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27.06.2017

Ein Würzburger Roboter in Mittelamerika

Das Schüler-Team „X-Rays Junior 2“ vom Würzburger Röntgen-Gymnasium hat sich für das Weltfinale der „World Robot Olympiad“ in Costa Rica qualifiziert. Ihren Roboter haben die drei Schüler in Kooperation mit der Didaktik der Informatik am M!ND-Center der Universität Würzburg entwickelt.

So sieht es aus, wenn der Würzburger Lego-Roboter eine Solarzelle setzt. (Foto: Martin Hennecke).

So sieht es aus, wenn der Würzburger Lego-Roboter eine Solarzelle setzt. (Foto: Martin Hennecke).

Sie haben sich gegen 527 Teams aus ganz Deutschland durchgesetzt und fahren jetzt zur Roboter-Weltmeisterschaft nach Lateinamerika: Lukas Beuschel, Jannis Engel und Fabian Manger vom Röntgen-Gymnasium werden beim internationalen Wettkampf „World Robot Olympiad“ (WRO) im November gegen Teams aus der ganzen Welt antreten.

Schnelligkeit und gute Bauweise überzeugten

In diesem Jahr hieß es einen Roboter aus Lego-Technik zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln und zu programmieren. Die drei Würzburger Schüler haben das so gut umgesetzt, dass sie sich nun auf Weltniveau mit anderen Roboterentwicklern messen werden.

Lukas, Jannis und Fabian hoffen an die bisherigen Erfolge anknüpfen zu können: Durch seine enorme Geschwindigkeit holte sich ihr Roboter bereits den zweiten Platz im Deutschlandfinale Mitte Juni. Die Aufgabe der kleinen Maschine in der sogenannten Regular-Kategorie war es, kleine Lego-Solarzellen an einem sonnigen Platz aufzubauen und Lego-Bäume an die richtigen Stellen zu pflanzen.

Zusammenarbeit mit der Universität

Konstruiert haben die Jungen ihren Roboter im Schülerforschungszentrum des M!ND-Centers. Dabei wurden sie tatkräftig von ihren Lehrern Kristina Kurz und Stefan Brust unterstützt. Von Seiten der Universität konnten sie auf die Hilfe von Martin Hennecke, Professor für Didaktik der Informatik, und seinen Studierenden bauen.

Der Teamname „X-Rays“, das englische Wort für Röntgen-Strahlen, soll auch die Verbundenheit zur Uni ausdrücken. Schließlich hat Wilhelm Conrad Röntgen diese 1895 in Würzburg entdeckt.

Erfolg in Schweinfurt führt nach Costa Rica

Zu den Besonderheiten der Wettkämpfe gehört es, dass die Teams ihre Roboter vor Ort selbstständig aus mehreren hundert Einzelteilen zusammenbauen mussten. Anfang Mai zeigten die Würzburger ihr Können bereits bei der Regionalausscheidung in Schweinfurt. Dort erreichten sie den ersten Platz und hatten die Qualifikation für das Deutschlandfinale in der Tasche.

Auf der Suche nach Sponsoren

Vom 10. bis 12. November 2017 heißt es: Daumen drücken für die Würzburger „X-Rays“. Dann findet die Weltmeisterschaft in San José statt. Bis dahin müssen sie ihren Roboter weiterentwickeln, um in Costa Rica überzeugen zu können. Um die Flug- und Übernachtungskosten stemmen zu können, sind die drei Nachwuchs-Tüftler nun auf der Suche nach Sponsoren, die sie finanziell unterstützen wollen.

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. Martin Hennecke, Didaktik der Informatik, Universität Würzburg, T (0931) 31-83377, martin.hennecke@mathematik.uni-wuerzburg.de