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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg

    Wie Unternehmen Steuern vermeiden

    12/19/2017 | CAMPUS

    „Aggressiv“ wird es genannt, wenn große Unternehmen alles daran setzen, keine Steuern bezahlen zu müssen. Mit diesem Thema befasste sich ein Workshop der Graduate School of Law, Economics and Society.

    Große Unternehmen wenden raffinierte Strategien an, um möglichst wenig oder gar keine Steuern zahlen zu müssen. Wie sie das im Einzelnen anstellen, wurde der Öffentlichkeit zuletzt im Herbst 2017 vor Augen geführt: Unter dem Stichwort „Paradise Papers“ beschrieb ein internationales Medienkonsortium bis ins Detail, wie die meist legalen Steuervermeidungsstrategien international tätiger Firmen aussehen.

    „Aggressive Steuervermeidung multinationaler Unternehmen“: Um dieses Thema drehte sich auch ein Workshop der Graduate School of Law, Economics and Society (GSLES) der Universität Würzburg: Rund 25 Wissenschaftler – von Lüneburg bis Zürich – kamen Ende November in den Tagungsräumen von Kloster Bronnbach zusammen. Eingeladen hatten die Professoren Dirk Kiesewetter und Hansrudi Lenz von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

    Maximilian Hubmann, der seit kurzem Doktorand in der GSLES ist, hat den Workshop mitorganisiert. Er kann gut erklären, was mit „aggressiver“ Steuervermeidung gemeint ist, denn genau mit diesem Thema befasst er sich in seiner Doktorarbeit: „Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Unternehmen auf Malta oder in einem anderen ‚Steuerparadies‘ eine Firma gründet, die ausschließlich einem Zweck dient: keine Steuern zahlen zu müssen.“

    Rechtsphilosophischer Blick auf Steuervermeidung

    Diese Art der Steuervermeidung ist in der Regel völlig legal. Viele Menschen halten sie aber zumindest ethisch für fragwürdig. Das wurde im rechtsphilosophischen Vortrag von Hansrudi Lenz deutlich. Der Inhaber des Lehrstuhls für BWL, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungswesen an der Universität Würzburg nahm die Unternehmensmanager moralisch in die Pflicht: Wenn alle Akteure das Recht immer bis an die Grenze dessen auslegen würden, was gerade noch legal ist, könnten das Rechtssystem und die Gesellschaft zusammenbrechen.

    Die weiteren Vorträge, die bei dem interdisziplinären Workshop gehalten wurden, kamen aus Philosophie und Rechtsphilosophie, aus Rechts- und Politikwissenschaft und aus der Betriebswirtschaft.

    Bericht der GSLES über den Workshop

    Fakten zur Graduate School

    Die Graduiertenschule für Recht, Wirtschaft und Gesellschaft (Law, Economics and Society, GSLES) bietet dem wissenschaftlichen Nachwuchs strukturierte Promotionsprogramme mit interdisziplinärem Anspruch an. Sie ist eine Initiative der Fakultäten für Recht, Wirtschaftswissenschaften und Humanwissenschaften, hier insbesondere des Instituts für Politikwissenschaft und Soziologie. Derzeit forschen rund 20 Promovierende in der GSLES.

    Website der Graduiertenschule

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