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    Neuer Blick auf deutsche Literatur

    11/18/2014 | AUSZEICHNUNGEN
    Markus Hien von der Uni Würzburg nimmt den Kulturpreis für seine Dissertation aus den Händen seines Laudators Hartmut Geldmacher entgegen, dem Stiftungsratsvorsitzenden der Bayerischen Elite-Akademie. (Foto: André Döring / Bayernwerk AG)

    Markus Hien (rechts) von der Uni Würzburg nimmt den Kulturpreis für seine Dissertation aus den Händen seines Laudators Hartmut Geldmacher entgegen, dem Stiftungsratsvorsitzenden der Bayerischen Elite-Akademie. (Foto: André Döring / Bayernwerk AG)

    In seiner Doktorarbeit hat der Würzburger Germanist Markus Hien eine Epoche der deutschen Literatur unter einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet. Dafür wurde er jetzt mit einem Kulturpreis der Bayernwerk AG geehrt.

    Zum zehnten Mal hat die Bayernwerk AG besondere wissenschaftliche und künstlerische Leistungen an den bayerischen Universitäten und Hochschulen mit ihrem „Kulturpreis Bayern“ gewürdigt. Unter den Preisträgern ist auch der Literaturwissenschaftler Dr. Markus Hien (31) von der Universität Würzburg. Er wurde für seine Doktorarbeit „Altes Reich und Neue Dichtung“ im Fachbereich Germanistik ausgezeichnet; das Preisgeld beträgt 2.000 Euro.

    Literatur aus neuer Perspektive interpretiert

    Hien hat das „literarisch-politische Reichsdenken“ von der Aufklärung bis zur Romantik untersucht und eine Brücke von der Geschichts- zur Literaturwissenschaft geschlagen. Erstmals wies er dabei umfassend nach, dass das Heilige Römische Reich thematisch und ideengeschichtlich von zentraler Bedeutung für die deutsche Literaturgeschichte am Übergang zwischen Früher Neuzeit und Moderne (etwa 1740 bis 1830) war.

    „Das politische System des Heiligen Römischen Reichs hatte sogar großen Einfluss auf das politische Denken der Literaten und damit auf die Dichtung dieser Zeit“, sagt Hien. Dieser Aspekt sei in der Literaturwissenschaft vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart aber komplett unbeachtet geblieben.

    Aus diesem neuen Blickwinkel interpretiert der Würzburger Wissenschaftler in seiner Dissertation literarische, geschichtsphilosophische und politische Essays von Autoren wie Wieland und Herder, aber auch große poetische Texte wie Schillers „Wallenstein“ oder Goethes „Faust II“. Er vollzieht damit, aufbauend auf die neuere geschichtswissenschaftliche Forschung, einen Perspektivwechsel weg vom Zentralereignis der Französischen Revolution hin zur neuen Referenzgröße „Altes Reich“.

    Zur Person von Markus Hien

    Markus Hien, Jahrgang 1983, ist in München aufgewachsen. Zum Studium der Germanistik und Geschichte kam er an die Universität Würzburg und schloss hier 2013 auch seine Promotion bei Professor Wolfgang Riedel ab. An dessen Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte ist Hien nun wissenschaftlicher Mitarbeiter. Derzeit bereitet er seine Habilitation vor. Für die Studierenden gibt er unter anderem Einführungskurse in Germanistik und Seminare zur deutschen Literaturgeschichte.

    Infos zum Kulturpreis des Bayernwerks

    Den Kulturpreis vergibt das Bayernwerk in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Insgesamt wurden in diesem Jahr 31 Hochschulpreisträger ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 13. November 2014 im Veranstaltungsforum in Fürstenfeldbruck statt.

    Kontakt

    Dr. Markus Hien, Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte, Universität Würzburg, T (0931) 31-83557, markus.hien@uni-wuerzburg.de

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