Intern
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Mit Mut und Beharrlichkeit

    28.06.2016

    In diesem Jahr feiert der Arbeitskreis Suchthilfe der Universität Würzburg sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung in der Neubaukirche warfen die Beteiligten der ersten Stunde einen Blick zurück und zogen Bilanz.

    Gruppenfoto zum Jubiläum (v.l.): Uwe Klug, Katja Beck-Doßler, Bruno Forster, Renate Winner, Andrea Kübler und Jobst Böning. (Foto: Gunnar Bartsch)

    Gruppenfoto zum Jubiläum (v.l.): Uwe Klug, Katja Beck-Doßler, Bruno Forster, Renate Winner, Andrea Kübler und Jobst Böning. (Foto: Gunnar Bartsch)

    „Die ursprüngliche Suchtkrankenhilfe hat an der Julius-Maximilians-Universität einen weiten Weg genommen. Einen Weg, auf den wir als eine der ersten Universitäten, die sich so umfassend mit dem Thema Suchtprävention beschäftigt hat, zu Recht stolz sein können“: Diese Worte stellte Uni-Kanzler Dr. Uwe Klug an den Anfang seiner Rede in der Neubaukirche.

    Gut 100 Besucher hatten sich dort versammelt, um sich über „Zigaretten, E-Zigaretten und Shishas: Alte und neue Konsumtrends“ zu informieren. Organisiert hatte die Fortbildungsveranstaltung der Arbeitskreis Suchthilfe der Universität Würzburg in Kooperation mit der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS).

    Vor den eigentlichen Fachvorträgen gab es allerdings Grund zum Feiern: 1996 ins Leben gerufen, kann der Arbeitskreis Suchthilfe in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiern. Lob gab es dafür von höchster Stelle: „Ein so sensibles Thema anzugehen, erfordert Mut und ein gewisses Maß an Beharrlichkeit“, würdigte Klug die Arbeit der Gründungsmitglieder und Unterstützer des AK’s. Und er fügte hinzu: Dafür sei die Verankerung des Themas Suchthilfe an der JMU doch recht schnell gelungen.

    Von der Suchtkrankenhilfe zur Suchtprävention

    Professor Jobst Böning war 1996 Vizepräsident der Universität Würzburg und Leiter der Abteilung Klinische Suchtmedizin der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik. In seinem Festvortrag erinnerte er an die ersten Schritte. Erster Meilenstein nach der Konstitution des Arbeitskreises Suchthilfe im September 1996 durch den damaligen Kanzler Bruno Forster sei eine große Informationsveranstaltung für Führungskräfte in Universität und Universitätsklinikum gewesen, so Böning. Dabei habe sich die Unterstützung des Polizeipräsidiums Unterfranken als äußerst hilfreich erwiesen.

    Schnell habe die Uni erste Strukturen geschaffen: So konnte beispielsweise Dr. Erich Hußlein, emeritierter Professor für Sonderpädagogik, als Unterstützer und später auch ehrenamtlicher Leiter gewonnen werden. Und bereits 1998 wurde die erste Stelle für Suchtprävention und Suchtberatung besetzt – mit der Diplom-Psychologin Katja Beck-Doßler, die seit 2010 geschäftsführende Leiterin der Suchtberatung an der Universität Würzburg ist.

    Mit dem nötigen Personal konnte der AK Suchthilfe in der Folge sein Angebot auf- und ausbauen. Erste Bestandteile waren ein Suchtpräventionskonzept, ein Stufenplan zum Umgang mit suchtmittelauffälligen Beschäftigten, ein Konzept für die Schulung von Beschäftigten mit Personalverantwortung und nicht zuletzt ein Beratungsangebot für Betroffene, aber auch für mittelbar Betroffene wie Vorgesetzte, Kollegen und Angehörige.

    Der Arbeitskreis Suchthilfe

    Zwölf Mitglieder hat der AK Suchthilfe heute. Neben Katja Beck-Doßler gehören dazu Vertreter der Universitätsleitung, der Personalabteilung, der Schwerbehindertenvertretung, des Personalrats und des Betriebsärztlichen Dienstes. Weitere Mitglieder sind Experten aus der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sowie die Professoren Jobst Böning in seiner Funktion als Ehrenvorsitzender der Bayerischen Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis BAS e.V., Andrea Kübler vom Lehrstuhl für Psychologie I und Paul Pauli, Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie I und ehrenamtlicher Leiter der Suchtberatung für Beschäftigte. Sie – und ihre Vorgänger – haben die Entwicklung des Arbeitskreises über die Jahre begleitet und geprägt, womit ein breiter Konsens innerhalb der Universität gewährleistet war.

    Aktuelle Informationen zum Suchtpräventionskonzept und der Zusammensetzung des Arbeitskreises Suchthilfe finden sich auf der Homepage der Suchtberatung: www.uni-wuerzburg.de/suchtberatung

    Dank an Gründungsmitglieder

    Von Anfang an mit dabei und dem Arbeitskreis bis heute treu geblieben ist neben Jobst Böning die Diplom-Sozialpädagogin Renate Winner, die in der Abteilung Klinische Suchtmedizin der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik tätig ist. Der Kanzler bedankte sich bei den Gründungsmitgliedern für ihren jahrelangen und unermüdlichen Einsatz für die Suchthilfe an der Uni Würzburg, insbesondere bei dem damaligen Kanzler Bruno Forster, bei Jobst Böning und Renate Winner.

    Fachvorträge von renommierten Expertinnen und Experten

    Weitere Redner bei der 16. Fortbildungsveranstaltung des AK Suchthilfe waren Dr. Tobias Rüther vom Klinikum der Universität München, Dr. Martina Pötschke-Langer aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und Professor Anil Batra, Leiter der Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung am Universitätsklinikum Tübingen. Die renommierten Suchtexpertinnen und –experten stellten aktuelle Erkenntnisse aus dem Bereich der Suchtforschung vor.

    Kontakt

    Katja Beck-Doßler, Diplom-Psychologin, Geschäftsführende Leiterin des Arbeitskreises Suchthilfe, Suchtberatung für Beschäftigte der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg, T (0931) 31-82020, suchtberatung@uni-wuerzburg.de

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