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    Ausgabe 15 vom 17. April 2007


    Wie Honigbienen Krisen bewältigen

    Internationales Projekt am Biozentrum wird  mit 1,35 Millionen US-Dollar gefördert

    Katastrophen, Krisen und andere widrige Bedingungen führen zum Verlust von Arbeitskraft in einem Sozialstaat. Das gilt nicht nur für den Menschen. Auch Staaten bildende Insekten wie Ameisen oder Bienen leiden, wenn sie von außen geschwächt werden. Mit welchen Strategien diese Völker auf solche Szenarien reagieren, und wie diese Strategien funktionieren, untersucht jetzt der Neuroethologe Wolfgang Rössler vom Biozentrum der Uni Würzburg am Beispiel der Honigbiene gemeinsam mit Forschern aus Kanada und Frankreich.

    Ein plötzliches Unwetter fegt über die Landschaft und tötet dabei viele Nektar sammelnde Bienen – eine Katastrophe für das Bienenvolk, herrscht bei ihm doch strikte Arbeitsteilung. Während jüngere Tiere im Stock sozusagen Innendiensttätigkeiten verrichten und die Brut füttern oder die Waben säubern, erledigen ältere, erfahrenere Bienen den gefährlichen Außendienst, wie das Sammeln von Nektar und Pollen . Wie schafft es das Volk jetzt, nach dieser Katastrophe, in möglichst kurzer Zeit den Verlust der „Außendienstmitarbeiter“ zu kompensieren? Wie stellen die Bienen binnen kurzem wieder ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den unterschiedlichen Spezialisten her, ohne dass das große Chaos ausbricht?

    Das Gehirn der Honigbiene steht im Zentrum der Forschung der Arbeitsgruppe Neuroethologie von Professor Wolfgang Rössler am Biozentrum der Uni Würzburg. Foto: Thomas Münz

    Mit solchen grundlegenden Fragen beschäftigt sich ein neues, international und interdisziplinär zusammengesetztes Forscherteam, an dem auch ein Vertreter aus Würzburg beteiligt ist: Wolfgang Rössler vom Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie im Biozentrum der Universität. Rössler untersucht schon seit Jahren, auf welchen Wegen soziale Insekten wie Ameisen und Honigbienen untereinander kommunizieren, wie sie ihr Verhalten aufeinander abstimmen und welche Spuren diese Fähigkeit zum Austausch im Gehirn der Tiere hinterlässt. „Unser Beitrag in diesem Projekt wird es sein, auf Ebene der Nervenzellen nachzuweisen, welche Mechanismen das Verhalten der Bienen steuern“, sagt Rössler.

    Schon länger ist bekannt, dass bestimmte Duftstoffe – so genannte Pheromone – mit verantwortlich sind, wie sich bei Honigbienen das Sozialverhalten entwickelt. Entdeckt haben diesen Prozess die Biochemikerin Erika Plettner von der Simon Fraser University in Vancouver, Kanada, und Yves Le Conte, molekularer Verhaltensbiologe am Agrarwissenschaftlichen Institut in Avignon, Frankreich. Beide sind auch jetzt an dem Forschungsprojekt beteiligt; Erika Plettner ist die Hauptantragsstellerin. Aufgabe der beiden wird es sein, die Biochemie und die Ausbreitung des Pheromons bei zwei Bienenrassen zu untersuchen sowie dessen Wirkung auf das Verhalten.

    Etwas exotisch in dieser Forscherrunde der Biologen und Biochemiker wirkt das vierte Mitglied: James Watmough ist Mathematiker an der University of New Brunswick, Kanada. „Watmough soll auf der Basis der gewonnenen Daten ein mathematisches Modell entwickeln, das Voraussagen über das Verhalten der Bienen erlaubt und vielleicht langfristig auf andere soziale Systeme wie den Menschen übertragen werden kann“, sagt Wolfgang Rössler. Damit könnte es beispielsweise möglich sein, allgemeingültige Prognosen für Strategien bei Naturkatastrophen oder Epidemien zu machen.

    Gemeinsames Ziel der beteiligten Forscher sei es: „Die spannende Frage klären, wie molekulare und neurobiologische Regelmechanismen schlussendlich zu einer intelligenten Strategie in einer aus Tausenden von Individuen bestehenden Kolonie führen“, erklärt Rössler.

    Auf die internationale Zusammenarbeit freut sich der Forscher vom Biozentrum ganz besonders: „Diese Kooperation eröffnet hervorragende Möglichkeiten“, findet er. In wissenschaftlicher Hinsicht leisten die Würzburger Arbeiten zur chemischen Kommunikation und neuronalen Plastizität im Gehirn der Honigbiene „einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der zellulären und molekularen Grundlagen der Verhaltenssteuerung“. Zudem bedeute das interdisziplinäre Forschungsprogramm „einen enormen Gewinn und Anreiz für Studierende und Nachwuchswissenschaftler hier am Biozentrum, weil sie früh lernen, in einem internationalen Team zu arbeiten“, sagt Rössler.

    Dass das Human Frontier Science Program (HFSP) das Projekt finanziert, ist ein großer Erfolg für die Antragsteller. „Die Chancen auf eine Förderung durch das Programm sind äußerst gering“, sagt Rössler. Weltweit hatten rund 800 Teams Anträge eingereicht; nur drei Prozent von ihnen durften mit einem positiven Bescheid rechnen. Umso glücklicher schätzt sich das deutsch-französisch-kanadische Team, weil es sogar auf Platz 7 landete und nun mit insgesamt 1,35 Millionen US Dollar – umgerechnet rund eine Million Euro – gefördert wird. Das Projekt mit dem Titel „Social recovery from losses in the workforce: honey bee colonies as a model of recovery strategies“ wird im Herbst dieses Jahres starten und über drei Jahre laufen.

    Das HFSP ist weltweit einzigartig in den Lebenswissenschaften; es fördert internationale Forschungskooperationen, die sich das Ziel gesetzt haben, die Funktionsweise komplexer Mechanismen lebender Systeme aufzuklären. Getragen wird das Programm von Deutschland, Japan, Australien, Kanada, Frankreich, Italien, Korea, Großbritannien, USA, der Schweiz und der Europäischen Union. Den deutschen Beitrag stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereit.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Wolfgang Rössler, T (0931) 888-4313, roessler@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Zum Human Frontier Science Program: www.hfsp.org

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    Studienbeiträge verbessern die Ausbildung

    Medizinische Fakultät baut ihr Trainingszentrum aus

    Mit einem Tag der offenen Tür, einem umfangreichen Vortragsprogramm und zahlreichen Vorführungen hat die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg den Teilumzug des SkillsLab gefeiert. In dem „Labor“ können Medizinstudent ihre Skills, das heißt: ihre Fertigkeiten, die sie in ihrem späteren Berufsleben beherrschen sollten, an Simulatoren und Phantomen trainieren.

    Dafür stehen ihnen ab sofort vier zusätzliche Räume zur Verfügung; die bereits vorhandenen vier Übungszimmer sollen im kommenden Jahr ebenfalls ins das neue Gebäude folgen. In dem Haus, in dem sich früher die Herz-Thorax-Chirurgie befunden hat – dem heutigen Bau C 16 – verfügen die Mediziner jetzt über umfangreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Dort befindet sich nämlich in direkter Nachbarschaft zum SkillsLab eine weitere Einrichtung der Würzburger Medizin: INTUS, das Interdisziplinäre Trainings- und Simulationszentrum.

    Mit der räumlichen Nähe dieser beiden Einrichtungen verfolgt die medizinische Fakultät ein Ziel: Zukünftig soll die Ausbildung von Studierenden und von Ärzten synchronisiert werden, um damit zum einen den Effekt zu potenzieren und zum anderen die Universitätsklinik Würzburg zu einem führenden innovativen Ausbildungszentrum zu machen.

    Studienbeiträge machen es möglich, dass angehende Mediziner im SkillsLab sich auf ihren Beruf vorbereiten können: „Ein Teil der 500.000 Euro, die die medizinische Fakultät pro Semester aus den Studienbeiträgen erhält, wird dazu verwendet, Ausbildungspersonal zu finanzieren“, erklärte Wolfram Voelker, der medizinische Leiter der beiden Trainingseinheiten.

    "Jetzt spritzen Sie mal etwas Kontrastmittel." Walter Eykmann assistiert Wolfram Voelker am Herzkatheter-Simulator.  (Foto Gunnar Bartsch)

    Für die Studierenden heißt das, dass sich in Zukunft mehr Tutoren aus den verschiedenen Fachgebieten in Kleingruppen um sie kümmern werden. Zusätzlich dürfen sie sich an so genannten Simulationspatienten üben. Diese ausgebildeten Schauspieler verhalten sich so, als litten sie unter ganz speziellen Krankheiten und schildern deren Symptome – ganz so wie in der Sprechstunde eines niedergelassenen Arztes. Die Medizinstudenten sollen dabei nicht nur die richtige Diagnose stellen; zusätzlich können sie sich im Umgang mit bisweilen nicht ganz einfachen Patienten üben.

    „Im SkillsLab kann man in aller Ruhe Routinehandgriffe üben, ohne deshalb reale Patienten stören zu müssen“, erklärt Susanne Keilig, Medizinstudentin im zehnten Semester, den Vorteil der Einrichtung. Schließlich seien solche Situationen auch für den Patienten nicht leicht. Ihr jedenfalls sei es passiert, dass der Patient vor Aufregung kollabierte, als er mitbekam, dass die Studentin ausgerechnet an ihm zum ersten Mal in ihrem Leben eine arterielle Punktion vornehmen wollte. Das kann das Phantom glücklicherweise nicht.

    Während im SkillsLab viel Geld in das Personal fließt, und die Phantome, an denen sich Blutabnehmen, Abhören, Katheterlegen und anderes mehr üben lässt, vergleichsweise günstig sind, ist das Verhältnis im Interdisziplinären Trainings- und Simulationszentrum Intus eher umgedreht. Dort stehen hochentwickelte Simulatoren, an denen Mediziner komplette Operationen durchführen oder große Teams ihr Verhalten in Stresssituationen trainieren können. Da kostet dann ein Simulator für eine Gallenblasen-OP schon mal 80.000 Euro. Eine Ausgabe, die sich nach Auskunft des Herstellers schnell wieder amortisiert. Schließlich würden geübte Chirurgen den Operationssaal kürzer belegen, Häufigkeit und Umfang von Komplikationen würden abnehmen. Ärzte der Würzburger Uniklinik dürfen laut Wolfram Voelker die verschiedenen Simulatoren in Intus kostenlos nutzen; wer von außerhalb kommt, zahlt entsprechende Kursgebühren.

    An der Einrichtung von INTUS war auch die Bayerische Landesstiftung beteiligt. Sie gab eine Anschubfinanzierung von 45.000 Euro – was auch dem Vorsitzenden des Arbeitsausschusses zu verdanken ist, dem Würzburger Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Walter Eykman. Er hatte sich dafür stark gemacht, dass das Trainingszentrum mit einem Zuschuss bedacht wurde, damit, wie er sagte, „die Würzburger Universitätsklinik auch weiterhin auf diesem Gebiet führend ist“.

    Das Würzburger Konzept ist für den Klinikbereich deutschlandweit tatsächlich einmalig, weil es 18 verschiedene Fachgebiete vereint, während übliche Simulationszentren an Kliniken meist nur die Bereiche Anästhesie und Notfallmedizin abdecken. In Würzburg verfügt man dagegen über Simulatoren für Kathetereingriffe an Herz und Gefäßen, für die minimal-invasive Chirurgie sowie für das notfall- und intensivmedizinische Training. Weitere Simulatoren sollen das Angebot nach und nach erweitern. Qualifizierte medizinische Ausbilder gewährleisten das hohe Niveau der Schulungen.

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfram Voelker, Leitender Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I;Tel: (0931) 201-36328;E-Mail: voelker_w@klinik.uni-wuerzburg.de

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    Der Bauch muss weg

    Hochschulsport ab 23. April mit Neuheiten

    Das Team vom Allgemeinen Hochschulsport der Uni Würzburg hat für das Sommersemester ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Von den Studierenden bis zu den Beschäftigten können alle Sportfans an der Uni unter nahezu 140 Veranstaltungen pro Woche das Passende für sich heraussuchen – von Aerobic bis Yoga.

    Wer meint, seinen Bauch auf dieses Format bringen zu müssen, kann den BMW-Kurs des Hochschulsports belegen. (Foto Pixelio.de)

    Das Sportprogramm beginnt am Montag, 23. April. Im Programm sind einige Neuheiten vertreten, etwa Mountainbiken, Nordic Walking und der Kurs „BMW-Stretch“. Letzterer eignet sich für alle, die überschüssige Pfunde loswerden möchten: BMW steht nämlich für „Bauch muss weg“.

    Für Kletterfans gibt es einen Kurs im Hochseilgarten in der Spielhalle am Hubland-Campus, für Tanzbegeisterte neu im Programm sind Rueda de casino, eine Form des Salsa für Fortgeschrittene, sowie ein Vertiefungskurs für fortgeschrittene Gesellschaftstänzer. Außerdem erstmals möglich: Damenfußball für Anfängerinnen und Kung Fu-Formenlaufen. Neu im Angebot ist auch eine einwöchige Ruderwanderfahrt.

    Für freie Sportgruppen stehen nach Anmeldung im Hochschulsportbüro zwei Fußballkleinfelder und drei Beach-Volleyballfelder zur Verfügung. Kontakt: Gernot Haubenthal, Tel.: (0931) 888-6530, E-Mail: hochschulsport@mail.uni-wuerzburg.de

    Das Programm des Allgemeinen Hochschulsports im Internet:

    http://www.uni-wuerzburg.de/ueber/zentrale_einrichtungen/sportzentrum/hochschulsport/startseite/

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    HIS: Es gibt keine "Generation Praktikum"

    Neue Studie über Hochschulabsolventen

    Erstmals liegen bundesweit repräsentative Daten über Hochschulabsolventen vor, die nach dem Studium Praktika machen. Sie stammen aus einer Umfrage der Hochschulinformations-System GmbH (HIS) bei mehr als 10.000 Absolventen des Jahrgangs 2005 aus allen Fachrichtungen und Abschlussarten.

    Die wesentliche Erkenntnis: Auch wenn Praktika nach dem Studium in der Vergangenheit zugenommen haben mögen, handelt es sich gegenwärtig nicht um ein Massenphänomen. Der Begriff „Generation Praktikum“ sei mit Blick auf den beruflichen Verbleib von Hochschulabsolventen nicht gerechtfertigt. Allerdings verteilen sich die Praktika laut einer Pressemitteilung von HIS sehr unterschiedlich auf die absolvierten Studiengänge und die verschiedenen Wirtschaftszweige.

    Nach dem Studium als Kopierhelfer in einem unbezahlten Praktikum tätig? Kann vorkommen, ist aber nicht die Regel, meint die HIS GmbH. (Foto Archiv)

    Die Bewertung von Praktika nach dem Studium fällt überwiegend positiv aus; relativ selten wurden sie von den Absolventen als Ausbeutung empfunden. Gleichwohl finden sich mitunter auch Praktikumsverhältnisse, die zu erheblicher Unzufriedenheit führen und offenbar primär dazu dienen, Praktikanten als günstige Hilfskräfte einzusetzen.

    Etwa jeder achte Absolvent eines Fachhochschulstudienganges und etwa jeder siebte mit einem universitären Abschluss war nach dem Studium Praktikant. In manchen Fachrichtungen, zum Beispiel in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern, ist ein Praktikum nach dem Studium die Ausnahme. Zu den Fachrichtungen, in denen die Absolventen vergleichsweise häufig ein Praktikum aufnehmen, zählen Biologie und Wirtschaftswissenschaften. Immerhin rund jeder vierte Sprach- und Kulturwissenschaftler und auch jeder fünfte Absolvent der Psychologie macht nach dem Studium noch ein oder mehrere Praktika. Am häufigsten sind Absolventen der Magisterstudiengänge als Praktikanten tätig (34 Prozent).

    Die Verbreitung von Kettenpraktika oder Praktikumskarrieren ist laut HIS gering: Nur etwa jeder zehnte Fachhochschulabsolvent, der nach dem Studium ein Praktikum machte, und etwa jeder fünfte Universitätsabsolvent mit Praktikumserfahrungen nach dem Studium hat zwei oder mehr Praktika durchlaufen. Die durchschnittliche Zahl absolvierter Praktika liegt – bezogen auf die Teilgruppe derjenigen mit Praktikumserfahrungen – bei 1,1 (FH) bzw. 1,2 (Uni). Berücksichtigt man alle Absolventen, sinken die Werte auf 0,14 (FH) bzw. 0,19 (Uni). Die Dauer der Praktika ist meist überschaubar: Rund die Hälfte aller Praktikanten hat ein Praktikum bzw. Praktika von maximal drei Monaten absolviert. Bei einem weiteren Drittel liegt die Gesamtdauer zwischen vier und sechs Monaten, und nur sehr wenige haben Praktikumserfahrungen von einem oder mehr als einem Jahr.

    Die Mehrheit ist mit dem Praktikum zufrieden – insbesondere das Niveau der Arbeitsaufgaben und den Lerngehalt des Praktikums betreffend. Das Niveau bewerten rund zwei Drittel sehr gut oder gut (Uni 65 Prozent, FH 67 Prozent), beim Lerngehalt liegen die Werte etwas darüber (Uni 70 Prozent, FH 69 Prozent).

    Bei der Praktikumsvergütung hingegen fallen die Zufriedenheitswerte deutlich ab. Zwar liegen keine Daten zur absoluten Höhe des Praktikumsentgelts vor, allerdings lässt die sehr unterschiedliche Bewertung dieses Merkmals vermuten, dass es spürbare Unterschiede in der Bezahlung der Praktika gibt: 34 Prozent der Universitäts- und 17 Prozent der Fachhochschulabsolventen haben gar keine Vergütung für ihr Praktikum erhalten; ein weiteres Drittel der Fachhochschulabsolventen bezeichnet die Vergütung als (sehr) schlecht – bei den Universitätsabgängern liegt dieser Wert bei 29 Prozent. Noch weniger sehen die Vergütung als (sehr) gut an (Uni 22 Prozent, FH 28 Prozent). Die verbleibenden 15 (Uni) bzw. 23 Prozent geben der Höhe der Vergütung eine mittlere Note.

    Einige Branchen erweisen sich als besonders "praktikumsintensiv", wenn man die Verteilung der Praktikanten und der erwerbstätigen Absolventen auf die Wirtschaftsbereiche vergleicht. Demnach zählen neben der Sammelgruppe der "sonstigen Dienstleistungsbetriebe" vor allem Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie Kunst und Kultur zu den intensiveren Nutzern von Praktikanten. In den Letzteren sind vergleichsweise viele Universitätsabsolventen als Praktikanten tätig. Gleiches gilt für das Verlagswesen. Relativ selten sind Absolventen dagegen in den Bereichen Gesundheitswesen, Schulen und Hochschulen als Praktikanten beschäftigt.

    Fazit: Der berufliche Einstieg über Praktika ist mitnichten der Regelfall. Probleme beim Berufseinstieg dürften sich stattdessen in anderer Hinsicht äußern, etwa in Form von befristeten Beschäftigungsverhältnissen, unterwertiger Beschäftigung und/oder schlechter Bezahlung. Diesen Fragen ist HIS bereits in der Vergangenheit nachgegangen; sie werden auch für den aktuell befragten Jahrgang untersucht.

    Der ausführliche Bericht kann als pdf-Datei kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden:

    http://www.his.de/generationpraktikum.pdf

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    Erkennen ist mehr als Sehen

    Vortrag im Biozentrum über die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns

    Wie kommt die Welt in den Kopf? Ist das, was wir wahrnehmen, wirklich wahr? Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir sehen, hören, riechen, schmecken oder tasten? Und wie finden wir uns in der Welt zurecht? Antworten auf diese Fragen will ein Vortrag von Heinrich H. Bülthoff geben, zu dem das Biozentrum der Universität Würzburg am kommenden Mittwoch einlädt. Bülthoff ist Direktor am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen und leitet dort die Abteilung für kognitive Humanpsychophysik, in der etwa 70 Biologen, Informatiker, Mathematiker, Physiker und Psychologen untersuchen, wie das menschliche Gehirn Realität konstruiert.

    Um die Umwelt wahrzunehmen nutzt unser Gehirn eine Vielzahl von Sinnesreizen, die es auf verschiedenen Wegen –Sehen, Hören, Fühlen – erhält. Teilweise stehen ihm sogar Informationen aus unterschiedlichen Quellen über dieselbe Eigenschaft eines Objekts zur Verfügung: Zum Beispiel kann die Größe eines Gegenstands sowohl mit den Augen gesehen wie auch mit der Hand gefühlt werden. Die Tübinger Forscher interessiert, wie das Gehirn diese Vielzahl von Eindrücken bewertet; ihr Ziel ist es, dem Gehirn bei der Arbeit zuzuschauen.

    Soviel ist klar: Unser Gehirn benutzt unglaublich viele Detailinformationen, die ihm zur Verfügung stehen, darunter auch solche, die uns nicht einmal bewusst sind. Unklar ist: Wie schafft es das Gehirn, die „richtigen“ Informationen auszuwählen und zusammenzubringen? Welche Strategien haben sich im Lauf der evolutionären Entwicklung im Zusammenspiel zwischen Gehirn und Sinnen herausgeschält, damit wir uns in dieser Welt zurechtfinden? Diese Fragen versucht die Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik mit Hilfe so genannter „psychophysischer Untersuchungsmethoden“ zu beantworten. Dabei werden Sinneseindrücke von Versuchspersonen manipuliert und deren Wahrnehmungsreaktion studiert. Bülthoff und seine Mitarbeiter versuchen dabei in erster Linie, den Prinzipien der Wahrnehmung und Koordination von Bewegung im Raum auf die Spur zu kommen.

    Wie sie dabei vorgehen, und welche Erkenntnisse sie bislang gewinnen konnten, wird Heinrich H. Bülthoff in seinem Vortrag schildern. Er findet statt am Mittwoch, 18. April, im Biozentrum am Hubland, Hörsaal A 101. Beginn ist um 17.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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    Neue Wege aus der Sucht

    Aktuelle Behandlungskonzepte in der Suchtmedizin stehen im Mittelpunkt einer Fortbildung der Uni Würzburg, die am Samstag, 21. April stattfindet. Veranstalter ist die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesärztekammer und dem Interdisziplinären Zentrum für Suchtforschung an der Universität Würzburg (IZSW).

    Wie kommt es zur Abhängigkeit von Alkohol? Welche Risiken gehen von Cannabis aus? Welche neuen Behandlungsstrategien gibt es gegen das Rauchen? Dies ist nur eine Auswahl der Fragen, die im Rahmen der 11. Suchtmedizinischen Fort- und Weiterbildungsveranstaltung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie beantwortet werden.

    Rauchen ist schädlich. Trotzdem schaffen es Viele nicht, damit aufzuhören.  (Foto Pixelio.de)

    Darüber hinaus stellen die Referenten aus Würzburg, Köln, Essen, Tübingen und Basel im Rahmen der Tagung neueste Erkenntnisse über die Wirkung von Kokain und Opiaten vor und erläutern aktuelle Entwicklungen in der Behandlung von Abhängigen.

    Die Fortbildung beginnt um 9.00 Uhr im Hörsaal der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Füchsleinstraße 15, und endet gegen 13.00 Uhr. Organisiert wird sie von Prof. Dr. Andreas J. Fallgatter, Leiter der Klinischen Suchtmedizin, und Dr. Christian Jacob.

    Die kostenfreie Tagung berechtigt zum Erwerb von drei Punkten im Rahmen der allgemeinen ärztlichen Fortbildung. Das ausführliche Programm steht auf der Homepage der Klinik www.uni-wuerzburg.de/nervenklinik/ unter der Rubrik „Veranstaltungen“. Anmeldungen per E-Mail an Fallgatter_A@klinik.uni-wuerzburg.de

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    Meisterschüler spielen Meisterwerke

    157. Konzert aus der Reihe "Musik in der Neurologie"

    Selten gespielte Kompositionen erwarten Musikfreunde am Donnerstag, 26. April, im Hörsaal Neurologie-Neurochirurgie der Kopfklinik (Gebäude B1), Josef-Schneider-Str. 11, ab 19.00 Uhr. Auf dem Programm des Kammerkonzertes stehen Werke von Johannes Brahms, Henriette Renié, Béla Bartok und Francis Poulenc. Ausführende sind Meisterklasse-Studenten der Hochschulen für Musik Würzburg und München: Christian Werzinger (Klavier), Cordula Schnorr (Flöte), Emin Curtgeafar (Oboe), Sergej Radyuk (Klarinette), Daniel Mohrmann (Fagott) sowie Roxane Boivin (Horn). Leitung und Organisation liegen bei Prof. Karl Betz. Der Eintritt ist frei. Um Spenden zur Förderung der jungen Musiker wird gebeten.

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    Kinder-Uni im Fernsehen

    Ein Zuhörer der Kinder-UniWie das Hören funktioniert und wie ein tauber Mensch mit elektronischen Ohren die Geräusche aus seiner Umgebung wahrnehmen kann – das erklärte der Hals-Nasen-Ohrenarzt Joachim Müller im März bei der Würzburger Kinder-Uni (Foto: Theresa Ruppert).

    Zu seiner Vorlesung kam auch Besuch aus München, nämlich vom Bayerischen Rundfunk: Michaela Kloiber und ihr Team vom Bildungskanal BR-Alpha drehten an diesem Tag für die Sendung Alpha-Campus. Herausgekommen ist ein Beitrag namens „Campus-Kids: Kinder-Unis in Bayern“, der am Dienstag, 24. April, ab 18.00 Uhr auf BR-Alpha gezeigt wird.

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    Reibungslos ins Studium starten

    Vor dem Studienstart werden Abiturienten mit vielen Fragen konfrontiert: Was hat es mit Numerus Clausus, der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, Hochschulquote, Ortsverteilung oder Einschreibung auf sich? Was unterscheidet Diplom, Magister, Bachelor und Master? Soll man sich vor oder nach dem Wehr- bzw. Zivildienst bewerben? Diese und weitere Themen werden in der Info-Veranstaltung „Vom Abitur zum Studium“ am Donnerstag, 19. April, von 15.00 bis 17.00 Uhr im Hörsaal 224 der Universität am Sanderring (erster Stock rechts) behandelt. Die Zentrale Studienberatung der Uni Würzburg lädt dazu alle Schüler in den Abschlussklassen der Gymnasien und Berufsoberschulen ein. Auch andere Interessierte sind willkommen.

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    Luups sucht junge Künstler

    Ende dieses Jahres soll erstmals in Würzburg der Kultur- und Freizeitführer Luups erscheinen. Das Buch gibt Einblick in die Szene-, Freizeit- und Kulturlandschaft in Würzburg. Neben zahlreichen Freizeitangeboten sollen auch junge und ambitionierte Künstler präsentiert werden, die ihre Werke in Luups unentgeltlich präsentieren möchten. „Egal ob Maler, Fotograf oder Designer – wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, ihre Werke vorzustellen. Das Angebot gilt auch für Studierende“, sagt Manuel Kölker, zuständig für Luups Würzburg. Die Publikation erscheint in einer Auflage von rund 2.500 und wird im CD-Format gedruckt. So können sich die Besitzer des Buches die dargestellten Kunstwerke heraustrennen und als CD-Cover benutzen. Auf der Homepage www.luups.net soll es für die Künstler zudem eine spezielle Plattform geben. Dort können sie ihre Werke zeigen und auch veräußern. Wer Interesse an dem Projekt hat, kann sich an Manuel Kölker wenden, Tel.: (0172) 2658375, E-Mail: wuerzburg@luups.net

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    Personalia

    Dienstjubiläen

    25 Jahre

    Thomas Bohn, Universitätsklinikum, 15. April
    Christine Rumpel, Kinderklinik und Poliklinik, 13. April

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