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    Festgabe für Ehrensenator Dieter Salch

    28.04.2015 | CAMPUS
    Prof. Dr. Dieter Salch erhält die Festgabe der Juristen-Alumni von deren Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Franz-Ludwig Knemeyer (v.l.n.r.).

    Prof. Dr. Dieter Salch erhält die Festgabe der Juristen-Alumni von deren Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Franz-Ludwig Knemeyer (v.l.n.r.).

    Der Würzburger Steueranwalt und Wirtschaftsberater Professor Dr. Dr. h.c.Dieter Salch ist der Uni Würzburg seit vielen Jahren eng verbunden – auch als großzügiger Mäzen. Zu seinem 75. Geburtstag ehrten ihn die Juristen-Alumni mit einer Festschrift "Pro Universitate et Ecclesia".

    Für den Vorsitzenden der Juristen-Alumni Würzburg, Professor Eric Hilgendorf, der ein Opfer des Bahnstreiks geworden war, begrüßte der Gründer und Ehrenvorsitzende des Vereins, Professor Franz-Ludwig Knemeyer, die Festgäste im Toscanasaal der Residenz und würdigte den Jubilar unter dem Titel:  "Praktiker mit ausgeprägter Nähe zu Universität und Kirche".

    Werdegang von Dieter Salch

    Dieter Salch studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Würzburg und Tübingen. Er promovierte 1965 in Würzburg. Seinen Eintritt in die Bayerische Finanzverwaltung verband er mit einer intensiven Ausbildung im Steuerrecht. 1969 eröffnete er in Würzburg eine eigene Kanzlei als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht. 1977 gründete er eine Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft.

    Der Stifter und die Universität

    Für die Universität Würzburg hat sich Dieter Salch vielfach eingesetzt. Seit 35 Jahren engagiert er sich im Universitätsbund, seit 1997 in dessen Vorstand. Von 1999 bis 2007 gehörte er dem Hochschulrat an, dessen Vorsitzender er auch war. 2001 wurde Salch zum Honorarprofessor für Steuer- und Gesellschaftsrecht bestellt. 1991 richtete er unter dem Dach des Universitätsbundes die "Dieter Salch Stiftung Pro Universitate" ein. 2007 verlieh ihm die Universität unter anderem ihre höchste Auszeichnung: die Würde eines Ehrensenators. Dieter Salch habe sich laut Knemeyer von Beginn an für die Juristen-Alumni in die Pflicht nehmen lassen. Den Verein, dessen Vorstandsmitglied er ist, hat er mitgegründet. "Seine gewinnbringende Tätigkeit als Fachanwalt für Steuerrecht und als Wirtschaftsberater hat es ihm zudem ermöglicht, von den finanziellen Früchten seiner Tätigkeit abzugeben, Solidarität zu leben", sagte Franz-Ludwig Knemeyer.

    "Pro Universitate" und "Pro Facultate"

    Präsident Alfred Forchel dankte dem Ehrensenator, Ehrendoktor und Träger der Röntgenmedaille für dreieinhalb Jahrzehnte beispielhaften Engagements nicht nur für seine eigene Fakultät, sondern für die Universität insgesamt. In verschiedenen universitären Gremien sei er mehrere Jahre lang der Universitätsleitung in allen akademischen Belangen mit wertvollem Rat zur Seite gestanden. Daneben habe er sich auch durch die Implementierung der Deutschordensforschungsstelle an der Uni um die Bereicherung der Forschung verdient gemacht und den Wissenschaftsaustausch mit Polen intensiviert.

    Seine "Dieter Salch Stiftung Pro Universitate" habe er im Laufe der Jahre wiederholt durch Zustiftungen aufgestockt und dadurch einen großartigen Beitrag zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und Lehre an der Uni geleistet, der nachhaltig wirke. Auch über die Stiftung hinaus habe er immer wieder visionäre Ideen zur Förderung von Belangen der Uni entwickelt und Mittel und Wege gefunden, diese auch umzusetzen. Die Aktion "Ein Stuhl fürs Audimax" sei nur ein Beispiel dafür. Bei dieser Aktion wurden Sponsoren gewonnen, die eine Neubestuhlung des Audimax ermöglichten.

    Der Alt-Dekan der Juristischen Fakultät, Professor Karl Kreuzer, würdigte das Engagement Salchs "Pro Facultate". Zeichen seiner staatsbürgerschaftlichen Gesinnung seien die zehn Jahre lang währende Lehrtätigkeit an der Juristischen Fakultät ohne Vergütung und die mehrfach aufgestockte "Dieter Salch Stiftung", die ursprünglich primär zur Förderung der Fakultät gedacht gewesen sei. Die Festschrift sei die verdiente akademische Ehrung des Universaljuristen.

    "Pro Ecclesia" und "Pro Ordine"

    Bischof Friedhelm Hofmann dankte dem Jubilar für sein außerordentlich großes Engagement "Pro Ecclesia". Als Rechtsberater, Ideengeber und -verwirklicher sei er für die verschiedensten kirchlichen Einrichtungen segensreich tätig gewesen. Für sein Wirken erhielt Salch den Päpstlichen Sylvesterorden und 2014 den Gregoriusorden. Im Deutschen Orden habe er nicht nur zahlreiche Aufgaben übernommen, sondern der Einrichtung auch durch seine Stiftung "Pro Ordine teutonico" hohe Mittel zur Verfügung gestellt. Er gehörte dem Orden zunächst als Familiare und seit 2012 auch als Ehrenritter an.

    Bruno Platter, Generalabt und Hochmeister des Deutschen Ordens, rundete das Bild "Pro Ordine" ab. Salch stehe dem Deutschen Orden wie kaum ein anderer nahe, für den er initiativ, voller Tatendrang und Begeisterung Pionierarbeit geleistet habe: Seine Heimatstadt Bad Mergentheim war von 1525 bis 1809 Sitz der Hoch- und Deutschmeister des Ordens. In deren ehemaliger Residenz befindet sich heute das Deutschordensmuseum, dessen Aufsichtsrat Salch seit 1990 angehört. Im Deutschordensmuseum hält der Jubilar regelmäßig Vorträge zur Ordensgeschichte; 2010 erschien sein Buch über die Insignien des Deutschen Ordens.

    Franz-Ludwig Knemeyer überreichte die Festgabe, an der 15 namhafte Autoren mitgewirkt haben. Der Jubilar zeigte sich beglückt von der Vielzahl und Vielfalt der Gratulationen und dankte für das Wohlwollen. Seine Haltung, die sein Handeln bestimmt, fasste er in einem Satz zusammen: "Ich diene, ich tue nur meine Pflicht."

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