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usgabe 45 vom 15. Dezember 2009

Unipräsident Alfred Forchel (l.) und der Rektor der Technischen Universität Wroclaw Tadeusz Wieckowski bei der Vertragsunterzeichnung in Wroclaw.  (Foto Joanna Pająk)
Unipräsident Alfred Forchel (l.) und der Rektor der Technischen Universität Wroclaw Tadeusz Wieckowski bei der Vertragsunterzeichnung in Wroclaw. (Foto Joanna Pająk)

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Partnerschaft mit Wroclaw

Austausch von Dozenten und Studierenden, gemeinsame Forschungsprojekte und Veranstaltungen, Teilnahme am Erasmus-Programm: Dies sind die Kernpunkte eines Kooperationsvertrags, den die Technische Universität Wroclaw und die Uni Würzburg am 8. Dezember geschlossen haben.

Wroclaw, das frühere Breslau, liegt in Schlesien im Westen Polens und ist in fünf Stunden von Würzburg aus mit dem Auto zu erreichen. Die Stadt hat 630.000 Einwohner, darunter rund 140.000 Studierende an verschiedenen staatlichen und privaten Universitäten und Hochschulen.

Die Technische Universität Wroclaw ist eine der größten und leistungsfähigsten technisch orientierten Universitäten Polens mit mehr als 32.000 Studierenden, verteilt auf zwölf Fakultäten. Die Universität hat rund 4000 Angestellte, davon 170 Professoren und 1300 Wissenschaftliche Mitarbeiter.

Zu den Angeboten der Technischen Universität gehören Fächer wie Chemie, Mathematik, Informatik und Architektur. Schwerpunkte bilden jedoch die Ingenieurswissenschaften. Maschinenbau, Elektro- und Umweltingenieurwesen gehören ebenso dazu wie Robotik, Informatik und Photonik.

Austauschprogramm für Studierende

Kein Wunder, dass sich das Austauschprogramm für Studierende zwischen Wroclaw und Würzburg vor allem auf die naturwissenschaftlich-technischen Fächer konzentriert. Wer für Mathematik, Informatik, Physik, Chemie oder für verwandte Fächer eingeschrieben ist, soll in Zukunft die Möglichkeit erhalten, im Rahmen des Erasmus-Programms für ein oder zwei Semester an der Partnerhochschule zu studieren. Aber auch Studierende der jeweiligen Sprachwissenschaften können sich für einen Austausch bewerben.

Erasmus-Studierende sind von der Zahlung von Studiengebühren an der Gasthochschule befreit. Zusätzlich erhalten sie einen Zuschuss von 100 bis 200 Euro im Monat. Darüber hinaus gibt es Sondermittel für soziale Härtefälle.

Entstanden aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs

Die Technische Universität Wroclaw ist vergleichsweise jung. Die Universität entstand aus der ehemaligen Technischen Hochschule Breslau: Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kamen 27 Professoren aus dem ehemaligen Lemberg nach Wroclaw und gründeten dort in den weitgehend zerstörten Gebäuden der Technischen Hochschule die „Polnische Akademische Gesellschaft“.

„Sie brachten die akademische Tradition aus Lemberg mit und sorgten dafür, dass die Errungenschaften der Technischen Universität Lemberg und der Jan-Kazimierz-Universität nicht verloren gingen“, heißt es auf der Homepage der Technischen Universität Wroclaw. Auf dieser Tradition aufbauend, habe sich die Hochschule zur heute „besten Technischen Universität in Polen“ entwickelt.

Den Vertrag mit Leben erfüllen

„Ich freue mich über den Kooperationsvertrag mit der Technischen Universität Wroclaw“, begrüßte Unipräsident Alfred Forchel das neue Abkommen. Die polnische Hochschule habe in der Wissenschaft einen exzellenten Ruf und biete sowohl Wissenschaftlern als auch Studierenden attraktive Angebote. Diese müssten nun rege angenommen werden, damit der Vertrag mit Leben gefüllt wird, wünscht sich Forchel.

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