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    Lyrik im Angesicht des Todes

    17.10.2017

    Als politischer Gefangener der Nazis schrieb Albrecht Haushofer zahlreiche Gedichte. Ein Teil davon wurde nach seinem Tod vertont. Am Sonntag, 22. Oktober, werden die „Moabiter Sonette“ im Toscanasaal der Residenz aufgeführt.

    Albrecht Haushofer (1903-1945) war ein hochrangiger politischer Gefangener des nationalsozialistischen Regimes. Kurz vor Kriegsende wurde er von der SS ermordet. Während seiner Inhaftierung im Gefängnis Lehrter Straße in Berlin-Moabit schrieb er über achtzig Gedichte, die 1946 postum veröffentlicht wurden.

    Haushofers „Moabiter Sonette“ zeigen zum einen den Seelenzustand eines Menschen in Vorahnung des nahenden Todes. Zugleich betreibt hier ein weltbürgerlich gebildeter, konservativer Deutscher Selbsterforschung und legt Zeugnis vom Widerstand gegen den Nationalsozialismus ab.

    Vertonung durch Hans-Ulrich Brandt

    Der Komponist Hans-Ulrich Brandt, Jahrgang 1961, hat eine Auswahl von Haushofers Gedichten vertont. Diese Sonette werden auf Einladung des Martin-von-Wagner-Museums der Universität Würzburg in Zusammenarbeit mit der Domschule, dem Siebold-Museum und der Würzburger Kantorei am Sonntag, 22. Oktober 2017, von 19:30 bis 21 Uhr im Toscanasaal der Residenz aufgeführt.

    Neben einer Sing- und Sprechstimme gehören Klavier, Violine, Saxophon und Percussion zur Besetzung. Die musikalische Bearbeitung jongliert mit Stilrichtungen zwischen Kunstlied, Georg-Weill-Song und Bossa Nova. Dabei wechseln sich gesprochene Texte, Rezitationen über Musik, Gesangsstücke und Instrumentalmusik ab. Der Komponist selbst übernimmt den Klavierpart.

    Die Uraufführung der „Moabiter Sonette“ fand 2010 in Berlin statt. Seitdem wurde der Zyklus mehrfach aufgeführt, so im Münchener Gasteig oder im Sulzbacher Salzbrunnenhaus.

    Vorverkauf und Abendkasse

    Eintrittskarten zu 10 bis 20 Euro sind erhältlich an der Kasse der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums (T 0931/31-88383), in den Pfarrbüros Heiligkreuz (0931/4199712) und St. Elisabeth (0931/4048660), in der Tourist-Information im Falkenhaus (0931/372398) sowie an der Abendkasse.

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