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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg

    Wenn Macht auf Geist trifft

    27.10.2015 | VERANSTALTUNGEN
    Die Assyrerkönige auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Ihr Hof ist ein markantes Beispiel für die Begegnung zwischen Intellektuellen und großer Politik. (Bild: James Fergusson)

    Die Assyrerkönige auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Ihr Hof ist ein markantes Beispiel für die Begegnung zwischen Intellektuellen und großer Politik. (Bild: James Fergusson)

    Der Herrscher und der Intellektuelle – diese zwei sozialen Rollen könnten unterschiedlicher nicht sein. Wenn sie sich begegnen, folgen oft schwere Konflikte. Mit dieser Thematik befasst sich die Ringvorlesung des Würzburger Altertumswissenschaftlichen Zentrums.

    Der Herrscher gehorcht den Zwängen von Machterhalt und Staatsraison, der Intellektuelle folgt den Forderungen von Kunst und freiem Denken. Dabei ist der Herrscher nicht zwangsläufig der Böse, der Literat nicht unbedingt der Vorkämpfer der Freiheit. Denn in der Geschichte agieren nicht Idealtypen, sondern lebende Menschen.

    Könige können sich für Kunst und Wissenschaft begeistern, eine kulturelle Blüte herbeiführen und sich als Musenfürsten profilieren. Und Literaten agieren als Machtpolitiker, die mit ihren Werken nicht nur noble Zwecke verfolgen. Doch hin und wieder wird das Klischee auch erfüllt: Schriftsteller sterben für ihre Überzeugungen, Kaiser verfolgen Intellektuelle. Für all diese Variationen hat das Altertum reiches Anschauungsmaterial parat.

    Literatur und Monarchie im Altertum

    Mit einigen Episoden des Spannungsverhältnisses zwischen Monarchen und Schriftstellern befassen sich die Vorträge in der Ringvorlesung „Macht und Geist. Literatur und Monarchie im Altertum“, zu der das Würzburger Altertumswissenschaftliche Zentrum (WAZ) im Wintersemester 2015/16 alle Interessierten einlädt.

    Dabei wird ein Bogen vom Ägypten des späten dritten Jahrtausends vor Christus bis zur christlichen Welt der ausgehenden Antike gespannt. Die Zuhörer sind eingeladen, den Dienst beim assyrischen König zu erleben und von Gelehrtenstolz vor Kaiserthronen zu erfahren.

    Die Vorträge finden jeweils montags um 18:15 Uhr im Toscanasaal im Südflügel der Würzburger Residenz statt. Der Eintritt ist frei.

    • 2. November 2015: “Callimachus’ gods and the kings: epiphany and power”, Dr. Ivana Petrovic (Universität Durham/Berlin)

    • 16. November 2015: „Senecas Sorge um das Selbst. Ethik als Politik mit anderen Mitteln?“, Prof. Dr. Jula Wildberger (Universität Paris)

    • 30. November 2015: „Papinian und Caracalla. Spuren einer wechselhaften Zusammenarbeit in der römischen Rechtsliteratur“, Prof. Dr. Ulrike Babusiaux (Universität Zürich)

    • 14. Dezember 2015: „Neferti, Amenemhet und Kairsu im Kontext: Vom Umgang mit altägyptischer Literatur zum Königtum“, Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen (Universität Mainz)

    • 11. Januar 2016: „‘Disertus vel desertus’ (conf. 2, 3, 5). Augustinus als Panegyriker und Anti-Panegyriker“, Prof. Dr. Michael Erler (Universität Würzburg)

    Mehr Informationen zu den Vorträgen gibt es auf der Homepage des Würzburger Altertumswissenschaftlichen Zentrums

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