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    Mathe kann so witzig sein

    01.08.2017 | STUDIUM & LEHRE
    Uni-Vizepräsidentin Barbara Sponholz und Matthias Erhardt vom Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) gratulieren den Prüfungsbesten (von links): Susanne Köppl, Steffen Münch, Johanna Graf, Thomas Brust und Sina Hauck. (Foto: ZfL)

    Uni-Vizepräsidentin Barbara Sponholz und Matthias Erhardt vom Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) gratulieren den Prüfungsbesten (von links): Susanne Köppl, Steffen Münch, Johanna Graf, Thomas Brust und Sina Hauck. (Foto: ZfL)

    Für 530 angehende Lehrinnen und Lehrer fand die Abschlussfeier in der Neubaukirche statt. Dort wurden die fünf besten Examenskandidaten geehrt, dort wurde beim Festvortrag deutlich, wie witzig Mathematik sein kann.

    Mathematik ist eine Kunst für sich. Viel zu kompliziert, viel zu schwierig – diesen Vorurteilen begegnet das Fach nur allzu oft. Mathematik kann aber auch äußerst erheiternd sein. Das zeigte Hans-Georg Weigand, Didaktikprofessor für Mathematik an der Uni Würzburg, bei der Akademischen Abschlussfeier für 530 angehende Lehrerinnen und Lehrer am 27. Juli 2017 in der Neubaukirche.

    Der Didaktiker ließ in seinem Vortrag Hühner und Hasen auftreten, ging auf ganz und halb volle Sektgläser ein und dröselte das Problem des Einparkens in enge Lücken mathematisch auf. Ach ja, und gibt es wohl zwei Menschen mit derselben Anzahl von Haaren auf dem Kopf? Eine durchaus interessante Frage, die nicht nur Mathematiker umtreiben dürfte.

    Weigand machte sich auf Antwortsuche. Bei Würzburgs Theologen stieß er auf eine klare Haltung: „Jeder Mensch ist einmalig.“ Also keine zwei Köpfe auf dieser Welt mit der identischen Zahl von Haaren auf dem Haupt. Auch die Philosophen standen auf Weigands fiktivem Recherche-Programm. Dort wurde ihm sinnend erwidert: „Was ist eigentlich ein Kopf...?“

    Jeder Unterricht könnte unterhaltsam sein

    Am Ende bewies eine selbstironische Mathe-Jonglage, dass rein rechnerisch auf jeden Fall zwei Menschen auf dieser Erde dieselbe Anzahl Haare auf dem Kopf haben müssen. Diese Gedanken musste aber niemand in der Neubaukirche nachvollziehen können. Denn was Weigand über seine mathematisch haarigen Probleme hinaus vermittelte, war: Mathe kann witzig sein.

    Mehr noch: Jeder Unterricht könnte oder kann unterhaltsam sein. Wahrscheinlich bleibe dadurch sogar viel mehr hängen, als wenn Wissen mit gravitätischem Ernst vermittelt wird. Auf jeden Fall käme es auf einen Versuch an.

    Im Lehramtsstudium engagiert bei der Sache bleiben

    Von jenem Ernst, der einer Redensart zufolge spätestens dann beginnt, wenn ein Kind in die Schule eintritt, dürften die 530 Lehramtsabsolventen, die in der Neubaukirche gefeiert wurden, fürs erste ohnehin genug haben. Allein durch ein Lehramtsstudium zu kommen, sei alles andere als ein Zuckerschlecken, verdeutlichten Isabell Marco und Rosina Hofer vom AK Lehramt. Ganz zu schweigen vom Staatsexamen, das mit etlichen Prüfungen aufwartet. Nur wer äußerst engagiert bei der Sache sei, werde am Ende sein Zeugnis in die Hand nehmen können.

    „Survival-Tipps“ fürs Referendariat

    Die Feierstimmung nach dem bestandenen Examen dürfte auch nicht allzu lange währen. Denn es „droht“ in Kürze das Referendariat. Dass das eine äußerst anspruchsvolle Sache ist, daraus machten Nadja May und Philipp Schwaab, Studienreferendare im Einsatzjahr an der Würzburger David-Schuster-Realschule, keinen Hehl.

    In ihren „Survival-Tipps“ für die Lehramtsabsolventen rieten sie, sich bei allem Stress und Zeitdruck während des Referendariats Freiräume zu schaffen. Wer bemerke, dass er schon lange keine Freunde mehr getroffen hat und nicht mehr beim Sport war, bei dem sollten die Alarmglocken schrillen, so May.

    Schüler nicht als potenzielle Freunde sehen

    Auch für die gefürchteten Lehrproben hatten die beiden Junglehrer humorvoll vorgetragene Tipps parat. Wie bekommt man Schüler bloß dazu, bei der Lehrprobe lammfromm zu sein? Nichts leichter als das! Süßigkeiten als Belohnung für braves Verhalten, bis die Lehrprobe glücklich vorüber ist, könnten wahre Wunder wirken.

    Überhaupt – der Umgang mit den Schülern. Komisches Gefühl, plötzlich die Rolle zu tauschen und da vorne an der Tafel zu stehen. Doch aufgepasst: Die Schüler seien keine potenziellen Freunde. Sie sollen etwas lernen. Deshalb besser die Zügel straff ziehen. Zumindest am Anfang, so Philipp Schwaab: „Locker lassen kann man immer noch.“

    Fünf angehende Lehrkräfte geehrt

    Bei der Abschlussfeier wurden die fünf besten Examenskandidaten der jeweiligen Lehrämter unter den 530 Absolventen des Sommersemesters 2017 geehrt.

    Susanne Köppl schnitt als beste Absolventin für das Lehramt an Grundschulen ab, Sina Hauck ist Prüfungsbeste für das Lehramt an Realschulen, Johanna Graf, Förderschullehrerin in spe, erzielte Bestnoten in der Sonderpädagogik. Thomas Brust war bester Absolvent unter den künftigen Mittelschul- und Steffen Münch Bester unter den künftigen Gymnasiallehrern.

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