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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg

    Neue interdisziplinäre Ringvorlesung

    17.04.2018 | VERANSTALTUNGEN

    Klimawandel, Bienen, das menschliche Gehirn und ein Wallfahrtsort in Indien: Mit diesen Themen beschäftigen sich vier Vorträge einer Ringvorlesung der Professur für Erwachsenenbildung in Kooperation mit der VHS Würzburg.

    Gemeinsam mit der Volkshochschule Würzburg und im Rahmen des GSIK-Projektes hat die Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) eine „Ringvorlesung Erwachsenenbildung“ organisiert. In den vier Vorträgen stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der JMU neueste Entwicklungen unterschiedlicher Fachgebiete orientiert an den Themenwochen der Würzburger Landesgartenschau vor.

    Die Vortragsreihe startet am Mittwoch, 25. April; die einzelnen Vorträge finden in der Volkshochschule Würzburg, der Universität Würzburg und auf dem Gelände der Landesgartenschau statt. Gäste sind willkommen, der Eintritt auf der LGS ist für zum Vortrag angemeldete Studierende frei.

    Das Programm

    25. April: „Globaler Klimawandel - Leben in der Stadt“ (Prof. Dr. Heiko Paeth, Institut für Geographie), 19:00 bis 20:30 Uhr, vhs Würzburg, Münzstraße 1, Zimmer 33

    Das Phänomen des menschgemachten Klimawandels ist in aller Munde. Nur noch wenige bezweifeln öffentlich, dass unser Planet sich erwärmt und wohl auch extreme Wetterereignisse häufiger vorkommen werden. Auf der Staatenebene passiert bislang allerdings wenig in Sachen Klimaschutz. Bisweilen besteht der Eindruck, dass der Klimawandel eher die unterentwickelten und ärmeren Regionen der Erde treffen wird. Im Vortrag wird mit diesem Eindruck aufgeräumt, indem die regionale Dimension der zu erwartenden Klimaänderungen beleuchtet wird. Ferner geht es darum, wie sich der Klimawandel auf verschiedene Bereiche unserer Lebensbedingungen und Lebensqualität auswirken könnte.

    16. Mai: „Religiöse Reisen und Mobilität - Prozessionen im nordindischen Wallfahrtsort Varanasi“ (Prof. Dr. Jörg Gengnagel, Lehrstuhl für Indologie), 16:15 bis 17:45 Uhr, Universität Würzburg, Bibliotheks- und Seminarzentrum, Campus Hubland Nord, Raum 00.212

    Der nordindische Wallfahrtsort Varanasi (Benares) ist geprägt durch Bewegungen im Raum und Mobilität. Er wird als eine Furt bezeichnet, die den Übergang vom Diesseits ins Jenseits ermöglichen soll. Pilger aus ganz Indien kommen nach Varanasi, um ein Bad im Ganges zu nehmen. Die Stadt erhebt aber auch den Anspruch, dass alle anderen heiligen Orte Indiens in ihr enthalten sind. In zahlreichen innerstädtischen Prozessionen können diese Orte besucht werden. In dem Vortrag wird Jörg Gengnagel die Vielfalt der religiösen Reisen darstellen und dabei auch bekannte gemalte Pilgerkarten aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorführen.

    5. Juni: „Von Ganglienhügeln, Lebensbäumen und Dornenköpfen - dynamische Landschaften des Gehirns“, (Prof. Dr. Esther Asan und PD Dr. Nicole Wagner, Institut für Anatomie und Zellbiologie), 14:00 bis 15:30 Uhr, Gelände der Landesgartenschau, Stadtgartenschau

    Das menschliche Gehirn ist eine wunderbare und faszinierende Struktur – so unbegreiflich und geheimnisvoll war es für frühe Forscher und Forscherinnen, dass sie seine äußere und innere Form mit fantasievollen Analogien und Metaphern aus der bekannten Natur beschrieben haben. Heute wissen wir, dass dieser äußeren Form eine innere Landschaft aus Nervenzellgruppen zugrunde liegt. Fast 100 Milliarden Nervenzellen mit unterschiedlichen Formen und Eigenschaften sind dabei durch komplexe Kommunikations-Netzwerke zu kleineren und größeren Funktionseinheiten verbunden. Das Muster von Billionen von Nervenzell-Kontakten, aus denen diese Netzwerke bestehen, wird in der Entwicklung mit einzigartiger Präzision geformt. Aber es ist nie völlig „fertig“, es wird zeitlebens verändert, um es an neue Erfordernisse anzupassen. Dieses als Neuroplastizität bezeichnete Phänomen liegt vielen kognitiven Funktionen des Gehirns zugrunde. Der Vortrag veranschaulicht einige „Gehirnlandschaften“ durch kurze Einblicke in Struktur, Entwicklungsgeschichte und neuroplastische Vorgänge.

    19. Juni: „Die Honigfabrik – Die Wunderwelt der Bienen“ (Prof. Dr. Jürgen Tautz, Bienenforscher und ehemaliger Professor der JMU), 14:00 bis 15:30 Uhr, Landesgartenschau, Library

    Die Beschäftigung mit dem ausgeklügelten Zusammenspiel mehrerer zehntausend Individuen in einem Bienenstock ist nicht zuletzt deshalb so faszinierend, weil man dabei auf viele Themen stößt, die derzeit Gesellschaft, Politik und Wissenschaft bewegen: Demokratie, Diversität, Energieeffizienz, Epigenetik, Feminismus, Kommunikation, Komplexität, Plastizität, Schwarmintelligenz, Selbstorganisation. Jürgen Tautz erzählt vom Leben in einem Bienenvolk und lädt ein zu einem Gang durch die Honigfabrik, die es betreibt. Eine Welt voller eigenwilliger Typen, cleverer Praktiken und verblüffender Regelwerke. Denn auch wenn es so aussieht, als herrsche bei den Bienen vor allem anarchische Krabbelei: Sie haben einen Plan, den sie mit erstaunlichem Geschick, faszinierenden Fähigkeiten und in beeindruckender Teamarbeit umsetzen.

    Kontakt

    Clara Kuhlen, Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung T: +49 (0) 931 - 31 80349, E-Mail: clara.kuhlen@uni-wuerzburg.de

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