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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg

    Systemakkreditierung: Bester Weg für die Uni

    29.09.2015 | CAMPUS
    Systemakkreditierung. Der Plan-Do-Check-Act-Qualitätskreislauf verdeutlicht das Ziel eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, das dem Qualitätsmanagement zugrunde liegt. (Grafik: Uni Würzburg)

    Systemakkreditierung. Der Plan-Do-Check-Act-Qualitätskreislauf verdeutlicht das Ziel eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, das dem Qualitätsmanagement zugrunde liegt. (Grafik: Uni Würzburg)

    Alle Hochschulen müssen ihre Studiengänge akkreditieren lassen. So schreibt es das bayerische Hochschulgesetz vor. Zwei Wege stehen ihnen dabei offen: Die Programm- und die Systemakkreditierung. Für letztere hat sich die Uni Würzburg entschieden - aus einer Vielzahl von Gründen.

    "Im Bereich von Studium und Lehre, insbesondere der Bachelor- und Masterstudiengänge, soll als eine der Maßnahmen der Qualitätssicherung eine Akkreditierung durch eine anerkannte Einrichtung erfolgen." So steht es in Artikel 10 Absatz 4 des bayerischen Hochschulgesetzes. Welchen Weg die Hochschulen dabei einschlagen, steht ihnen innerhalb gewisser Grenzen offen. Eine Möglichkeit ist die sogenannte Programmakkreditierung. In diesem Fall begutachtet eine externe Agentur jeden Studiengang einzeln oder bestenfalls in Bündeln verwandter Fächer. Für kleine Universitäten mit einem geringen Studienangebot mag dies ein gangbarer Weg sein. Für eine Volluniversität wie die Julius-Maximilians-Universität mit ihrer Vielzahl von Studiengängen ist dies keine Alternative.

    Startschuss für den Akkreditierungsprozess

    Aus diesem Grund hat sich die JMU für den anderen Weg entschieden: die Systemakkreditierung. Das mehrstufige Verfahren wird mit dem Zulassungsantrag der Universität demnächst offiziell eröffnet. Um dort erfolgreich zu sein, muss die Uni eine ganze Reihe von Kriterien erfüllen. So müssen die Verantwortlichen zunächst den plausiblen Nachweis erbringen, dass die Universität selbst in der Lage ist, die Qualität ihrer Studiengänge sicherzustellen. Dazu muss sie über ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem (QMS) verfügen. Dass dieses QMS tatsächlich so arbeitet, wie es soll, muss die Universität in ihrem Zulassungsantrag anhand mindestens eines Studienganges konkret belegen.

    Drei Kernprozesse stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses: Zunächst die Entscheidung über die Einrichtung des Studiengangs. Zum Zweiten der Beleg, dass die Weiterentwicklung von Studiengängen in das kontinuierliche QMS eingebettet ist. Und zuletzt der Nachweis, dass die Universität auch die Aufhebung eines Studiengangs angemessen geregelt hat.

    An der Uni Würzburg wird die Qualität der Studiengänge mithilfe unterschiedlicher Instrumente und Prozesse beobachtet und gewährleistet. Ein Beispiel ist das sogenannte Studienfach-Audit, bei dem unter anderem eine externe Gutachtergruppe einen Studiengang genauer unter die Lupe nimmt. Spätestens nach neun Jahren Laufzeit erfolgt eine Gesamtschau, in der kontrolliert wird, ob ein Studiengang noch immer über die vorgesehene Qualität verfügt. "Das QMS muss geeignet sein, die Qualifikationsziele und eine hohe Qualität der Studiengänge anhaltend zu gewährleisten", fasst Professor Andrea Szczesny, die für die Systemakkreditierung verantwortliche Vizepräsidentin der Uni Würzburg, diese Punkte zusammen.

    Erste Vor-Ort-Begehung 2016

    Ob die Universität Würzburg diese Kriterien erfüllt, werden die Gutachter der von der Uni beauftragten Agentur AQAS untersuchen. Bei ihrer ersten Vor-Ort-Begehung im kommenden Jahr werden sie sich auf die Frage konzentrieren, ob das dargestellte QMS vollständig und schlüssig ist. Ihnen werden die Universitätsleitung, Teile der Zentralverwaltung, Dekane und Studiendekane, Studierende, Mitglieder der Präsidialkommission für Qualität in Studium und Lehre sowie die Gleichstellungsbeauftragte der voraussichtlich sechsköpfigen Gutachtergruppe Rede und Antwort stehen. Mit den ersten Eindrücken der Gutachter wird die Universität schon erste Hinweise auf Stärken und Schwächen ihres QMS erhalten und kann unmittelbar nachsteuern.

    Ein wenig berechenbarer Prüfungsschritt

    Bei einer zweiten Vor-Ort-Begehung prüfen die Gutachter dann, ob das System funktioniert und in den Studiengängen zu konkreten Verbesserungen und Weiterentwicklungen führt. Hierfür betrachten die Experten stichprobenartig bestimmte Bereiche wie zum Beispiel die Prüfungsorganisation oder das Beratungsangebot in einem oder mehreren Studiengängen. "Dieser Prüfschritt ist weniger berechenbar für die Universität und daher eine echte Herausforderung in der Vorbereitung", sagt Andrea Szczesny.

    Voraussichtlich im dritten Quartal 2017 wird die Agentur das Endergebnis des gesamten Prüfprozesses mitteilen. "Wir sind gut vorbereitet, aber eine Erteilung des Siegels ohne Auflagen ist selten. In der Regel werden Auflagen gemacht, für deren Umsetzung die Uni dann neun Monate Zeit hat" so die Vizepräsidentin. Die Systemakkreditierung wird zunächst für sechs Jahre ausgesprochen. Dann ist eine Re-Akkreditierung des QMS erforderlich.

    Warum die Systemakkreditierung gelingen muss

    "Das 'Gütesiegel' Systemakkreditierung ist natürlich auch eine Prestigefrage und wichtig, um die Position der Universität Würzburg im deutschland- und europaweiten Vergleich weiter zu verbessern", so Unipräsident Alfred Forchel. Eine erfolgreiche Akkreditierung nach den hohen Standards des deutschen Akkreditierungsrats sei ein Beleg dafür, dass das QMS höchsten Anforderungen entspricht und eine Qualitätskultur besteht, die den Studierenden eine hohe Qualität der Lehre und optimale Studienbedingungen garantiert.

    Ein Nicht-Bestehen auf der anderen Seite sei "extrem rufschädigend" und bedeute eine zweijährige Sperre für einen erneuten Antrag. Auch für die Studierenden sei ein Studium an einer erfolgreich akkreditierten Uni von hoher Bedeutung, denn dies verbessere ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

    Hier finden Sie die bisher erschienen Beiträge in Sachen Systemakkreditierung:

    "Ein Kraftakt mit Nutzen", einBLICK-Artikel vom 15.9.2015
    "Video: Interview mit Andrea Szczesny", einBLICK vom 22.9.2015. Oder direkt hier.

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