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    Kooperation und Wettbewerb

    22.12.2015 | INTERNATIONAL
    Die erbitterte, aber produktive Rivalität zwischen Louis Pasteur und Robert Koch stand im Mittelpunkt des Vortrags von Maxime Schwartz beim Festakt in der Neubaukirche.

    Die erbitterte, aber produktive Rivalität zwischen Louis Pasteur und Robert Koch stand im Mittelpunkt des Vortrags von Maxime Schwartz beim Festakt in der Neubaukirche.

    Zu einem deutsch-französischen Wissenschaftssymposium hatte die Universität Würzburg Ende November eingeladen. Die Themen der zweitägigen Veranstaltung waren breit gefächert. Hier ein Nachbericht der Organisatoren:

    „Mit Frankreich verbindet uns heutzutage ein besonders enges und freundschaftliches Verhältnis und es ist kaum vorstellbar, dass sich beide Länder vor nicht allzu langer Zeit als ‚Erbfeinde‘ bekriegten. 18 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs unterzeichneten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer den Élysée-Vertrag mit dem Ziel der Aussöhnung und einer zunehmend engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit beider Staaten auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene.

    Eng mit Frankreich vernetzt

    Traditionell ist die Universität Würzburg in Lehre und Forschung mit Frankreich sehr eng vernetzt. So gibt es an der Universität Würzburg zahlreiche Arbeitsgruppen, die mit französischen Partnern und Partnerinnen kooperieren oder in gemeinsame europäische Verbundprojekte eingebunden sind. Weiterhin hat die Universität im Jahr 1977 ein formelles Partnerschaftsabkommen mit der Universität Caen geschlossen, das die Anerkennung von Studienleistungen und den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern regelt.

    So lag es nahe, das 'goldene Jubiläum' des Élysée-Vertrags im Jahr 2013 mit einem deutsch-französischen Wissenschaftssymposium zu feiern, um einem breiten Publikum eine Reihe von erfolgreichen bilateralen Kooperationsprojekten aus dem Bereich der Lebens- und Naturwissenschaften vorzustellen.

    Fortsetzung mit zwölf Vorträgen

    Die Veranstaltung stieß auf so viel positive Resonanz, dass eine Fortsetzung angebracht erschien. Im Rahmen des zweiten deutsch-französischen Wissenschaftssymposiums wurden daher am 26. und 27. November 2015 weitere Kooperationsprojekte aus den Gesellschafts- und Lebenswissenschaften vorgestellt. Die Themen waren breit gefächert und reichten von Infektionskrankheiten über Ausgrabungsarbeiten an antiken Silberminen in Griechenland bis hin zum Vergleich des Betriebswirtschaftsstudiums in Deutschland und in Frankreich. Die insgesamt zwölf Vorträge waren gut besucht und wurden lebhaft diskutiert. Besonders erfreulich war, dass bereits während des Symposiums neue Kooperationen vereinbart wurden.

    Die Organisatoren

    Organisiert wurde die Veranstaltung von Professorin Marie-Christine Dabauvalle (Biozentrum) und dem Alumnibüro. Als Kooperationspartner konnten das Institut Français sowie das Bayerisch-Französische Hochschulzentrum gewonnen werden, dessen Aufgabe die Intensivierung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre ist. Weitere Unterstützung kam von der Französischen Botschaft in Berlin, die das Konzept des Symposiums stark befürwortete.

    Welche Möglichkeiten gibt es, finanzielle Unterstützung für den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern sowie für den Anschub neuer Kooperationsprojekte zu erhalten? Diese und weitere Aspekte wurden von Axel Honsdorf vom Bayerisch-Französischen Hochschulzentrum in München sowie von Dr. Paul Alibert, Hochschulattaché in Bayern für die Zusammenarbeit in der Wissenschaft, erläutert.

    Festakt in der Neubaukirche

    Zur Abendveranstaltung am 26. November kamen erfreulich viele Gäste in die festlich geschmückte Neubaukirche. Nach der Begrüßung durch den Vizepräsidenten, Professor Phuoc Tan-Gia, hielt der Generalkonsul der Französischen Republik in Bayern, Jean-Claude Brunet, eine launige Ansprache zum Stand der deutsch-französischen Beziehungen. Die Festrede hielten Annick Perrot und Professor Maxime Schwartz, beide vom Pasteur-Institut in Paris. Ihr Thema war die erbitterte, aber letzlich doch produktive Rivalität zwischen den beiden Giganten der Infektionsforschung, Louis Pasteur und Robert Koch. In humorvoller Weise und unterlegt von zahlreichen Bildern erzählte Maxime Schwartz den Werdegang der beiden Forscher, ihre Erfolge im Kampf gegen Infektionskrankheiten sowie ihren erbittert geführten wissenschaftlichen Zweikampf. Ein hochinteressanter, kurzweiliger und auch für Laien verständlicher Vortrag, der mit Recht großen Beifall erhielt.

    Musikalisch wurde der Abend durch Chanson von Edith Piaf aufgelockert, meisterlich gesungen von Barbara Schöller und begleitet am Klavier von Jeremy Atkin (beide vom Mainfrankentheater Würzburg). Viele Zuhörer nahmen nach dem Vortrag die Gelegenheit war, während des Empfangs im Foyer der Neubaukirche mit Annick Perrot und Maxime Schwartz zu diskutieren und deren gerade auf Deutsch erschienenes Buch signieren zu lassen.

    Fortsetzung gewünscht

    Es wurde angeregt, die Symposiumreihe weiterzuführen und einen deutsch-französischen Wissenschaftsaustauch in zweijährigem Turnus am Hochschulstandort Würzburg zu etablieren.“

    Marie-Christine Dabauvalle

     

     

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