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    So entdeckt man talentierte Fußballerinnen

    29.03.2016

    Es gibt eine neue Talent-Diagnostik speziell für den Mädchenfußball. Entwickelt wurde sie vom Nachwuchsförderzentrum Unterfranken, das vom Sportzentrum und der Bildungsforschung der Universität Würzburg sowie von Vereinen getragen wird.

    Olaf Hoos, Heinz Reinders und Gernot Haubenthal (v.l.) von der Universität Würzburg haben eine Leistungsdiagnostik zur Erfassung der Spielfähigkeiten im Mädchenfußball entwickelt. (Foto: Marco Bosch)

    Olaf Hoos, Heinz Reinders und Gernot Haubenthal (v.l., am äußeren Rand) von der Universität Würzburg haben eine Leistungsdiagnostik zur Erfassung der Spielfähigkeiten im Mädchenfußball entwickelt. (Foto: Marco Bosch)

    Für den Leistungssport ist die Frage zentral, wie junge Talente entdeckt und gefördert werden können. Welche Voraussetzungen muss der Nachwuchs psychologisch und motorisch mitbringen, um im Sport erfolgreich zu sein? Was unterscheidet sportlich Hoch- und Höchstbegabte von durchschnittlich begabten Breitensportlern?

    Gerade im Frauenfußball ist es eine Herausforderung, talentierten Nachwuchs zu finden, weil hier die Basis zahlenmäßig deutlich kleiner ist als im Jungenfußball. Darum hat das Nachwuchsförderzentrum (NFZ) Unterfranken eine eigene Diagnostik für Juniorinnen entwickelt und in einer Pilotphase erprobt. Dabei wird die Spielfähigkeit junger Fußballerinnen in realen Spielsituationen getestet und das Potenzial für eine Leistungskarriere eingeschätzt.

    Kreativität, Zweikampfverhalten, Technik und Raumorientierung

    „Wir haben junge Talente in den Bereichen Kreativität, Zweikampfverhalten, Technik und Raumorientierung in einer Vier-gegen-vier-Spielsituation getestet“, sagt Olaf Hoos, Leiter des Sportzentrums der Universität Würzburg. Ein Beobachtungsteam aus acht Personen beurteilt dabei die Spielfähigkeit des Nachwuchses. Jede Spielerin wird immer von zwei erfahrenen Sportwissenschaftlern bewertet, damit die Einschätzung nicht nur auf einer einzigen Person beruht.

    Ergänzt wird diese Beurteilung im Jahresverlauf von regelmäßigen sportmotorischen und kognitiv-motivationalen Tests. „So ergibt sich ein ganzheitliches Bild von der Persönlichkeit der Spielerinnen und von deren Entwicklung“, erklärt Hoos.

    Zuverlässige Ergebnisse nach ersten Tests

    „Die ersten Ergebnisse zeigen, dass der NFZ-Test die Fähigkeiten der jungen Spielerinnen zuverlässig einschätzt“, so Professor Heinz Reinders, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der Universität Würzburg. Die neue Diagnostik namens „NFZ-TestSpiel“ biete damit eine Alternative zu den anderen Testverfahren, etwa zu dem des Deutschen Fußballbundes (DFB).

    Statistische Analysen würden zeigen, dass die vom NFZ-TestSpiel erfassten Bereiche zuverlässig mit den körperlich und kognitiv-motivational passenden Merkmalen der Mädchen in Zusammenhang stehen. So hängen etwa die Raumorientierung und Kreativität mit der Intelligenz und das Zweikampfverhalten mit den körperlichen Voraussetzungen der Spielerinnen zusammen.

    Weiterentwicklung mit dem 1. FC Nürnberg

    Auf Basis dieser ersten Ergebnisse soll das Testverfahren jetzt gemeinsam mit dem Mädchenfußball des 1. FC Nürnberg weiterentwickelt werden. Auch andere Vereine und Förderstützpunkte will das NFZ dazu einladen, das neue Testverfahren kennen zu lernen und mit den NFZ-Verantwortlichen darüber zu diskutieren.

    Das neue Testverfahren und seine bisherigen Ergebnisse sind im zweiten Band der Schriftenreihe des NFZ Unterfranken dokumentiert. Entwickelt wurde das Verfahren von Heinz Reinders, Olaf Hoos und Gernot Haubenthal.

    Hier der Band als Pdf zum Download (Pdf, 6 MB).

    Kontakt

    Prof. Dr. Heinz Reinders, Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung, Universität Würzburg, heinz.reinders@uni-wuerzburg.de

    PD Dr. Olaf Hoos, Sportzentrum der Universität Würzburg, olaf.hoos@uni-wuerzburg.de

    Zur Website des NFZ Unterfranken: www.nfz-unterfranken.de

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