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    Julius Echter: verehrt, verflucht, verkannt?

    29.03.2016 | TAGUNGEN
    Grabmal des Würzburger Fürstbischofs  Julius Echter von Mespelbrunn im Würzburger Dom. (Foto: CSvBibra)

    Grabmal des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn im Würzburger Dom. (Foto: CSvBibra)

    Am 7. und 8. April findet in Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg die Julius-Echter-Tagung statt. Anlass ist der 2017 bevorstehende 400. Todestag des ehemaligen Fürstbischofs und Neugründers der Universität. Die Tagung ist öffentlich.

    Im kommenden Jahr 2017 jährt sich der Todestag von Fürstbischof Julius Echter zum 400. Mal. Von Historiker Götz Freiherr von Pölnitz als "grandiose Persönlichkeit" bezeichnet, hat Echter Zukunftsweisendes geschaffen – in erster Linie durch Neugründung der Universität und das Juliusspital. Dafür hat er selbst von seinen Gegnern Achtung erfahren. Sein Wirken als frühneuzeitlicher Bischof und Territorialherr gilt als beispielhaft.

    Echters Regierungszeit für Ausstellungsprojekte beleuchten

    Gleichwohl ist sein Werk nicht unumstritten. In der katholischen Welt schon zu Lebzeiten verehrt, wurde er wegen seiner Rekatholisierungsaktivitäten von protestantischer Seite im Stile der Zeit geradezu verflucht. Neben der Konfessionspolitik stößt in der Gegenwart der Umgang mit Juden und sogenannten Hexen und Hexern auf Unverständnis.

    Im Vorfeld eines Ausstellungsprojektes zu Julius Echter 2017 will die Tagung, unter anderem organisiert von der Professur für fränkische Kirchengeschichte, entscheidende Marksteine und Handlungsfelder seiner langen Regierungszeit (1573-1617) in den Blick nehmen. Besonders soll auch das Urteil der Nachwelt thematisiert werden. Eine Leitfrage wird sein, ob er im Streit der Meinungen und Richtungen nicht auch verzeichnet – positiv wie negativ – und verkannt wurde.

    Anmeldung erbeten

    Für eine Anmeldung zu der öffentlichen Veranstaltung kann dieser Link genutzt werden. Hier findet sich das Programm.

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