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    Preis für Matthias Wieser

    30.06.2015 | AUSZEICHNUNGEN
    Matthias Wieser, preisgekrönter Psychologe von der Universität Würzburg. (Foto: privat)

    Matthias Wieser, preisgekrönter Psychologe von der Universität Würzburg. (Foto: privat)

    Der Psychologe Matthias Wieser ist noch keine 40 Jahre alt, kann aber schon viele herausragende wissenschaftliche Leistungen vorweisen. Dafür bekommt er den renommierten „Early Career Award“ 2015 der internationalen Fachgesellschaft „Society for Psychophysiological Research“ verliehen.

    Psychophysiologie: Bei diesem Forschungsgebiet geht es um die Zusammenhänge zwischen psychischen Vorgängen und den Körperfunktionen, die ihnen zu Grunde liegen. Matthias Wieser hat sich dabei auf die Messung der Gehirnaktivität bei psychischen Prozessen mittels EEG spezialisiert. Der 38-jährige Psychologe von der Universität Würzburg untersucht vor allem die normale und die beeinträchtigte emotionale Verarbeitung bei Angst und den Einfluss von Emotionen auf die Schmerzwahrnehmung.

    Dabei ist Wieser sehr erfolgreich. Für seine Forschung hat er schon vielfach Anerkennung geerntet, jetzt kommt eine weitere Auszeichnung dazu: der „Early Career Award“ der internationalen „Society for Psychophysiological Research“. Als Preisträger ist Wieser zum Jahreskongress der Gesellschaft in Seattle (USA) eingeladen. Dort bekommt er am 2. Oktober 2015 die mit dem Preis verbundene Ehrenplakette überreicht, dort kann er seine Forschung in einem Vortrag vor rund 600 Wissenschaftlern präsentieren.

    Mit dem Early Career Award würdigt die Gesellschaft für Psychophysiologie, dass Wieser schon zu einem frühen Zeitpunkt seiner Karriere herausragende Leistungen gebracht hat. Unter anderem hat der Würzburger Psychologe die Ergebnisse seiner Forschung in bislang rund 50 Artikeln in hochrangigen wissenschaftlichen Journals veröffentlicht.

    Forschung über Ängste und Schmerzen

    Wieser erforscht schwerpunktmäßig Angststörungen und den Zusammenhang zwischen Emotionen und Schmerzen. Ziel seiner Arbeit ist es dabei auch, langfristig zu verbesserten Therapiemöglichkeiten beizutragen. Bei seiner Forschung hat er unter anderem herausgefunden, dass Menschen ihre Umgebung intensiver wahrnehmen, wenn sie gleichzeitig in den Gesichtern anderer Menschen einen Ausdruck von Angst erkennen. Das zeigt sich auch in einer erhöhten Aktivität in der Sehrinde des Gehirns.

    „Das bedeutet im Prinzip, dass sich unsere Sinne für die Wahrnehmung der Umwelt schärfen, wenn wir bei anderen Menschen Angst erkennen“, sagt Wieser. Diese Erkenntnis hat er 2014 in der Zeitschrift „Neuroimage“ veröffentlicht, einer der führenden Fachzeitschriften in den Neurowissenschaften.

    Engagement für den Forschungsnachwuchs

    Wieser kümmert sich zudem intensiv um den Wissenschaftsnachwuchs. Bislang hat er mehr als 50 Studierende und acht Doktoranden bei ihren Abschluss- und Forschungsarbeiten betreut. Auch dafür bekam er bereits Anerkennung: 2014 wurde ihm der “Best Academic Advisor Award” der “Association of Young Scientists of the German Society for Biological Psychology” verliehen.

    Werdegang von Matthias Wieser

    Aufgewachsen ist Matthias Wieser, Jahrgang 1976, in Friedberg bei Augsburg. Nach dem Abitur studierte er Psychologie an der Universität Würzburg, wo er 2008 auch seine Doktorarbeit mit “summa cum laude” abschloss. Von 2009 bis 2010 war er für einen Forschungsaufenthalt am renommierten „Center for the Study of Attention and Emotion“ an der Universität Florida. 2011 erhielt er den Nachwuchspreis “Young Investigator’s Award of the German Society for Psychophysiological Research and its applications”. 2013 habilitierte er sich an der Uni Würzburg. Er forscht hier am Lehrstuhl von Professor Paul Pauli (Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie).

    Einige Weblinks

    Zur Homepage von Matthias Wieser

    Zur Homepage der Society for Psychophysiological Research

    Kontakt

    PD Dr. Matthias Wieser, Institut für Psychologie, Universität Würzburg,
    T (0931) 31-81987, wieser@psychologie.uni-wuerzburg.de

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