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    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

    Frankreichs Premierminister zu Besuch

    05.04.2013

    Im Wintersemester 1969/70 war Jean-Marc Ayrault als Austauschstudent zu Gast an der Universität Würzburg. Jetzt hat der französische Premierminister „seiner“ ehemaligen Uni einen Besuch abgestattet. Die Universität hat ihm dabei die Ehrenbürgerwürde verliehen.

    Jean-Marc Ayrault beim Eintrag in das Gästebuch der Uni Würzburg.

    Jean-Marc Ayrault beim Eintrag in das Gästebuch der Uni Würzburg.

    „Von ganzem Herzen drücke ich meine tief empfundene Dankbarkeit der Universität Würzburg und den Professoren aus, die mich wie auch die anderen Studenten aus Frankreich mit offenen Armen empfangen haben. Durch sie habe ich gelernt, Deutschland und das deutsche Volk zu lieben. Sie haben mich noch in der Überzeugung gestärkt, dass Deutschland und Frankreich mehr denn je eine historische Rolle zukommt, um den europäischen Traum des XXI. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen.

    Jean-Marc Ayrault
    Premier Ministre de la République Francaise
    5. April 2013“

    So lautet der (übersetzte) Eintrag von Jean-Marc Ayrault, Premierminister von Frankreich, in das Gästebuch der Universität Würzburg.

    Ayrault war im Wintersemester 1969/70 als Germanistik-Austauschstudent in Würzburg gewesen. Nach seiner Ernennung zum Premierminister Frankreichs vor knapp einem Jahr hatten Präsident der Universität und Oberbürgermeister Georg Rosenthal den ehemaligen Deutschlehrer in seine Studienstadt eingeladen. In Zusammenhang mit einem Staatsbesuch in Bayern hat nun der französische Premierminister Stadt und Universität Würzburg besucht. Im Rahmen dieses Besuchs verlieh die Universität Würzburg Ayrault die Ehrenbürgerwürde. In der Begründung heißt es:

     „Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg ernennt Herrn Jean-Marc Ayrault, Premierminister der Französischen Republik, in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Sprache und seiner großen Verbundenheit mit der Universität zu ihrem Ehrenbürger. Zum äußeren Zeichen der Zugehörigkeit zur Universität werden ihm diese Ehrenurkunde und die Ehrenmedaille in Gold verliehen mit dem Recht, die Medaille mit den Farben der Universität zu tragen."

    Alfred Forchels Grußworte

    „Wir sind keineswegs so vermessen zu glauben, dass die Grundlagen für Ihre Karriere hier in Würzburg gelegt wurde. Aber vielleicht haben die Kolleginnen und Kollegen und Ihre Kommilitoninen und Kommilitonen von damals ein bisschen dazu beigetragen, dass Sie, wie wir wissen, die deutsche Sprache und Kultur sehr schätzen und dass Ihnen die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland ein besonderes Anliegen ist“, sagte Unipräsident Alfred Forchel in seiner Begrüßungsrede.

    Forchel führte weiter aus: "In den vergangenen 50 Jahren haben sich die Beziehungen unserer beiden Staaten - vor allem aber jene zwischen den Menschen in beiden Ländern - als Teil des europäischen Integrationsprozesses beispielhaft entwickelt. Bei allen wirtschaftlichen Problemen dürfen wir nicht vergessen, dass die europäische Integration zu Frieden, Stabilität und Wachstum über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren geführt hat - für Deutschland ist das der längste Friedenszeitraum überhaupt."

    Rund 600 Besucher waren am Freitagnachmittag in den Lichthof der Universität am Sanderring gekommen, um dort Frankreichs Premierminister zu sehen und eventuell auch ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Darunter seine früheren Gastgeber und Freunde, mit denen der Premierminister über die Jahrzehnte den Kontakt fortgeführt hat, sowie viele Professoren, Alumni und heutige Studierende.

    Jean-Marc Ayraults Dankesworte

    Diese Auszeichnung durch die Universität Würzburg zu erhalten, sei für ihn eine besondere Ehre, sagte Ayrault auf Deutsch in seiner Ansprache. „Ich erhalte sie nicht ohne Rührung, wie Sie sehen können.“ Die Zeit in Würzburg sei angenehm und anregend zugleich gewesen; sie präge ihn noch heute. Der Aufenthalt in Würzburg habe seine Begeisterung für die Literatur und Geschichte Deutschlands gestärkt.

    An die Studierenden richtete Ayrault den Appell: „Reisen Sie durch die Welt. Das ist das beste Mittel gegen Vorurteile.“ Dass jedes Jahr rund 14.000 Studierende aus Deutschland für ein oder zwei Semester nach Frankreich gehen und etwa 10.000 den entgegengesetzten Weg einschlagen, begrüßte der Premierminister sehr. Die Zahl sei aber noch steigerungsfähig.

    Den Universitäten in Europa gab Ayrault den Rat, enger zusammenzuarbeiten und sich so im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe besser zu positionieren. „Im 12. und 13. Jahrhundert hat die Welt Europa bewundert für seine Universitäten. Daran sollten wir uns im 21. Jahrhundert orientieren.“

    Gespräch mit den Besuchern

    Nachdem Ayrault sich in das Gästebuch der Universität eingetragen hatte, suchte er den Kontakt zum Publikum. Dicht umlagert von Besuchern und von Vertretern der Medien bahnte es sich seinen Weg durch den Lichthof, plauderte hier mit Studierenden, beantwortete dort Fragen und hatte an dem Austausch sichtlich Gefallen.

    Etwa eine Stunde nach seiner Ankunft rief dann die Pflicht: Der Flieger wartete in Giebelstadt, um Ayrault und seine Begleiter nach München zu bringen, wo Bayerns Ministerpräsident auf ihn wartete.

    Berichte anderer Medien über Ayraults Besuch an der Universität Würzburg:

    Le Monde

    Le Parisien

    Liberation

    Bayerischer Rundfunk

    SAT 1 - Bayern

    TV Touring

     

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