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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Tutoren setzen auf neue Lehrformen

    28.01.2014

    Ein schöner Erfolg für das Tutoren- und Mentorenprogramm KOMPASS: Die Hochschulrektorenkonferenz bezeichnet das Teilprojekt der Fakultät für Biologie als bundesweites Good-Practice-Beispiel zur Verbesserung der Lehre – auch weil es auf neue Lehrformen setzt.

    Mit ihrem Tutoren- und Mentorenprogramm KOMPASS baut die Universität Würzburg die studentische Lehre stark aus. Das Teilprojekt der Fakultät für Biologie verpflichtet seit dem Sommersemester 2012 alle studentischen Hilfskräfte, die für die Betreuung von Studierenden eingesetzt werden möchten, zur Teilnahme am KOMPASS-Schulungsprogramm.

    Was lernen die Biologie-Tutoren?

    Die KOMPASS-Tutoren in der Fakultät für Biologie lernen unter anderem Lehrmethoden kennen, die sich an den verschiedenen Lerntypen orientieren und mit denen sie Lernende gut aktivieren können. Damit erhalten sie erste Einblicke in eine interaktive und kompetenzorientierte Hochschullehre. Auch innovative Lehrformate bekommen sie beigebracht: So setzen beispielsweise alle Fachtutorien auf das „Just in time teaching“ (JiTT) und auf Clicker.

    Das „Just in time teaching“ ist eine Lehrmethode, die gezielt auf Schwierigkeiten mit dem Stoff eingeht: Nach einem Seminar oder einer Vorlesung bearbeiten die Studierenden sorgfältig formulierte Aufgaben und Fragen. Kurz vor der nächsten Veranstaltung – just in time also – verschaffen sich die Lehrenden dann einen Überblick über die Arbeitsergebnisse und passen ihre Veranstaltung an die Bedürfnisse der Teilnehmer an – indem sie zum Beispiel gleich am Anfang Stoff wiederholen, den viele nicht verstanden haben.

    Clicker sind kleine, handliche Sender, mit denen die Studierenden in Lehrveranstaltungen schnell und anonym Fragen der Dozenten beantworten können. In Kombination mit der von Professor Eric Mazur von der Harvard University entwickelten Lehr-Lernmethode der „Peer Instruction“ gelten sie derzeit als diejenige Lehrinnovation mit dem besten Nutzen-Aufwand-Verhältnis. Clicker werden zum Beispiel für Warm-up-Fragen am Anfang der Tutoriumsstunde verwendet (Vorwissensstand erkennen, Stoff der letzten Stunde wiederholen) oder für Testfragen gleich nach dem Erklären schwieriger Zusammenhänge (Verständnis prüfen).

    Beliebt bei Studierenden und Tutoren

    Die Clicker sind bei den Studierenden sehr beliebt, auch weil sie die Anonymität beim Beantworten von Fragen gewährleisten. Zudem fühlen sich die Studierenden dadurch gut in den Tutorienablauf eingebunden, sie nehmen aktiver und stärker an der Erörterung von Themen teil, so die Erfahrung der Tutoren. Viele Studierende wünschen es sich ausdrücklich, dass die Lehrenden diese gewinnbringende Methode kontinuierlich einsetzen.

    Die Tutoren sehen das auch so: „Das aktive Einbinden der Studierenden mit dem Clickersystem ist durch und durch positiv“, sagt Tutor Michael Brunk. Dadurch bekomme er zum einen ein direktes Feedback, was das allgemeine Verständnis der Tutoriumsinhalte angeht. Zum anderen sorge das System dafür, dass die Studierenden mit ihren Fehlern nicht alleine dastehen: Sie merken, dass es auch anderen so geht, und sind dadurch eher zur aktiven Aufklärung der Fehler bereit. Auch viele nicht-studentische Lehrende stehen den neuen Methoden sehr aufgeschlossen gegenüber und wollen sie zukünftig verstärkt einsetzen. So können sie ihre Lehrveranstaltungen weniger formal gestalten und die Fragen gezielter auf die Atmosphäre im Hörsaal und den Wissensstand der Studierenden ausrichten. Vor und in den Lehrveranstaltungen lassen sich erste Lernzielkontrollen durchführen und damit Prüfungsergebnisse verbessern. Biologie-Dozent Dieter Mahsberg: „Voller Hörsaal, mein erster Clicker-Einsatz: aufmerksame Zuhörer, wache Gesichter, angeregte Diskussion – ein voller Erfolg!“

    Das KOMPASS-Projekt

    Um die Betreuung und Beratung der Studierenden weiter zu verbessern, baut die Universität Würzburg in ihrem Tutoren- und Mentorenprogramm KOMPASS die studentische Lehre stark aus und fördert mit neuen Lehrformaten die Kompetenzorientierung der Studierenden. Finanziell unterstützt wird das Programm im „Gemeinsamen Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

    Zur Projektdatenbank „Good-Practice-Beispiele“ der Hochschulrektorenkonferenz 

    KOMPASS in der Fakultät für Biologie 

    Informationen der Universität über neue Lehr- und Lernmethoden 

    Kontakt

    Dr. Ulrike Rapp-Galmiche, Koordinatorin des Tutoren- und Mentorenprogramms KOMPASS für die Fakultät für Biologie, T (0931) 31-86901, ulrike.rapp-galmiche@uni-wuerzburg.de

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