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    Hochmoderne Geräte für die Elektronenmikroskopie

    30.07.2013 | FORSCHUNG
    Kopfstrukturen des Fadenwurms C. elegans. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme; 6000-fache Vergrößerung).

    Kopfstrukturen des Fadenwurms C. elegans. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme; 6000-fache Vergrößerung).

    Zellen, Gewebe und sogar ganze Organismen im Millimeterbereich lassen sich in Zukunft besser an der Universität Würzburg erforschen. Hierfür stehen ab sofort zwei neue Elektronenmikroskope und neue Probenvorbereitungsgeräte in der Abteilung für Elektronenmikroskopie am Biozentrum zur Verfügung.

    Die Großgeräte haben insgesamt einen Wert von 1,3 Millionen Euro und wurden aus den Berufungsmitteln von Professor Markus Engstler, Leiter des Lehrstuhls für Zell- und Entwicklungsbiologie, bezahlt. Das neue Transmissionselektronenmikroskop wurde im Mai in Betrieb genommen. Die übrigen Geräte stehen schon seit Ende letzten Jahres bereit. Professor Georg Krohne, Leiter der Elektronenmikroskopie-Abteilung, ist begeistert, dass mithilfe dieser Neuanschaffungen „jetzt Untersuchungen durchgeführt werden können, die zuvor nicht möglich waren.“

    Die neuen Elektronenmikroskope

    Das neue JEOL JEM-2100 Transmissionselektronenmikroskop, das teuerste Gerät der Reihe, eignet sich sowohl für klassische, hochauflösende Anwendungen als auch für die Elektronen-Tomographie. Dabei wird das zu untersuchende, dünne Objekt mithilfe von Elektronenstrahlen durchstrahlt und direkt abgebildet. Das neue Transmissionselektronenmikroskop und das neue Rasterelektronenmikroskop können auch für die dreidimensionale Rekonstruktion von Zellen eingesetzt werden.

    Über das neue JEOL JSM-7500F Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop können zelluläre Strukturen erstmalig korrelativ mikroskopisch untersucht werden. Das neue Rasterelektronenmikroskop hat eine zehnmal höhere Auflösung als das alte Gerät. „So können routinemäßig kleinste Strukturen von fünf Nanometern dargestellt werden“, freut sich Professor Krohne. Um ein Bild zu erzeugen, führt das Rasterelektronenmikroskop einen feinen Elektronenstrahl zeilenförmig über die zu untersuchende Objektoberfläche. Das Bild kommt dabei durch die Registrierung eines vom Elektronenstrahl ausgelösten Signals zustande.

    Weitere Zusatzgeräte

    Zu den neuen Probenvorbereitungsgeräten zählen außerdem noch der Hochdruckgefrierer Leica EM HPM 100, mit dem sich Proben innerhalb von zehn Millisekunden schockgefrieren lassen, die Gefriersubstitutionsmaschine Leica EM AFS 2, über die das gefrorene Wasser einer hochdruckgefrorenen Probe schonend entfernt werden kann, und das neue Leica EM UCT Ultramikrotom, das zur Herstellung extrem dünner Schnitte dient. Alle Neuanschaffungen stehen den Wissenschaftlern des Biozentrums und nach Absprache auch anderen universitären Arbeitsgruppen zur Verfügung.

    Kristina Vonend

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