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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Rupert Neudeck an der Uni

    08.01.2013

    Über die aktuelle Lage in Süd-Sudan spricht Rupert Neudeck (73) an der Uni Würzburg. Der Mitbegründer der Hilfsorganisation „Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte“ ist am Freitag, 11. Januar, in der Vortragsreihe des Afrikazentrums zu Gast.

    Rupert Neudeck bei einer öffentlichen Veranstaltung im Jahr 2007. Foto: Dontworry / Wikimedia Commons

    Rupert Neudeck bei einer öffentlichen Veranstaltung im Jahr 2007. Foto: Dontworry / Wikimedia Commons

    Weltbekannt wurde Rupert Neudeck im Jahr 1979: Damals war er eine der treibenden Kräfte bei der Rettung vietnamesischer Flüchtlinge. Wegen der Verfolgung durch das kommunistische Nordvietnam hatten zahlreiche Menschen ihre Heimat verlassen. Der Weg in andere Länder war nur übers Wasser möglich, und so wagten sie sich auf meist maroden Booten hinaus aufs Südchinesische Meer.

    Die Boote waren überfüllt, die Chancen auf eine erfolgreiche Flucht gering. Der Journalist Rupert Neudeck machte sich darum mit Gleichgesinnten auf, möglichst viele Flüchtlinge zu retten – mit der „Cap Anamur“, einem ehemaligen Frachtschiff. In der Folge wurden die Flüchtlinge als „boat people“ bekannt, Neudecks Name ist seitdem untrennbar mit dem der „Cap Anamur“ verbunden.

    Süd-Sudan: Schon gescheitert?

    Bei seinem Vortrag an der Uni Würzburg geht Neudeck dieser Frage nach: „Süd-Sudan – ein neuer Staat, von der Welt anerkannt, aber schon gescheitert?“ Die Veranstaltung findet am Freitag, 11. Januar, ab 19:30 Uhr im Toscanasaal der Residenz statt. Veranstalter ist das Forum Afrikazentrum der Universität; der Eintritt ist frei.

    Zum Hintergrund: Nach jahrelangen Konferenzen zwischen den Kriegsparteien wurde 2011 im Sudan etwas entschieden, das Afrika und die Welt bisher nicht zugelassen hatten: Grenzen wurden verschoben, der neue Staat Süd-Sudan spaltete sich vom Sudan ab. Krieg, interethnische Konflikte, Wirtschaftsboykott, Flüchtlingselend, Vertreibung, Kämpfe und Gefechte um ungeregelte Konfliktzonen an der neuen Grenze waren die Folge.

    Außer einer Hauptstadt und einer teuren Bürokratie zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der neue Staat wirtschaftlich nichts zu bieten: weder eine funktionierende Verkehrs- noch eine Energie-Infrastruktur. Was werden die nächsten zwanzig Jahre für den Süd-Sudan und den Sudan, für Ost-Afrika und ganz Afrika bringen? Diese Frage will Neudeck in Würzburg erörtern.

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