Das Online-Magazin der Universität Würzburg

16.05.2017

Virtuelle Schnitzeljagd rund um die Uni

Studierende der Wirtschaftsinformatik haben ein Spiel programmiert, bei dem man im Rahmen einer Schnitzeljagd über den Campus die Universität Würzburg, ihre Gebäude und deren Geschichte kennen lernen kann. Nun ist das Ergebnis auch über eine Online-Plattform für jedermann erlebbar.

Mit einer Rätselroute den Campus und die wichtigen Eckdaten der Universität spielerisch entdecken: Das ist seit Mitte April möglich und wird intensiv genutzt.

Mit einer Rätselroute den Campus und die wichtigen Eckdaten der Universität spielerisch entdecken: Das ist seit Mitte April möglich und wird intensiv genutzt.

Eine über die App-Stores der einzelnen Smartphonehersteller zu beziehende Geocaching-App stellt alle Infos zur Schnitzeljagd übersichtlich dar. Im Mittelpunkt stehen die Beschreibung und natürlich eine Kartenansicht.

Eine über die App-Stores der einzelnen Smartphonehersteller zu beziehende Geocaching-App stellt alle Infos zur Schnitzeljagd übersichtlich dar. Im Mittelpunkt stehen die Beschreibung und natürlich eine Kartenansicht.

Die "Wherigo"-Einbindung ermöglicht Geocachern, virtuelle Gegenstände aufzunehmen und mit diesen dann weitere Rätsel auf dem Weg zum finalen Cache zu lösen.

Die "Wherigo"-Einbindung ermöglicht Geocachern, virtuelle Gegenstände aufzunehmen und mit diesen dann weitere Rätsel auf dem Weg zum finalen Cache zu lösen.

Die Kommentare zu den einzelnen Routen sind bisher äußerst positiv. (Alle Bilder/Screenshots: Uni Würzburg)

Die Kommentare zu den einzelnen Routen sind bisher äußerst positiv. (Alle Bilder/Screenshots: Uni Würzburg)

Die virtuelle Schnitzeljagd ist Ergebnis einer Zusammenarbeit der Master-Studierenden von Professor Christian Janiesch und der Pressestelle der Uni Würzburg. Während die Studierenden im Bereich Programmierung und Umsetzung von Janiesch und Kollegen betreut wurden, kam von der Pressestelle Unterstützung im Bereich der zu erzählenden Geschichte.

"Die Grundidee war die Entwicklung eines standortbezogenen Spiels zur Vorstellung des Uni-Campus", sagt Wirtschaftsinformatiker Janiesch. "Die Studierenden sollten die Möglichkeiten von Gamification nutzen, also spieltypische Elemente in einen spielfremden Kontext wie einen touristischen Rundgang einflechten", so Janiesch weiter.

"Später haben wir uns aufgrund der guten Implementierung dazu entschlossen, das Spiel als Geocache zu veröffentlichen, da dort eine fertige Plattform und eine Community zur Nutzung existiert", erklärt Janiesch. Beim Geocaching werden in freiem Gelände versteckte Behälter mithilfe von GPS-Geräten, heute oft Smartphones, gesucht, geloggt und anschließend am selben Ort wieder versteckt.

Vier Routen, vier Missionen

Zur Verfügung stehen vier Routen: "Experimentelle Physik am Campus Hubland Süd", zum Einstieg geeignet, sowie drei weitere Missionen: "Großbrand am Campus Hubland Nord", "Intermezzo am Röntgenring" und "Das große Finale am Sanderring".

"Inhaltlich geht es im Prinzip darum, einem zerstreuten Professor zu helfen", sagt Pressereferent Marco Bosch. Es müssen an verschiedenen Stellen Fragen beantwortet, Rätsel gelöst und Gegenstände eingesammelt werden. "Jedes Rätsel bringt die Spieler dem großen Ganzen näher. Zugleich lernen die Nutzer etwas über die Universität Würzburg; über die Standorte, Gebäude und wichtige Ereignisse und Personen", so Bosch. So spielt unter anderem auch der geheimnisumwobene Mord am damaligen Universitäts-Rektor Johannes Zantfurt 1413 eine Rolle.

Positive Resonanz

Bisher kommt das Spiel sehr gut an. Die vier Routen sind seit Mitte April angelegt, es gibt bereits mehr als 100 "Logs" zu den Geocaches. Das bedeutet: Bereits 100 Mal haben interessierte Einzelpersonen oder kleine Teams ihre Zeit ­­­– oft mehrere Stunden – auf dem Gelände der Uni mit einer erfolgreichen Schnitzeljagd verbracht.

"Das Feedback übersteigt unsere Erwartungen", sagt Marco Bosch. Ein Nutzer schreibt in einem Kommentar auf der Geocaching-Plattform: "Danke für den  Spaß, den wir beim Spielen hatten, und auch für die Uniführung. Jetzt kennen wir uns da auch aus." Ein weiterer schreibt: "Die Aufgaben konnten gut und problemlos erfüllt werden und einige Stunden und Kilometer später konnten die beiden Rundgänge mit einem weiteren Autogramm signiert werden. Herzlichen Dank an die uniwue für den Campuslauf, die Geschichte und das Programmieren."

Auch Alumni haben ihre Beziehung zur Alma Mater durch den Geocache wiederentdeckt: "Ein neuer Wherigo, am Campus, wo ich von 2004 bis 2006 jede Menge Zeit verbrachte?!? Genial. Alte Erinnerungen aufleben lassen?!? Da bin ich dabei."

Die Links zu den vier Rätselrouten auf der Geocaching-Plattform gibt es hier:

coord.info/GC7098C
coord.info/GC7098H
coord.info/GC7098J
coord.info/GC7098P

Die benötigte Software für Handys ist über den AppStore (iOS) oder Google Play (Android) kostenfrei verfügbar.

Kontakt

Christian Janiesch (Juniorprofessor für Information Management), T.: +49 0931 31-84930, E-Mail: christian.janiesch@uni-wuerzburg.de Marco Bosch (Öffentlichkeitsarbeit) T.: +49 0931 31-88225, E-Mail: marco.bosch@uni-wuerzburg.de

Von: Pressestelle