ganz entscheidend ist. Wer sich im Vorkurs findet, bleibt oft während der folgenden Semester zusammen“, erklärt Dr. Ostermayer. Demian Landbeck ergänzt: „Damals habe auch ich selbst als Vorkursteilnehmer Mitstreiter und vor allem Freunde für das ganze Studium gefunden“. Er ermutigt seine Kursteilnehmer daher: „Schaut Euch Eure Mitstudierenden an, es gibt später viele Gelegenheiten zur Zusammenarbeit. Einzelgänger haben es dagegen schwerer.“

    Unineulinge während der ersten Semester unterstützen

    Auch nach Ende der MINT-Vorkurse werden die Teilnehmer nicht alleine gelassen. Mit semesterbegleitenden Grundlagenkursen und Beratungsangeboten stehen die MINT-Fakultäten ihren Studierenden zur Seite. Beispielweise geben speziell geschulte „MINT-Erklärhiwis“ in einer offenen Sprechstunde Tipps und Hinweise zu Studium und Übungsaufgaben. Alleine die Fakultät für Mathematik und Informatik verzeichnet pro Jahr über 1.000 dieser offenen Beratungstermine.

    Mit Vorkursen und semesterbegleitenden Propädeutika setzen sich auch zahlreiche andere Fächer der Uni Würzburg für ihre Studieneinsteiger ein. Das gesamte Vorkursprogramm der Uni Würzburg mit allen Terminen im Überblick finden Sie hier.

    Die genannten Maßnahmen werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des „Qualitätspakt Lehre“ mit gefördert.

    Kontakt und Websites

    Dr. Ludwig Ostermayer, Kompass-Koordinator in der Fakultät für Mathematik und Informatik, Tel.: +49 (0)931 31-84689, Email: ludwig.ostermayer@uni-wuerzburg.de

    Website „MINT-Vorkursprogramm am Institut für Informatik

    Website „MINT – Gemeinsamer Studieneinstieg Info, Mathe, Physik“

    Annette Popp

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