Auslandsstudium immer beliebter
Immer mehr Studierende der Uni Würzburg absolvieren mit dem europäischen Mobilitätsprogramm Erasmus einen Studienaufenthalt im Ausland. Insgesamt 411 Studierende haben das im akademischen Jahr 2009/10 getan, rund ein Drittel mehr als im Jahr davor. Durch den starken Zuwachs ist die Universität in die Liga der Top-100-Erasmus-Hochschulen in Europa aufgestiegen.
Knapp 3.900 Hochschulen in Europa nehmen am Erasmus-Programm teil. Betrachtet man die Zahl der Studierenden, die mit Erasmus in andere Länder gehen, dann belegt die Julius-Maximilians-Universität in der Statistik Platz 88 (im Vorjahr 159). Erstmals ist sie damit unter den 100 aktivsten Erasmus-Hochschulen vertreten. Deutschlandweit gesehen ist Würzburg von Platz 28 auf Platz 16 vorgerückt. Die Zahlen stammen aus der jüngsten Veröffentlichung der Europäischen Kommission über die Mobilität von Studierenden.
Den Aufstieg wertet die Universität Würzburg als Erfolg – schließlich gehört es zu ihren erklärten Zielen, möglichst vielen Studierenden einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. „Wir sehen den internationalen Austausch als wichtiges Element, um das Verständnis für unterschiedliche Kulturen, Nationalitäten und Sprachen zu fördern“, so Universitätspräsident Alfred Forchel.
Florian Evenbye vom International Office, das die Erasmus-Studierenden der Uni Würzburg in Zusammenarbeit mit den Fakultäten betreut, nennt weitere Vorteile eines Auslandsaufenthaltes. „An ausländischen Universitäten lernen die Studierenden auch andere wissenschaftliche Denkweisen und Problemlösungsstrategien kennen.“ Zudem könne sich ein Auslandsaufenthalt bei der Stellensuche als wertvoll erweisen, denn oft legen Arbeitgeber großen Wert auf internationale Erfahrungen.
Die beliebtesten Zielhochschulen der Würzburger Studierenden waren 2009/10 Umeå im Norden von Schweden, gefolgt von Padua in Italien und von Caen in der Normandie. Auf den nächsten Plätzen liegen dann spanische Universitäten – in Salamanca, Granada und Barcelona.
Am eifrigsten beteiligten sich am Erasmus-Programm die Fakultät für Biologie, das Neuphilologische Institut, die Juristische und die Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, das Institut für deutsche Philologie sowie die Institute für Psychologie und Geographie. Unter den kleineren Fächern fallen laut Evenbye besonders das Institut für klassische Philologie und das Institut für Mathematik als sehr aktiv auf.
Für zentrale administrative und finanzielle Belange des Erasmus-Programms ist das International Office der Uni zuständig. Akademisch betreut werden die Studierenden von den Programmverantwortlichen in den einzelnen Fächern.
Fächer, die ihre Studiengänge stärker international ausrichten möchten, erhalten im International Office umfangreiche Unterstützung. Diese reicht beispielsweise von der Planung neuer Abkommen bis hin zu gemeinsamen Informationsveranstaltungen.
Mobilität von Studierenden: Statistik 2009/10 der Europäischen Kommission (pdf)
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