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17.01.2017

DZHI-Neubau eingeweiht

Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) hat am 13. Januar mit einem Festakt die Inbetriebnahme seines Neubaus gefeiert. Rund 5.500 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung für Forschung und eine bestmögliche Versorgung von Herzschwächepatienten.

Der DZHI-Forschungsneubau „Am Schwarzenberg“ auf dem Gelände des Universitätsklinikums. (Abbildung: Nickl & Partner Architekten AG)

Perspektive des DZHI-Forschungsneubaus „Am Schwarzenberg“ auf dem Gelände des Universitätsklinikums. (Abbildung: Nickl & Partner Architekten AG)

Perspektive des DZHI-Forschungsneubaus „Am Schwarzenberg“ auf dem Gelände des Universitätsklinikums. (Abbildung: Nickl & Partner Architekten AG)

Bei der Einweihungsfeier (von links): Dekanin Edda Weise, Weihbischof Ulrich Boom, Peter Mack vom Staatlichen Bauamt, Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums und Sprecher des DZHI, Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle, Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Bürgermeister Adolf Bauer, Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät, und Universitätspräsident Alfred Forchel. (Foto: Angie Wolf, UKW)

Mit weltweit geschätzten mehr als zwanzig Millionen Betroffenen und stetig ansteigenden Fallzahlen ist die Herzinsuffizienz (Herzschwäche) eine der großen medizinischen Herausforderungen der Gegenwart: Wissenschaftlichen Hochrechnungen zufolge soll sich bis zum Jahr 2040 die Zahl der Menschen mit Herzschwäche verdoppeln, bis 2060 sogar verdreifachen.

Das seit 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz hat sich diesem Problem angenommen und erforscht die Volkskrankheit Herzschwäche und ihre Komplikationen. Das Zentrum wird gemeinschaftlich von der Universität und dem Universitätsklinikum Würzburg getragen und steht heute mit an der Spitze der deutschen Herzinsuffizienzforschung und -behandlung. Der Neubau stellt für das Zentrum eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau seiner Erfolgsgeschichte als an einem Universitätsklinikum integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum dar.

Hochmoderne Ausstattung

Mit der Inbetriebnahme des deutlich größeren und hochmodern ausgestatteten Neubaus, der am nördlichen Rand des Würzburger Universitätsklinikumscampus „Am Schwarzenberg“ lokalisiert ist, beginnt für das DZHI eine neue Ära: Forscher- und Ärztegruppen, die zuvor an unterschiedlichen Standorten der Universität und des Klinikums im Rahmen ihrer DZHI-Aktivitäten als Forscher oder Behandelnde tätig waren, können jetzt sehr viel enger und direkter und zudem mit hochmodernen Laborausstattungen ihre Arbeit fortführen.

Insbesondere im Bereich der medizinischen Bildgebung bietet der DZHI-Neubau viel Innovation: Mit einem der bundesweit sehr seltenen 7-Tesla-Magnetresonanztomographen können künftig  sehr viel detailliertere Blicke vom Herz und dessen Funktion gewonnen werden, was vielversprechend für die Diagnostik und Behandlung kardialer Erkrankungen ist.

Die großzügigen Räumlichkeiten für nuklearmedizinische Fragestellungen ergänzen die Bildgebungseinheit dabei optimal. Und auch die DZHI-Patienten können sich freuen: Sie werden in dem Neubau mehrere großzügig erweiterte Ambulanzen und Versorgungsstrukturen vorfinden, in denen sie fachmedizinisch und von einem interdisziplinären Ärzteteam bestens betreut und therapiert werden oder auch an klinischen Studien teilnehmen können.

Grußwort vom Wissenschaftsminister

„Rund drei Jahre nach Baubeginn können wir heute mit der Einweihung des neuen Forschungsbaus einen wichtigen Meilenstein für das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz feiern. Damit wird die klinische Spitzenforschung nachhaltig gestärkt und die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Krankheitsgebiet deutlich erhöht“, hob Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle beim Festakt anlässlich der Einweihung in Würzburg hervor.

„Das Erfolgsrezept des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz beruht darin, dass Experten verschiedener Fachbereiche konzentriert und interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Forschungseinrichtung schafft eine Brücke von der wissenschaftlichen Grundlagenforschung hin zur klinischen Anwendung und arbeitet dabei eng mit dem Universitätsklinikum Würzburg zusammen“, so Spaenle. Der Minister dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und betonte abschließend, dass das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz mit dem neuen Bau die Grundlagenforschung zukunftsweisend ausbaut.